(openPR) Anstieg der Wohnungseinbrüche um 2,8 Prozent
- Nur jeder fünfte Einbruch wird aufgeklärt – Aufklärungsqoute stagniert bei rund 20 Prozent
Wetter/Ruhr. Am 22. Mai stellten Bundesinnenminister Dr. Wolfgang Schäuble und der Innenminister des Landes Brandenburg Jörg Schönbohm die Kurzfassung der Polizeilichen Kriminalstatistik 2007 vor. Ist die Kriminalität gesamt eher rückläufig (-0,3 Prozent), wurde im Jahr 2007 ein Anstieg um 3.888 Wohnungseinbrüche (2,8 Prozent) im Vergleich zum Vorjahreszeitraum erfasst.
Insgesamt wurden im Jahr 2007 109.128 Wohnungseinbruchdiebstähle gemeldet. Dies entspricht einem Anstieg von 2,8 Prozent im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Auch bei den Tageswohnungseinbrüchen gab es einen Anstieg zu verzeichnen, auch wenn dieser mit einem Plus von 1,7 Prozent auf 39.451 Fälle etwas weniger deutlich ausfällt.
Die Aufklärungsqoute konnte leicht gesteigert werden und lag im Jahr 2007 bei 20 Prozent (2006: 19,3 Prozent). Doch bedeuten 20 Prozent Aufklärungsqoute, dass auch weiterhin nur jeder fünfte Einbruch aufgeklärt wird. Ohne Zahlen belegt und in dieser Statistik auch nicht berücksichtigt sind die psychologischen Folgen, mit denen die meisten Opfer weitaus mehr zu kämpfen haben, als mit den finanziellen Schäden, die oft durch Versicherungen abgedeckt sind.
Dabei ist es gar nicht teuer, seine vier Wände gegen Einbruch zu sichern. Für die Ausstattung eines normalen Einfamilienhauses mit einem soliden Grundschutz vor Einbruch gilt ein Richtwert von cirka EUR 2.000. Auf 10 Jahre gerechnet ergibt sich so eine monatliche Belastung von rund EUR 15 pro Monat für die persönliche Sicherheit.
Sicherungstechnik wirkt.
Und der Einsatz von Sicherungstechnik wirkt nachweislich. So belegt die Kölner Studie 2006, dass rund 45 Prozent der im Versuchsstadium abgebrochenen Einbrüche an vorhandenen Sicherungen scheiterten. Darüber hinaus hat Sicherungstechnik einen abschreckenden
Effekt auf Täter. Erkennt der Einbrecher vorhandene Sicherungstechnik, wie z.B. die Abdeckplatte eines Panzerriegelschlosses, zieht er unverrichteter Dinge weiter.
Anwesenheitsschutz
Ein weiterer Aspekt von einbruchhemmenden Maßnahmen ist das Thema Anwesenheitsschutz. So schützt man sich beispielsweise auch gegen Raubüberfälle in Wohnungen. Im Jahr 2007 wurden 2.733 Fällen gemeldet – eine zum Jahr 2006 nahezu unveränderte Zahl, in dem genau sieben Fälle weniger erfasst wurden.
Informationsquellen
Weiterführende Informationen zu Sicherungskonzepten und Produkten finden Sie auf www.ratgeber-sicherheit.de.
Wer sich persönlich zum Thema Einbruchschutz beraten lassen möchte, sollte die Beratungsstellen der Polizei aufsuchen und dort einen Termin vereinbaren. Eine Auf-listung der Beratungsstellen in Deutschland finden Sie unter www.polizei-beratung.de.













