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Leitungssystem von Infinera setzt neuen Kapazitätsstandard

16.06.200817:35 UhrMedien & Telekommunikation

(openPR) Sunnyvale, Kalif./USA – 16. Juni 2008 – Infinera (Nasdaq: INFN) hat auf der diese Woche stattfindenden Fachmesse NXTcomm08 mit dem ILS2 sein optisches Leitungssystem der nächsten Generation vorgestellt. Das neue Leitungssystem basiert auf einer neuen passiven, integrierten photonischen Schaltungsplattform (PIC, Photonic Integrated Circuit) und stellt einen Durchbruch bei der Entwicklung optischer Systeme dar. Das ILS2 bringt bis zu 160 DWDM-Kanäle (Dense Wavelength Division Multiplexing) im C-Band unter, erhöht die optische Reichweite des Systems auf bis zu 2500 Kilometer und ermöglicht höhere Kapazitäten: Für künftige Anforderungen kann das Leitungssystem auf bis zu 8 Terabit pro Sekunde (Tbit/s) über eine einzige Glasfaserleitung skaliert werden. Das bedeutet mehr Unterstützung für die wachsende Nachfrage nach Bandbreite und für die Bereitstellung von Services mit 10, 40 und 100 Gigabit pro Sekunde (Gbit/s).



Höhere Kapazität und Dichte – aber nicht zu Lasten des digitalen Bedienkomforts
Das ILS2-System soll noch diesen Sommer auf den Markt kommen. Es arbeitet mit einem Raster von 25 Gigahertz (GHz) und bietet damit die doppelte Dichte gegenüber Infineras vorherigem Leitungssystem. Dadurch werden Übertragungen von 160 DWDM-Lichtkanälen im C-Band möglich. Für extrem dichte Kanalabstände sorgen leistungsstarke optische Filter und Multiplexer, die in eine neue passive PIC-Plattform integriert sind. Die Plattform wurde ebenfalls von Infinera entwickelt und wird in der unternehmenseigenen Chipfabrik in Annapolis Junction im US-Bundesstaat Maryland hergestellt [siehe zugehörige Pressemitteilung Infinera stellt neue passive PIC-Plattform].

Das ILS2-System ist laut Infinera ideal für Netzbetreiber, die 10G-, 40G- und künftig auch 100G-Services in großem Stil anbieten wollen. Mit Infineras marktführenden DTN-Leitungskarten schafft das ILS2 eine optische Kapazität von bis zu 1,6 Tbit/s. Noch mehr Leistung versprechen die Infinera-Leitungskarten der nächsten Generation: Damit wird das ILS2-System dann 160 DWDM-Kanäle mit je 40 Gbit/s bereitstellen können. Das entspricht einer Gesamtkapazität von 6,4 Tbit/s – komplett im C-Band. Bei einer Konfiguration mit 8 Tbit/s werden die Infinera-Leitungskarten 80 Kanäle mit je 100 Gbit/s bieten und damit einen neuen Industriestandard bei optischen Kapazitäten über Glasfaser setzen.

All diese Konfigurationen zeichnen sich durch einen digitalen Bedienkomfort und eine Flexibilität aus, für die Infinera bekannt ist. Da die PICs von Infinera zehn DWDM-Kanäle in zwei Chips integrieren, bietet das Infinera-System bis zu zehn Kanäle gleichzeitig. Das vereinfacht die Installation und Bereitstellung sowie die Einrichtung und Verwaltung von Systemen mit 160 Kanälen. Ein weiteres Plus sind die intelligenten GMPLS-Dienste von Infinera, die nicht nur die Bereitstellung hoher Kapazitäten einfach und preiswert gestalten, sondern auch das Management umfassender Netzwerke ohne ein großes Team an optischen Experten ermöglichen. Dank des flexiblen Systems können Kunden PIC-Leitungskarten mit unterschiedlichen Kapazitäten kombinieren oder mit verschiedenen Wellenlängen-Datenraten betreiben und diese – ohne signifikante Umstrukturierungen – über das gleiche optische Leitungssystem laufen lassen. Weiter können Leitungskarten vom internen Team durch Leitungskarten mit höheren Kapazitäten ersetzt werden. Das bedeutet: geringerer technischer Aufwand, minimale Ausfallzeiten bzw. Umsatzeinbußen und dazu ein Investitionsschutz für Kunden, die bereits Infinera-Systeme einsetzen. Mit der Bandwidth Virtualization™ bietet Infinera eine Lösung an, die Services über jede beliebige Netzwerkverbindung bereitstellt – unabhängig von den optischen Parametern der zugrunde liegenden Wellenlängen. Ein ILS2-Netzwerk kann 10G-, 40G- und künftige 100G-Services über die gleiche Infrastruktur implementieren – schnell, flexibel und ohne signifikante optische Umstrukturierung.

Mit dem ILS2-System unterstützen Infinera-Netzwerke erstmals auch optische Express-Übertragungen. Über diese können Service Provider den Großteil des Verkehrs durch Standorte leiten, wo nur ein kleiner Bruchteil hinzugefügt oder weggelassen werden muss. Die Einführung von optischen Express-Übertragungen bedeutet mehr Flexibilität und Kosteneffizienz für Infinera-Systeme in Netzwerk-Designs aller Art, einschließlich ULH-Expressnetzwerken (Ultra-Long-Haul), konsolidierten Core-Collector-Netzwerken und Core-Netzwerken im Stadtbereich.

Neben mehr Kapazität und Flexibilität ist das ILS2 für eine größere optische Reichweite von bis zu 2500 Kilometern ausgelegt. Diese eröffnet Infinera-Kunden einen wirtschaftlicheren Netzwerkbetrieb, weil Übertragungen über sehr große Entfernungen ohne zwangsläufige Verkehrsverluste möglich werden. Eine erweiterte Reichweite ermöglicht auch größere Einfeld-Entfernungen, die für Anwendungen wie Festoon-Netzwerke oder Hut-Skipping nützlich sind. Die größere optische Reichweite wird mit der Einführung von Raman-Verstärkermodulen im ILS2 erzielt.

Die Raman-Verstärker und die passive PIC-Technologie nutzen Technologien, die Infinera mit der Übernahme von Corvis und Little Optics vor zwei Jahren erworben hat. In beiden Fällen erhielt Infinera eine hochdifferenzierte Technologie, die in das Infinera-System integriert und weiterentwickelt wurde. Die bei beiden Akquisitionen übernommenen Mitarbeiter gehören heute zum Infinera-Expertenteam in Annapolis Junction im US-Bundesstaat Maryland. Die Markteinführung der Raman-Verstärker und der passiven PIC-Lösung mit dem neuen ILS2-Leitungssystem demonstriert die Vorteile von Infineras Strategie, sich ausschließlich auf Akquisitionen zu konzentrieren, die spezifische Produkt- und Technologieziele unterstützen.

Die passiven PICs basieren auf einer Technologieplattform von Little Optics. Sie ermöglichen das Multiplexing und Demultiplexing von 160 DWDM-Kanälen im C-Band und bieten weitere signifikante Vorteile wie eine höhere Dichte, mehr Funktionen, Einfachheit, Zuverlässigkeit und eine simplere Fertigung. Wie bei seiner aktiven PIC-Plattform sieht Infinera auch in der passiven PIC-Plattform großes Potenzial, um den Funktionsumfang, die Dichte und die Performance durch einen höheren Integrationsgrad in den kommenden Jahren zu verbessern.

Die neuen Leistungsmerkmale und Funktionen des ILS2-Leitungssystems, das diesen Sommer auf den Markt kommt, sind eine Fortführung von Infineras bisherigen Erfolgen mit dem bewährten DTN – eines der modernsten, innovativsten, leistungsstärksten und flexibelsten digitalen optischen ROADM- und DWDM-Systeme für Fern-, Orts- und Core-Netzwerke im Stadtbereich. Mit der Einführung der großangelegten photonischen Integration im Infinera DTN konnten Service Provider erstmals die Vorteile der Architektur des Digital Optical Network genießen: einfacher Betrieb, schnelle Installation, schnelle Implementierung neuer Services, integriertes Bandbreiten-Management und integrierter Transport bis hin zur Service-Intelligenz eines Netzwerk-Betriebssystems auf GMPLS-Basis. Der deutliche Kapazitätsanstieg, die größere Reichweite und optische Express-Übertragungen dürften die Möglichkeiten eines Infinera-Netzwerks bei speziellen Anforderungen für mehr Kundennetzwerke und Netzwerkanwendungen erweitern.

„Die relativ geringen Marktinvestitionen zu Anfang dieses Jahrzehnts gefährden den 13-jährigen Erfolg der DWDM-Systeme, die eine exponentielle Abnahme der Investitionskosten pro Bit und pro Kilometer in die Netzwerk-Backbone-Kapazität ermöglichen. Glücklicherweise ist Infinera ein Anbieter, der Investitionen für Innovationen genutzt hat, um den Markt zurück auf den Pfad exponentieller Verbesserungen zu bringen“, erklärt Dana Cooperson, Vice President Network Infrastructure bei Ovum. „Die ILS2 erweitert gemeinsam mit dem im Februar vorgestellten 400G PIC Infineras Zielmärkte und steht für eine Unternehmensstrategie, die die Skalierung von DWDM auf die nächste Stufe wirtschaftlicher Backbone-Kapazitäten vorsieht.“

„Infinera-Systeme sind berühmt für ihre Schnelligkeit, Einfachheit und Flexibilität“, erklärt Jagdeep Singh, CEO von Infinera. „Das ILS2-System baut auf diesen Vorteilen mit neuen branchenweiten Benchmark-Werten bei der Kapazität, Spektrumsdichte und Reichweite auf. Mit dem ILS2 will Infinera die Vorteile des Digital Optical Networks auf mehr Anwendungen und mehr Kunden als je zuvor erweitern.“

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