(openPR) Berlin, 27. Mai 2008. Ein ambitioniertes Projekt will die Netlabelszene einem breiteren Publikum näher bringen. Mit dem Launch der Website breipott.cc entsteht zunächst eine neue labelübergreifende Anlaufstelle im Netz. Neben Informationen zu Creative Commons, Netaudio und Parties bietet die Seite ein mp3-Archiv mit ausgesuchten GEMA-freien Veröffentlichungen zahlreicher Netlabels.
Die ausschließlich im Internet veröffentlichte Musik erreichte bisher nur einen eingeschränkten Kreis netzaffiner Musikliebhaber. Auch haftet der GEMA-freien Musik immer noch das Image mangelnder Qualität an. "Wir wollen die wirklich hochwertige Netlabel-Musik aus der Nischenecke herausholen und künftig auch offline in unserer Musikgastro als mp3s anbieten", sagt Saskia Peruza, Gründerin des breiPott. In ihrer Bar in Berlin Kreuzberg können Interessierte die Musik, wie in einem Plattenladen, vorhören und über USB-Schnittstellen kostenlos auf ihren mp3-Player kopieren. Das Projekt "breipott" schließt damit die Lücke zwischen den Veröffentlichungen im Internet und dem Publikum in der offline-Welt.
Um rechtlich absolut auf der sicheren Seite zu stehen, lässt Peruza jedes Stück in ihrem Pool von der GEMA selbst auf etwaige Ansprüche prüfen. "Leider sind die Rechte nicht immer eindeutig geklärt. Manchmal veröffentlichen Musiker ihr neuestes Werk bei einem Netlabel obwohl sie sich Jahre zuvor bei der GEMA angemeldet hatten", begründet Peruza den Aufwand. So ist manchen gar nicht bewusst, dass mit einer GEMA-Mitgliedschaft auch jede künftige Veröffentlichung abgabepflichtig wird.
In den vergangenen Jahren haben sich Labels im Internet als legale Alternative zur kommerziellen Musikindustrie entwickelt. Im Gegensatz zu den mittlerweile illegalen Musiktauschbörsen veröffentlichen Netlabels die Musik unter Creative Commons-Lizenzen. So behalten die Musiker die Rechte an ihren Werken und können trotzdem die kostenlose Verbreitung im Internet erlauben.
Immer mehr Musiker nutzen seit Jahren diese Art des Vertriebs und der Promotion und verzichten fast vollständig auf Veröffentlichungen auf CD oder Vinyl. Geld verdienen sie dann zwar nur über Live-Auftritte und Merchandisingprodukte aber umgehen mit den Netlabels die Einschränkungen der etablierten Musikindustrie. Der breiPott versteht sich als Bühne und Promo-Plattform für Netlabels und ihre Musiker.










