(openPR) Förderung jedoch nur erster Schritt / VDP fordert nachhaltige Finanzierungsstrategie
Berlin. Die Bundesregierung will die berufliche Weiterbildung stärker fördern: Nach Angaben des Bildungsministeriums können Menschen mit mittlerem oder geringem Einkommen künftig auf staatliche Weiterbildungsunterstützung in Höhe von maximal 154 Euro pro Jahr zurückgreifen. Neben dieser sogenannten „Bildungsprämie“ soll ein einkommensunabhängiges Weiterbildungsdarlehen eingeführt werden. Der Bundesverband Deutscher Privatschulen e.V. (VDP), der neben allgemein bildenden und berufsbildenden Schulen auch rund 1.000 private Weiterbildungseinrichtungen vertritt, begrüßt die Entscheidung der Bundesregierung grundsätzlich: „Mit Bildungsprämie und Weiterbildungsdarlehen zur Förderung der individuellen Weiterbildungsbereitschaft setzt die Regierung ein wichtiges Signal in der Debatte um Lebenslanges Lernen“, kommentiert VDP-Bundesgeschäftsführerin Julia Schier den Kabinettsbeschluss. „Insbesondere begrüßen wir die Tatsache, dass auch und gerade die sogenannten Niedrigverdiener künftig in die Förderung einbezogen werden sollen.“
Jedoch sei die geplante Förderung nur ein Schritt in die richtige Richtung: „Mit einer jährlichen Maximalfinanzierung von 154 Euro durch die Bildungsprämie lässt sich eine langfristig angelegte Weiterbildung nicht finanzieren“, so Schier. Darüber hinaus sei es wichtig, anstelle einzelner Maßnahmen wie der geplanten Bildungsprämien und Weiterbildungsdarlehen eine umfassende und nachhaltige Strategie des Lebenslangen Lernens zu entwickeln, wie sie der VDP seit langem fordere: „Lernen im Lebenslauf muss als gesamtgesellschaftliche Aufgabe wahr- und ernst genommen werden“, betont Schier. „Im Rahmen eines umfassenden Weiterbildungsgesetzes könnten bereits bestehende Maßnahmen gebündelt und zu einer solchen nachhaltigen Strategie zusammengefasst werden.“
Außerdem müsse mit einer transparenten und besonders im regionalen Bereich gut vernetzten Bildungsberatung dafür gesorgt werden, dass gerade die einkommensschwächeren und bildungsferneren Gesellschaftsgruppen erreicht würden. „Ein leicht zugängliches und dabei umfassendes Beratungsangebot ist wesentlich, um Weiterbildungsmotivierte auch wirklich zu unterstützen“, so die Bundesgeschäftsführerin.

















