(openPR) Es ist schön zu hören, was manche Menschen in ihrer Freizeit so unternehmen. Franz Wanetschek zum Beispiel verteilt Spendengelder der katholischen Kirche seiner Heimatgemeinde Fürstenstein in Tansania, Sambia, Zimbabwe und Südafrika – und das auf eigene Kosten. Mit insgesamt 4000 Euro Spendengelder im Gepäck kam der pensionierte Lehrer Anfang März 2008 nach Afrika, um diese an verschiedene kirchliche Projekte zu übergeben. Den ersten Halt machte er in Tansania, wo er 2000 Euro an ein Waisenhaus übergab, anschließend reiste er weiter nach Sambia und Zimbabwe, wo er sich weitere förderungswürdige Projekte anschaute.
Vor wenigen Tagen ist der 58-Jährige nun in Kapstadt angekommen, um 800 Euro an die „Niall Mellon Townships Initiative“ (NMTI) zu übergeben. Auf das Projekt aufmerksam geworden ist er durch Kapstadt.com. In der letzten Ausgabe unseres Magazins haben wir über dieses Hilfsprojekt berichtet, das es sich zum Ziel gesetzt hat, die klapprigen Hütten in Südafrikas Townships nach und nach durch Steinhäuser zu ersetzen. Schon vor gut sechs Jahren wurde das Projekt von dem Iren Niall Mellon ins Leben gerufen. Seitdem konnten Tausende Häuser in ganz Südafrika gebaut werden.
Wanetschek machte sich vor Ort ein Bild von der Lage und besuchte das Township Imizamo Yethu in Hout Bay, wo dank der NMTI schon ein Großteil der Blechhütten durch Steinhäuser ersetzt werden konnte. „Viele Familien leben aber noch immer in armseligen Blechhütten ohne Toilette und fließend Wasser. Das muss sich ändern“, betont Wanetschek. „Die Menschen, die dort am längsten wohnen, können sich für die NMTI bewerben. Wird ihr Antrag genehmigt, bekommen sie für einen Bruchteil der eigentlichen Kosten eines der Häuser gebaut.“
„Zwar ist die NMTI kein kirchliches Projekt, aber ich konnte unseren Pfarrer trotzdem davon überzeugen. Das Schöne daran ist, dass die Menschen selbst mit anpacken müssen. Die Ziegelsteine werden gemeinsam hergestellt, die Türen und Fenster zusammen eingesetzt, und zu guter Letzt wird das Dach gemeinsam aufgesetzt. Dadurch wird handwerkliches Können weitergeben. Zudem wird das Projekt von vielen Freiwilligen aus Europa unterstützt. Diese Volunteers kommen auf eigene Kosten nach Südafrika, um hier Häuser für die Ärmsten der Armen zu bauen. Eine tolle, förderungswürdige Sache!“ erklärt Wanetschek begeistert.
Die katholische Kirche der kleinen Gemeinde in Fürstenstein in der Nähe von Passau hat auch in den vergangenen Jahren schon mehrere Projekte in Afrika unterstützt. „Die Spenden gingen aber immer an größere Organisationen wie Missio, die das Geld dann an Hilfsprojekte in der ganzen Welt weitergeleitet haben“, so der Fürstensteiner. „Zum ersten Mal haben wir nun Spendengelder direkt vor Ort überreicht. So sehen wir wenigsten, wo das Geld hingeht.“
In den nächsten Wochen wird er sich noch weitere Projekte in Südafrika anschauen, darunter ein kirchliches Schwerbehindertenheim in Umtata. Mitte Mai fliegt er dann wieder nach Deutschland, um neue Spenden zu sammeln. Denn diese Reise war sicherlich nicht seine Letzte.
Möchten Sie Franz Wanetschek mit Spendengeldern unterstützen? Oder interessieren Sie sich für das NMTI Projekt? Schreiben sie an













