(openPR) Berlin, 25. Mai 2007 – Auch in diese Jahr waren wieder über 1.200 namhafte Designer, Typografen und Wissenschaftler aus der ganzen Welt nach Berlin gereist, um sich auf der internationalen Designkonferenz TYPO Berlin einen Rundblick über neue Tendenzen der Branche zu verschaffen. Drei Tage lang widmeten sich die Teilnehmer auf der größten europäischen Designkonferenz dem Schwerpunkt »Music« und erforschten die Schnittstellen zwischen Grafik und Sounds.
Den Auftakt machte der amerikanische Publizist Steve Heller mit einem Blick zurück zu den Anfängen der Cover-Art: In seiner Keynote würdigte er Alex Steinweiss, der als Erfinder des gestalteten Platten-Covers gilt. In Plauderlaune zeigten sich auch zwei weitere Wegbereiter der Cover-Art, die mit kurzweiligen Erinnerungen an eine andere musikalische Design-Zeit zu begeistern wussten: der Schweizer Grafiker Niklaus Troxler, berühmt für seine Jazz-Plakate, und Klaus Voormann, Musiker und Gestalter des legendären Revolver-Covers. Aktuelle Alternative aus dem Online-Musikgeschäft präsentierten dann Tom Gibbons mit interaktiven Booklets und der Journalist und Webdesigner Moritz »mo.« Sauer mit dem Thema Netlabels. Sauer stellte innovative Websites vor, die Musik umsonst zum Download anbieten, und zeigte interessante Wege bei der Verknüpfung von Musik und Design auf.
Mario Lombardo, langjähriger Art-Direktor von SPEX, und Horst Moser, einer der führenden Designer im Bereich des Editorial Designs, sprachen über die grafische Sprache der Musikmagazine. Lombardo überzeugte das Publikum mit seinen phantasievollen Bilder- und Schriftwelten, die dem Musikmagazin in den 90er Jahren eine neue ästhetische Sprache verschafft hatten. Moser zeigte anhand von Beispielen von Rolling Stone bis De-Bug, wie schwierig es ist, Musik über das Coverdesign einer Zeitschrift zu transportieren. Das New Yorker Grafikbüro Psyop begeisterte das Publikum mit ihren Clips, Illustrationen und Werbefilmen voller Poesie und visueller Kraft. Und Regisseur Uwe Flade gab anhand seines Clips für Depesche Mode Einblicke in die Musikvideoszene. Ungewohnte und spannende Einblicke jenseits des Mainstream fanden die Teilnehmer bei Hans Reichel, der mit Beispielen aus der Improvisationskunst verblüffte, und der Chinesin Yang Liu, die in die unbekannte Welt der Peking Oper und deren grafischen Codes entführte.
Um die Wirkung von Musik im Filmen und der Werbung ging es schließlich bei den Vorträgen von Daniel Gjøde und Lars Neckelmann vom dänischen Stupid Studio. Das effektvolle Zusammenspiel aus Design und Musik für den Bereich Marketing und Werbung unterstrich zudem Carl-Frank Westermann mit seinem Referat zum Thema akustische Markenkommunikation.
Erstmalig fand auf der TYPO-Konferenz ein abendliches Musikprogramm statt, das auch Nicht-Konferenzteilnehmer besuchen konnten: Es unterhielten DJ Frank Popp („Hip Teens don’t wear blue jeans“), die einzige Schriftentwerfer-Band der Welt, Wolfraam, die US-Musik und Schrift-Wizards von House Industries und das Berliner Minimal-Elektronik-Duo Meek FM die Konferenz.
Höhepunkt des letzten Konferenztages war die Deutschland-Premiere des Films »Helvetica« im Cubix-Kino am Alexanderplatz. Regisseur Gary Hustwit, der der berühmtesten Schrift der Welt anlässlich ihres 50. Geburtstags ein Denkmal gesetzt hatte, ließ sich für seine charmant inszenierte Collage aus Interviews mit berühmten Typografen und Designern vor ausverkauftem Haus feiern.
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