(openPR) LEIPZIG (Ceto). – Gestern Abend zeigten sich die Rohölnotierungen noch einmal etwas fester. Vor allem chinesische Handelsdaten sorgten hier für Auftrieb, demnach die Ölimporte im Mai um 25% über dem Vorjahr lagen. Dadurch wird befürchtet, dass die hohen Ölpreise keine bremsende Wirkung auf den Bedarf Chinas haben. Heute Morgen zeigte sich der Markt in der ersten Phase des Handels stark schwankend mit Tendenz zum Aufwärtstest. An der Londoner Rohstoffbörse eröffneten die Kontrakte aufgrund der gestrigen späten Verluste deutlich niedriger. Im Tagesverlauf zeigten sich die Öl-Futures bei mäßigem Umsatz volatil. Es dominierten sogenannte Positionsmanöver vor Eröffnung des NYMEX-Parketthandels und vor Veröffentlichung der US-Öldaten. Neue marktbestimmende Faktoren kamen aber nicht hinzu.
Am Nachmittag drehten die Börsenhändler noch einmal kräftig an der Preisschraube und somit kletterten die Notierungen bis zum Redaktionsschluss am Nachmittag um bis zu 4 Dollar pro Barrel gegenüber Vortag. Die europäischen Finanzminister sind sich offensichtlich einig darüber, in das Geschehen der Ölmärkte nicht einzugreifen. In einer ersten Reaktion darauf haben die Ölbörsen ihre Preise kräftig erhöht. Gestern noch glaubten die Marktteilnehmer Fed Chef Bernanke, der alles dafür tun wollte die Inflation, die sich inzwischen über die Ölmärkte hinweg auf andere Rohstoffe ausgebreitet hat, einzudämmen. Die Uneinigkeit zwischen
Europa und den USA über das weitere Vorgehen scheint auch beim Atomprogramm des Iran nur dazu beizutragen, die Börsen noch weiter hochzuschaukeln. Kurzfristige Fundamentalbetrachtungen über Angebot und Nachfrage zeigen weiterhin eher einen rückläufigen Verlauf der Nachfrage bei gleichzeitigem Anstieg der Produktion. Die Börsen klammern sich jedoch schon seit Monaten an Zukunftsszenarien, die teils diffus vorgetragen werden, aber deswegen immer wieder die Verunsicherung nähren und deshalb zu immer neuen Rekordständen führen, so OMR Oil Market Report.
Auf die Entwicklung der heimischen Heizöl-Endverbraucherpreise hatte der jüngste Anstieg am heutigen Nachmittag jedoch keine Auswirkung. Hier wurde heute der kurze Abwärtstest vom Vortag eingepreist, weshalb sich die Heizölpreise, wie erwartet, seitwärts bewegten.
Der Bundesdurchschnittspreis für eine 3.000 Literpartie Heizöl EL, inkl. MwSt., sank um knapp 0,15 Euro pro 100 Liter gegenüber Vortag. Damit liegen die Preise weiterhin rund 70 Cent unter dem letzen Jahreshoch vom 23. Mai.
Die Entwicklung der heimischen Heizöl-Endverbraucherpreise in den einzelnen Bundesländern zeigen die Grafiken auf dem Energieportal
www.brennstoffspiegel.de in der Rubrik Marktdaten.
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