(openPR) LEIPZIG (Ceto). – Nach dem ersten Preissturz am Dienstag bewegten sich die Rohöl- und Heizöl-Preise an NYMEX und ICE zunächst etwas seitwärts, lediglich Benzin stand an der New Yorker Rohstoffbörse noch im Gegensatz zu den anderen Kontrakten im Plus-Bereich. Gedämpft durch den starken Dollar und die Anzeichen rückläufiger Nachfrage in Asien und in USA sackten die Preise bereits gestern unter die Marke von 129 Dollar und tiefer ab.
Der nächste große Preissturz folgte dann heute Vormittag im frühen Handel. Es gab zwar keine aktuellen preisdämpfenden News, aber in der Diskussion um die Preishöhe und ihre weitere Entwicklung sind zunehmend volkswirtschaftliche Argumente in den Vordergrund gerückt. Dabei handelt es sich insbesondere um Prognosen, dass aufgrund der Einbußen von Wirtschaftswachstum oder sogar von Rezessionen sowie Einschränkungen der Subventionspolitik im asiatischen Raum die Nachfrage entsprechend fallen könnte.
Außerdem hat das Preisniveau eine Höhe erreicht bei der die Börsen zunehmend Nachschüsse von spekulativen Anlegern verlangen. Da die Anlieger aber bereits über hohe spekulative Gewinnbestände verfügen, kann es verstärkt zu Abwanderungen von Anlagekapital in andere Anlageformen kommen, so OMR Oil Market Report. Somit fielen die Notierungen zeitweise bis deutlich unter die 127 Dollar pro Barrel.
Erst am frühen Nachmittag konnten sich die Notierungen etwas erholen und kursierten bis zum Redaktionsschluss bei einem Minus von rund 2 Dollar gegenüber Vortag seitwärts leicht über den Tagestiefs, allerdings immer noch weit unter Vortag
Neue marktbeeinflussende Faktoren könnten mit den für morgen Nachmittag erwartet die US-Öldaten, von denen die Bestandsveränderungen nach ersten Befragungen wie folgt erwartet werden: Rohöl: +0.2; Mitteldestillate: +0.9; Benzin: -0.2 Millionen Barrel.
In der heutigen Tagespreiserfassung durch BRENNSTOFFSPIEGEL und mineralölrundschau spiegelte sich der derzeitige Abwärtstrend der Rohölnotierungen deutlich wieder. Alle Händler passten Ihre Preise dem aktuellen Marktgeschehen an mit einem großen Minus gegenüber Vortag erholten sich die Heizölpreise. Durchschnittlich 2,20 Euro bezahlte man heute beim Kauf einer 3000 Literpartie Heizöl EL, inkl. MwSt., weniger. Damit liegt der Bundesdurchschnittspreis für die 3000 Literpartie wieder unter der Marke von 94 Euro pro 100 Liter. Beim letzten Allzeithoch in der vergangenen Woche hatten die Preise sogar schon die 96 Euromarke gestreift.
Die Entwicklung der heimischen Heizöl-Endverbraucherpreise in den einzelnen Bundesländern zeigen die Grafiken auf dem Energieportal
www.brennstoffspiegel.de in der Rubrik Marktdaten.
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