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Geothermie am Ammersee

20.05.200816:49 UhrEnergie & Umwelt

(openPR) Bodenuntersuchung mit 20 Tonnern im Konvoi

Vibroseismischer Messtrupp sucht Thermalwasser am Ammersee

Regensburg. 20.05.2008 – Seit Anfang dieser Woche arbeiten sich die 20 Tonnen schweren Spezialfahrzeuge der Essener Explorationsfirma DMT GmbH & Co. KG im Auftrag der Geoenergie Bayern GmbH durch den Thermalwasser-Claim am Westufer des Ammersees. Die Vibrationsfahrzeuge erkunden die Thermalwasserlagerstätten im Gemeindegebiet zwischen Utting, Schondorf und Finning. Ziel ist die Nutzung der heißen Quellen in einem hydrogeothermischen Kraftwerk durch die Geoenergie Bayern GmbH aus Regensburg.



Vorort Termin mit den Bürgermeister der angrenzenden Gemeinden

Am Dienstag informierten die Auftraggeber und Projektleiter der seismischen Messtrupps vor Ort über das technisch innovative Explorationsverfahren. Die Ergebnisse der Untersuchungen sollen noch im Sommer über die weitere Nutzung der Bergrechte Aufschluss geben. „Geothermische Energiegewinnung ermöglicht gerade auch in sensiblen Landschaften wie am Ammersee die Erzeugung von sauberem Strom und Wärme aus der Region. Und das klimaschonend und CO2-neutral.“ so Geoenergie Bayern Geschäftsführer Bernhard Gubo.
Zum Pressetermin waren auch die Bürgermeister der angrenzenden Gemeinden geladen, um sich ein persönliches Bild vom Stand der geophysikalischen Messungen im Aufsuchungsgebiet zu machen. Noch bis Ende Juni ist der Exporationskonvoi im Gebiet zwischen Finning Schondorf und Utting unterwegs. Der Messtrupps arbeitet sich hierbei von West nach Ost durch das Erkundungsgebiet.

Das vibroseismische Verfahren

Durch die Vibrofahrzeuge werden seismische Schwingungen erzeugt, welche sich oberflächennah im Erdinneren fortpflanzen und von darunterliegenden Gesteinsschichten reflektiert werden. Die reflektierten Schwingungen werden an der Oberfläche durch die Geophone, elektro-mechanische Wandler, die Bodenschwingungen aufnehmen, gemessen und zu einem dreidimensionalen Bild des Untergrundes zusammengesetzt, mit dem sich mögliche Thermalwasservorkommen bestimmen lassen.
Die Bedingungen im Gebiet des Oberbayerischen Molassebeckens sind hierfür denkbar gut. Die guten Erfahrungen, der durch den technischen Leiter der Geoenergie Bayern für die SWM entwickelten geothermischen Bohrung in Sauerlach, stimmen optimistisch und haben die Investoren bewogen das hohen Explorationsrisiko am Ammersee einzugehen.

Kraftwerk und Stromerzeugung

Sollte die Exploration erfolgreich sein plant die Geoenergie Bayern den Bau eines hydrothermischen Kraftwerks im bergrechtlich genehmigten Aufsuchungsgebiet „Utting“ zwischen Finning, Utting und Schondorf.
„Die Wahl des optimalen Standorts ist nicht nur abhängig von denkbaren Verwerfungen im Untergrund, der förderbaren Wassermenge und -temperatur, sondern vor allem auch von der Akzeptanz in der Bevölkerung“, so Bernhard Gubo. Deshalb werden in den nächsten Wochen zunächst die neu gewählten Gemeinderäte der angrenzenden Gemeinden über die Möglichkeiten der geothermischen Energieerzeugung informiert.
Die Hoffnung der Betreiber ist es über 100°C heißes Wasser aus einer Tiefe von über 3.000 m zu gewinnen. Vier Bohrungen, je zwei Förder- und Reinjektionbohrungen, garantieren einen nachhaltig, stabilen Kreislauf des Thermalwassers. Nach der überirdischen Nutzung wird das unbelastet Wasser in die ursprüngliche Tiefe zurückgepumpt. Die Wärmeenergie betreibt an der Erdoberfläche Generatoren, die klimafreundlichen Strom erzeugen. Die geplante elektrische Leistung liegt hierbei, abhängig vom temperaturbedingten Wirkungsgrad, bei ca. 8 MW. Damit ließen sich ca. 20.000 Haushalte versorgen. Hinzu kommt die effizienzsteigernde Abgabe von Wärme in ein Nahwärmenetz.
Der Platzbedarf eines hydrothermischen Kraftwerkes selbst ist angesichts der erwarteten Leistung mit weniger als einem Hektar eher gering. Die Anlage lässt sich leicht in die Landschaft integriert und zudem der örtlichen Bebauung anpassen.

Bohrzeit und möglicher Baubeginn

Bei geothermischen Lagerstätten in der angenommenen Tiefe geht man von einer Bohrzeit mit anschließender Testphase von ca. 3 Monaten pro Bohrung, also von ca. einem Jahr aus. Würde parallel mit dem Bau des Kraftwerkes begonnen, könnte man eventuell bereits 2010 ins Stromnetz einspeisen und den angrenzenden Gemeinden günstige, preisstabile Wärme anbieten.

Geothermie – was ist das?

Geothermie nutzt die vom glühenden Erdkern ausgehende Erdwärme. Durch Bohrungen gelangen heiße Themalwasser oder -dampf an die Erdoberfläche. Mit dieser Wärmeenergie werden Generatoren betrieben um klimafreundlichen Strom erzeugen oder Fernwärmenetze beschickt.
Je tiefer man bohrt desto heißer sind die wasserführenden Gesteinsschichten. Man kann davon ausgehen, dass in Mitteleuropa die Temperatur in den obersten Erdschichten um ca. 3° C pro 100 m zunimmt. Im Erdkern liegen die Temperaturen etwa zwischen 5000 und 6000°C. Diese in der Erde gespeicherte Wärme ist praktisch unerschöpflich und unabhängig von Wind und Wetter rund um die Uhr verfügbar.

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