(openPR) Baywobau investiert rund 90 Mio. Euro zwischen Zwinger und Frauenkirche
Jetzt geht es Schlag auf Schlag. Erst am 11. April übergaben Vertreter des Freistaates Sachsen der Baywobau Dresden nach Abschluss der archäologischen Grabungen die knapp 6.000 qm große Fläche im Herzen Dresdens. Nur fünf Tage später wurde bereits der Gewinner des Architektenwettbewerbs gekürt, der sich gegen 16 andere Büros erfolgreich durchsetzen konnte. Es geht um nichts Geringeres als den Neubau des so genannten Quartiers VIII, das an prominenter Stelle zwischen Dresdner Zwinger, Frauenkirche und direkt am Stadtschloss liegt und seit 1945 eine kriegsbedingte Brache ist. In den vergangenen 60 Jahren diente die Fläche lediglich als Parkplatz.
Erst vor einem Jahr in die Selbstständigkeit gestartet, bewarb sich auch der Dresdner Architekt Philipp Herrich mit seinem Team „Stellwerk-Architekten“ bei dem Wettbewerb und belegte den mit 16 000 Euro dotierten ersten Platz.
„Die jungen Wilden haben nach Meinung der Jury die äußerst sensible Situation am Neumarkt besonders gut erfasst und im historischen Kontext umgesetzt“, lobt Berndt Dietze, Geschäftsführer der Baywobau Dresden. Auch die Jury-Vorsitzende Canan Rohde-Can, die selber als Architektin in der sächsischen Landeshauptstadt tätig ist, zollt den Siegern höchstes Lob. So sei die Vorgabe der Baywobau, die ein modernes Wohnareal in das historische Ambiente unter dem Motto „Licht, Luft und Sonne“ implementiert sehen wollte, umgesetzt worden. Bei seiner Arbeit falle besonders „die Hofgestaltung mit Wasserbecken und Toranlage auf, die eine eher ungewohnte Privatheit in der historischen Innenstadtlage erlaubt.“ „Uns hat es großen Spaß gemacht“, freut sich Siegerarchitekt Herrich, dem die besondere Situation im Herzen Dresdens durch seine Tätigkeit als Mitarbeiter von Kai von Döring (Quartier an der Frauenkirche) bestens bekannt ist. Der zweite Platz ging an die Architekten Kellner, Schleich, Wunderling aus Hannover und den dritten Platz belegte das Büro von Bernhard Winking aus Berlin.
Bereits im Mai soll, so die Planung von Baywobau-Chef Berndt Dietze, der Bauantrag eingereicht werden, der Spatenstich ist für Anfang September vorgesehen. Die vorgelegte Planung sieht aktuell ein Investvolumen von rund neun Millionen Euro für die etwa 20 Eigentumswohnungen vor. Mit Grundrissen zwischen 80 bis hin zu 220 Quadratmetern sowie prognostizierten Quadratmeterpreisen zwischen 3.000 und 3.600 Euro liegen die Dresdner damit noch ein ganzes Stück niedriger als vergleichbare exklusive Immobilien in München, Düsseldorf und Hamburg. „Bereits Mitte 2010 könnte“, so Dietze abschließend, „Einzug gefeiert werden.“ Erfahrungswerte aus den bereits in den vergangenen Jahren erfolgreich abgeschlossenen vier Bauvorhaben rund um die Frauenkirche würden ihn in dieser Auffassung bestärken.
Neben dem Wohnungsbereich investiert die Baywobau weitere 80 Millionen Euro in den gewerblich zu nutzenden Bereich des Quartiers VIII. Hier soll neben Büros und Ladenlokalen sowie Gastronomieflächen vor allem ein Fünf-Sterne-Hotel für die renommierte Swissotel Gruppe entstehen.









