(openPR) "Klingt erstmal nach Waldorf-Kindergarten, sollte man aber unbedingt gehört haben." (Emma Goldmann)
"Irgendwann war Punk langweilig, irgendwann wurden Open Mics bieder, irgendwann lag Staub auf der Gitarre, irgendwann hatten Gedichte einfach keine Bewegung mehr. Irgendwann nahmen wir uns eine Groovebox und ein Mikrofon und versuchten mal was Neues. Brecht würde dazu tanzen. Das kannst Du auch!"
Die Beatpoeten veröffentlichen ihr erstes Album
Beatpoeten, wer?
Jan Egge Sedelies ist Autor, Zeitungsredakteur und Literaturveranstalter. Die Schriftstellerin Tanja Dückers lobt Sedelies’ Gedichte in der ZEIT als „angenehm nicht-kulturbetriebsnudelhaft“, die INTRO mag Sedelies’ Angriff auf die Politik im Alltäglichen und die TAZ findet es einfach nur schön, wenn er mit Mikrofonständern wirft. Costa Carlos Alexander ist ein alter Frickler an Groovebox und Chaospad. Als Punkrocker gestartet und DJ gealtert, greift er nun auf elektronische Instrumente zurück, um als Live-FX-Trickser und Elektro-Klanginstallateur bei „B.U.T.Z.E.“ und der „Maximalgang“ für den passenden Beat zu sorgen. Seit 2006 touren sie zusammen als Beatpoeten durch die Republik.
Beatpoeten, was?
Die Beatpoeten formen aus Gedichten und Prosastücken kleine Hörspielminiaturen, Traumreisen und mitreißende Liedtexte. Das Besondere: Die Stimme wird zum begleitenden Instrument, Lyrik wird tanzbar. Während Alexander per Chaospad und Groovebox feingliedrige Melodien produziert, die mal melancholisch, mal treibend, immer rhythmisch daherkommen, performt Sedelies die Texte. Solche Melangen kennt man vielleicht aus dem Hip-Hop-Bereich, aber die Beatpoeten verbinden keine Rapeinlagen mit vorproduzierten Beats: die Beats entstehen live, werden improvisiert und entfalten sich im Zusammenspiel des Duos auf der Bühne. Zudem sind die Texte hintergründig, intelligent, hochpolitsch und trotzdem unterhaltsam. Es geht nicht darum möglichst laut und lästig seine Sicht der Dinge klarzustellen, sondern unprätentiös Geschichten zu erzählen, die berühren. Nicht mehr und nicht weniger. Inhaltlich geht es genauso um die Prozesse zu Genua 2001 oder die Generation Prekariat bis Zukunftsangst, wie das Gefühl, nach zu vielen Bieren allein nach Hause zu wanken ohne Sinn und Sehnsüchten dahinter, um melancholische Momente zwischen Arbeitszeit und Freizeit, um den Ausverkauf des letzten Protests, aber auch um die letzten rosa Delfine im Mekong. Die Beatpoeten bieten keine einfachen Parolen an, aber trotzdem das Gefühl, dass es anders geht, anders möglich ist, zu leben, zu feiern, zu sein.
Beatpoeten, wo?
Seit 2006 geben die Beatpoeten Konzerte. Angefangen als Special-Act bei WG-Partys, Poetry Slams und Mix-Shows sind sie mittlerweile fester Bestandteil der hannoverschen Elektro-Club-Szene - und können auf mehr als 40 Konzerte 2007 zurückblicken. Eine Auswahl:
Stuttgart, Rosenau, Tübingen, Pequenita, Lüneburg, Tatenraum, Berlin, Club der einsamen Herzen, Bastard, Scheinbar Varieté, Hannover, Faust, Béi Chéz Heinz, Silke Arp Bricht, Sector 16, Braunschweig, Nexus, Bielefeld, Falkendom, Potsdam, U24, Hamburg, Clementin Clayonage, Hildesheim, Theatersaal, Kiel, Schaubude, Kassel, Kulturfabrik, Eckernförde, Alte Räucherei, Magbeburg, Café Central ...
In diesem Jahr spielen und spielten sie im Hamburger „Golden Pudel Club“, im Freiburger „Z“, im Ludwigsburger „DemoZ“, im Frankfurter „Bett“, auf dem „Mondfahrertreffen“-Festival, dem größten alternativen Stadtfest in Norddeutschland, dem „parklokal“ und dem 25. „Fährmannsfest“ in Hannover. Derzeit planen die Beatpoeten ein „barrierefreies“ Konzert für Menschen mit Behinderungen, Konzerte in Marburg und Stuttgart und weitere Festival-Besuche.
Facts CD „Unterwegs
Künstler: Beatpoeten
Titel: Unterwegs
Label: Sprechstation
Gesamtspielzeit: 63Minuten (10 Tracks)
Digipack, 20-seitiges Booklet
ISBN: 978-3-939055-07-5
Release: 01.04.08
Weitere Information, Hörproben & Videos:
www.myspace.com/beatpoeten
http://www.youtube.com/watch?v=i-2csmroA1o
Pressestimmen zu den Beatpoeten:
„Alexander ist Skater, DJ, Elektrobeat-Frickler und Ex-Mitglied der Punk-Trash-Indie-Band Systamtik. Wo Spoken Word und Slam-Poetry sich gerade aus dem Untergrund verabschieden und Mainstream werden, pocht Egge auf das Untergründige, Widerständige einer Poesie, die sich einem an den Verhältnissen irr gewordenen Scardanelli (aka MC Hölderlin) ebenso verpflichtet fühlt wie dem Agitprop eines „Roten Sprachrohrs.“
KIELER NACHRICHTEN
„Auch wenn die gesellschaftskritischen, mitunter etwas surreal anmutenden Texte die zentrale Komponente des Werkes der Beatpoeten darstellen: Zu vollem Leben erweckt wurden sie erst durch Sedelies’ lebhafte und zuweilen wild gestikulierende Vortragsweise. Vom gehauchten Wort über sonoren Sprechgesang bis hin zur heraus gebrüllten Text-Passage zeigte Sedelies auf eindrucksvolle Weise, dass er alle Facetten der Intonation spielend beherrschte. Dazu lieferte DJ Alexander alias „Surfer", „Hibbelkopf" und „Frickler" kongeniale Sound-Tüfteleien im Stile der Neuen Deutschen Welle.“
WESTFÄLISCHE NACHRICHTEN
„Jan Egge Sedelies, Agit-Proper und Bühnenpunk von eigenen Gnaden, und Costa Carlos Alexander an der elektronisch pochenden Groovebox legen die Messlatte hoch – zumindest, was die Performance betrifft. Mit wild funkelnden Augen umklammert Egge stoßatmend den Mikroständer und lässt die Worte wie Maschinengewehrsalven aus dem Mund rattern. Seine ironisch-kritischen Texte heißen Leben im Bücherschrank oder Erinnerungsverwalter und haben in ihrem spielerischen Zorn über die allgemeinen und persönlichen Zustände etwas Nostalgisches.“
LÜBECKER NACHRICHTEN
"Klingt erstmal nach Waldorf-Kindergarten, sollte man aber unbedingt gehört haben."
HESSISCHER RUNDFUNK











