(openPR) B E R L I N
12.Juli 12 Uhr
Tag der Langen Tafel und 2. Akt,
das große Spaghettiessen
Aller guten Dinge sind 3:
Im dritten Jahr der Langen Tafel Bergmannstraße wird nun mit zwei weiteren Tafeln im Herzen Berlins - in Kreuzberg und Nord-Neukölln, im geografischen Dreieck der drei Kieze Reuterkiez - Graefekiez - Bergmannkiez - die Tradition der Langen Tafeln für Berlin gegründet.
Die Schirmherren sind die beiden Bezirksbürgermeister Heinz Buschkowsky (Neukölln) und Dr. Franz Schulz (Kreuzberg.
Einladung:
Vielen ist ja die medienfreundliche Inszenierung des Spaghettiessens unter freiem Himmel an der 200m langen Tafel, der 2. Akt, bekannt. Erstmals öffnet sich jetzt die Lange Tafel auch schon im 1. Akt für die Presse.
Kommen Sie zu einer der 21 Gesprächsrunden im 1. Akt und unterstützen Sie mit Ihrer Öffentlichkeit den innovativen Geist der Langen Tafel.
Was erwartet Sie bei der Langen Tafel im 1. Akt:
Hier agieren Schüler in der Rolle als Chronisten und erheben das kollektive Wissen unserer Großeltern-Generation. Dieser Dialog der Generationen hat integrative Kraft.
Aktiv sind diesmal 275 Schüler aus 9 Schulen mit 10 Klassen und ihren Lehrern. Mit insgesamt 72 Workshops bereiten Isabella Mamatis und ihr Vereinsteam vom Lange Tafel e.V. die Schüler auf ihre Rolle als Chronisten vor. Ziel des 1. Aktes ist es, dass die Schüler in Folge von 21 Gesprächsrunden mit Zeitzeugen eine Chronik mit ca. 1500 großen und kleinen Geschichten des Lebens unserer Großeltern-Generation schreiben. Den Chor des kollektiven Wissens unserer Großeltern zum Sprechen zu bringen, damit ihre Geschichten für die Zukunft gehört und aufgeschrieben werden ist sicherlich ein wesentlicher Aspekt, den die Inszenierung der Lange Tafel zum Ziel hat, aber bei Weitem nicht alles. Der Dialog zwischen den Generationen schafft ein lebendiges Geschichtsbewusstsein bei den Schülern aller Ethnien und hat zudem integrative Kraft.
"Ich hätte niemals gedacht, dass diese alten Menschen auf der Straße so schwere Zeiten durchgemacht haben, daran muß ich jetzt immer denken, wenn ich sie sehe." ( Memeth, ein Schüler, bei der Aus-wertung der Langen Tafel -Bergmannstraße 2007). Oder: "Wir wussten gar nicht, dass die Alten auch so auf der Straße herum-laufen, so wie wir, als Jugendliche, wir haben sie gar nicht richtig wahr-genommen." (mehrere Schüler aus dem Reuterkiez bei einem Feedback nach dem Detektivspiel, bei dem sie alte Menschen auf der Straße beobachtet hatten).
Die Arbeit mit den Schülern im 1. Akt hat viele Aspekte: Sie gehen von Empathie, sozialer Kompetenz, Gewaltprävention bis hin zu Berufs vorbereitenden Maßnahmen. Das Kurrikulum der 14 Workshops vermittelt strukturiertes Wissen, das mit spielerischen und theatralen Methoden Schüler auf die Kommunikation im Berufsleben vorbereitet: Großer Wert wird dabei auf die Selbst- und Fremdwahrnehmung gelegt. Dazu kommen u.a. Sprachkompetenz, Präsentation, Formulararbeit, Teamarbeit und der Kontakt zu außerschulischen Insti-tutionen. Ein Dankeschön für das große Engagement der beteiligten Senioreneinrichtungen, der Migrantenvereine und Nachbarschaftsorganisationen, ohne die der Kontakt zu den zum Teil sehr alten Bürgern unserer Kieze, aber auch zu den Senioren der Zuwanderer nicht möglich wäre. Auch den privat engagierten Personen, die ins Klassenzimmer kommen oder sich außerhalb mit den Schülern in kleinen Gruppen treffen, sei hier schon einmal herzlich gedankt.
Ihre Namen und die Termine der Gesprächsrunden entnehmen Sie bitte der Webseite: www.lange-tafel.de.
Mit herzlichen Grüßen,
Isabella Mamatis,
Projektleitung, Initiatorin und Vorstandsvorsitzende des
Lange Tafel e.V.







