(openPR) LEIPZIG (Ceto). – Die ganze 23. Kalenderwoche war geprägt von einem sich immer deutlicher hervorhebenden Abwärtstrend, sowohl in der Rohöl- als auch in der Heizölpreisentwicklung. Doch bereits am Donnerstagabend verzeichneten die Kontrakte an den Rohstoffbörsen ICE und NYEMX einen starken Anstieg und der Ölpreis legte binnen kürzester Zeit kräftig zu.
Bereits am Morgen starten die Notierungen über den Vortagesschlusswerten von 128 Dollar pro Barrel und der Anstieg sollte sich weiter fortsetzen. Die entscheidenden Auftriebskräfte sollen Euro-Zinsanhebungsspekulationen gewesen sein, die den Dollar unter Druck brachten. Marktteilnehmer fragten sich heute Morgen noch, ob diese Kräfte eine Trendentwicklung stützen können, oder ob Wirtschaftswachstumssorgen und Furcht vor Nachfragerückgängen dominieren werden. Doch diese Sorgen erwiesen sich als unbegründet.
Bereits bis zur Mittagszeit brachte der schwache Dollar genug Potenzial in den Markt um den allgemeinen Auftrieb weiter anzutreiben. Erstmals wurde die 130 Dollarmarke ins Visier genommen. Doch dies sollte sich nur als die Spitze des Eisbergs erweisen.
Am frühen Nachmittag kamen neben den währungs- und technikbedingten Faktoren auch geopolitische Spannungsmeldung aus Nahost hinzu. Nach den Worten des israelischen Transportministers wäre ein Angriff auf iranische Atom-Anlagen unvermeidlich, wenn die momentanen Sanktionen nicht dazu führen würden, Teheran zur Abkehr von der Entwicklung eines technischen Potentials zu Herstellung nuklearer Waffen zu bewegen.
Noch während diese Tagesmeldung entstand verteuerte sich Rohöl in kürzester Zeit um weitere drei Dollar, durchbrachen die Kontrakte die 134 Dollarmarke und lagen bis zum Redaktionsschluss um mehr als 6 Dollar pro Barrel über den Vortageswerten.
Diese Entwicklung hatte auch Konsequenzen für den deutschen Heizölendverbrauchermarkt. Nach dem in dieser Woche bis einschließlich Donnerstag immer wieder Abwärtskorrekturen zu verzeichnen waren und der Bundesdurchschnittspreis für eine 3.000 Literpartie Heizöl EL, inkl. MwSt., am Donnerstag erstmals wieder unter 90,00 Euro pro 100 Liter lag, ging es heute mit einem großen Sprung wieder nach oben. Bei einem Plus gegenüber Vortag in Höhe von bundesdurchschnittlich 2,18 Euro pro 100 Liter ist Heizöl im Vergleich zur Vorwoche zwar weiterhin knapp einen Euro günstiger, aber das erste große Preistief seit dem Jahreshoch vom 25. Mai ist vorüber.
Die Entwicklung der heimischen Heizöl-Endverbraucherpreise in den einzelnen Bundesländern zeigen die Grafiken auf dem Energieportal
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