(openPR) – 25. April 2008 – Düsseldorf. Mit einer sinnvollen Auslagerung von Aufgaben und kleineren Projekten können die etwa 18.700 deutschen Unternehmen des produzierenden Gewerbes mit mehr als 50 Mitarbeiten ein Effizienzsteigerungspotenzial von nahezu 580 Millionen Euro pro Jahr realisieren. Berechnet hat dies die Collective IQ Ltd., Düsseldorf. Dabei könnte jedes einzelne der Unternehmen ein Effizienzsteigerungspotenzial von über 30.000 Euro pro Jahr ausschöpfen. „Viele Mitarbeiter im mittleren und höheren Management dieser Unternehmen befassen sich mit Aufgaben, für die sie überqualifiziert sind“, erläutert Gründer und Geschäftsführer Arne Stoschek. Gemeinsam mit seinem Mitgründer Nils Dreyer betreibt er seit wenigen Monaten die Vermittlungsplattform netjobbing.de.
Dreyer führt gern ein selbst erlebtes Beispiel aus dem Alltag an: „Ein 50jähriger Vertriebsleiter „googelt“ einen ganzen Tag die Daten der Wettbewerber, um sie anschließend selbst mehr schlecht als recht in einer Präsentation als Wettbewerbsstudie zusammen zu fassen“. Während der Erledigung dieser Aufgabe führt der Vertriebsleiter nach Dreyers Ausführungen kaum Gespräche mit Kunden oder Mitarbeitern. Diese Situation sei täglich in vielen Unternehmen zu beobachten, so die Erfahrungen von Dreyer und Stoschek.
Abhilfe soll nach ihrer Meinung das Experten-Vermittlungsportal netjobbing.de schaffen. „Dabei greifen die Unternehmen auf externe Kapazitäten von Freiberuflern oder Agenturen zurück“, erläutert der Diplom-Ökonom Dreyer. Viele der kleineren Projekte lassen sich von diesen wesentlich günstiger und schneller realisieren. Und: Der jeweilig betroffene Mitarbeiter könne in dieser Zeit wertschöpfend tätig sein.
„Die Unternehmen schreiben dazu ihre Projekte auf unserer Plattform aus. Die dafür zur Verfügung stehenden Experten bewerben sich mit ihrem Profil und ihren Referenzen. Nach der Entscheidung für einen Anbieter wird das Projekt erledigt. Anschließend bewerten beide Partner die gegenseitige Zusammenarbeit“, erklärt Betriebswirt Stoschek. Projekte kleinerer Größenordnung sehen die Gründer in nahezu allen Unternehmen: Von Übersetzungen, Erstellen von Internet-Seiten, Marktrecherchen oder Vorbereitungen von Veranstaltungen.
Die Kosten für die Ausschreibung sind gering: Auftraggeber bezahlen für die Vermittlung nur 12 Euro; und dies auch nur, wenn sich für das Projekt ein qualifizierter Anbieter gefunden hat. Der Experte bezahlt für die erfolgreiche Vermittlung eine Provision von zehn Prozent der Auftragssumme an netjobbing. Sollte die Vermittlung eine längere Zusammenarbeit ergeben, gibt es eine Sonderregelung. Weitere Informationen unter www.netjobbing.de
Hintergrund:
Die Vermittlungs-Plattform netjobbing.de ist nach einer etwa zweijährigen Entwicklungsphase seit wenigen Monaten online. Gründer des Unternehmens sind Diplom-Ökonom Nils Dreyer (29), und Betriebswirt Arne Stoschek (30). Beide arbeiteten lange als Freiberufler und sind nun Geschäftsführer der Collective IQ Ltd.
Derzeit sucht das Unternehmen Kooperationspartner zum weiteren Ausbau der Plattform. Neben einem Gründerpreis des Bundesministeriums für Wirtschaft und Technologie hat das netjobbing-Konzept auch den 2. Preis beim Gründerwettbewerb „Bochum 2015“ gewonnen.
Zu den Berechnungen:
Angenommen wurden etwa 18.700 Unternehmen in Deutschland des produzierenden Gewerbes mit mehr als 50 Mitarbeitern. Die Kosten pro Stunde für das mittlere und höhere Management wurden dabei mit 63,- Euro pro Stunde beziffert. Die auslagerungsfähigen Tätigkeiten wurden mit vier Stunden pro Unternehmen und Tag angenommen. Demzufolge ergibt sich ein Marktvolumen von über einer Milliarde Euro. Beim Einsatz von netjobbing ergibt sich daraus ein Effizienzsteigerungspotenzial von 580 Millionen Euro. 360 Millionen Euro entfallen auf die Entlohnung der Experten, etwa 6o Millionen Euro auf die netjobbing-Provisionen.






