(openPR) Köln/Wiesbaden, 28. Mai 2008 – Die in Deutschland niedergelassenen Ärzte gewinnen neue Patienten zu über 80 Prozent aufgrund von Empfehlungen aus ihrer Stammkundschaft. Aber nicht einmal 5 Prozent der Ärzte bitten ihre Patienten um eine persönliche Weiterempfehlung im Freundes- oder Bekanntenkreis. Dies ist eine der zahlreichen Merkwürdigkeiten, die der neue „Dienstleister-Report 2008“ für Ärzte aufdeckt, den das Online-Empfehlungsportal KennstDuEinen.de (www.KennstDuEinen.de) und der eco Verband der deutschen Internetwirtschaft (www.eco.de) vorgestellt haben. Für die Untersuchung wurden mehr als 1.100 Interviews geführt.
Weitere Ungereimtheit laut KennstDuEinen/eco-Report: Obgleich Empfehlungen für die Arztpraxis offenbar der Weg zum Wachstum sind, setzen drei Viertel der Ärzte auf klassische Werbung wie Anzeigen und Verzeichniseinträge und über die Hälfte auf Werbung im Internet. Aber nicht einmal 15 Prozent aller neuen Patienten werden durch diese Werbemaßnahmen gewonnen. Mit anderen Worten: Über 85 Prozent der Werbung verpufft wirkungslos, wie der gemeinsame Report von KennstDuEinen.de und dem eco-Verband aufzeigt.
Ebenfalls kurios: Praktisch alle Arztpraxen pflegen ihre Patientendatenbank im Computer, aber nur knapp ein Fünftel (19 Prozent) speichern die E Mail-Adressen. Gerade einmal 10 Prozent versenden elektronische Post an ihre Patienten, um beispielsweise auf zusätzliche Leistungen aufmerksam zu machen.
„Viele Ärzte setzen auf die falschen Pferde, um dem zunehmenden wirtschaftlichen Druck durch Maßnahmen zur Gewinnung neuer Privatpatienten entgegenzuwirken“, analysiert KennstDuEinen.de-Geschäftsführer Carsten Schmidt: „Statt zufriedene Patienten für Weiterempfehlungen zu gewinnen und statt interaktiver Online-Kommunikation wird das Geld in herkömmliche Werbung gesteckt, die nachweislich kaum etwas bringt.“
Thomas von Bülow, Vorstand des eco Verbandes der deutschen Internetwirtschaft, ist erstaunt: „Alle Ärzte, die ich kenne, nutzen für ihre eigene Auswahl von Dienstleistungen das Internet bereits. Umso mehr überrascht, dass so wenig erst einmal vor der eigenen Tür gekehrt wird. Ein guter Patient ist ein aufgeklärter Patient: Jeder Arzt sollte auch im Internet sein Wissen teilen und zu Empfehlungen anregen.“






