(openPR) Die Eingabefrist hat gerade begonnen: Mit dem erstmals 2009 zu verleihenden „Hohenemser Literaturpreis für deutschsprachige AutorInnen nichtdeutscher Muttersprache“, der auf eine Idee des Autors Michael Köhlmeiers zurückgeht, sollen in der Stadt Hohenems (Vorarlberger Rheintal) neue Akzente gesetzt werden: Neben einem Hauptpreis von 10.000 Euro wird ein Anerkennungspreis von 3000 Euro vergeben.
Die im „Dreiländereck“ zwischen Österreich, Deutschland und der Schweiz gelegene Stadt Hohenems ist seit jeher durch einen regen kulturellen Austausch und durch grenzüberschreitende Beziehungen gekennzeichnet. Seien es die europäischen Verbindungen der Hohenemser Grafen, die Bildung einer jüdischen Gemeinde im 17. Jahrhundert oder die Arbeitsmigration der letzten Jahrzehnte, die zu einer großen Zahl neuer Bürgerinnen und Bürger nichtdeutscher Muttersprache geführt hat: Geschichte und Kultur von Hohenems wurden stets durch Zuwanderung geprägt. Mit dem Literaturwettbewerb soll dieser Geschichte, die in einer langen europäischen Tradition steht, auf besondere Art Rechnung getragen werden.
Idee und Zielsetzung des Preises
Integration ist eine Chance zur kulturellen Bereicherung einer jeden Gesellschaft, die von der Vielfalt lebt. Migrantischen Kulturschaffenden und dem, was sie an Neuem und Unerwartetem einbringen, wird daher mit diesem Literaturwettbewerb ein Forum gegeben. Die Literatur und die deutsche Sprache profitieren von Einwanderung und kulturellem Wandel, gleichsam sind sie wiederum auch selbst Träger gemeinsamer Werte und Basis eines produktiven Zusammenlebens.
Der mit insgesamt 13.000 Euro dotierte und in Zusammenarbeit mit Sponsoren vergebene Hohenemser Literaturpreis soll beitragen, die kulturelle Vielfalt der auch von Einwanderung geprägten deutschsprachigen Literaturszene hervorzuheben. Er wird erstmals im Juni 2009 und in Folge alle zwei Jahre verliehen. Eine fünfköpfige Jury, bestehend aus Michael Köhlmeier, der den Impuls für den Preis gab, sowie Zsuzsanna Gahse, Anna Mitgutsch, Doron Rabinovici und Zafer Senocak, zeichnet für die Auswahl der besten Texte verantwortlich.
Die Ausschreibung des Preises richtet sich an deutschsprachige Autorinnen und Autoren nichtdeutscher Muttersprache, unabhängig von Alter, Geschlecht, Wohnort oder bereits veröffentlichten Arbeiten. Eingereicht werden können bis dahin nicht publizierte, deutschsprachige Prosatexte im Umfang von maximal zehn Seiten. Diese sollen in literarisch überzeugender Weise nicht nur migrantische Erfahrungen, sondern in freier Themenwahl das Ineinandergreifen verschiedener kultureller Traditionen und biographischer Prägungen vor dem Hintergrund einer sich beständig wandelnden Gegenwart thematisieren – einer Gegenwart, in der Sprache und Literatur wie auch Identität keinesfalls als Konstanten anzusehen sind.
Preisgeld und Preisverleihung 2009
Der 1. Preis ist mit 10.000 Euro dotiert; zusätzlich wird ein Preis für eine weitere hervorragende Einreichung in Höhe von 3.000 Euro vergeben. Als Anerkennung überzeugender literarischer Leistungen wählt die Jury zusätzlich Einsendungen für eine mögliche Publikation aus. Die Verleihung der Preise findet am 20. Juni 2009 in Anwesenheit der GewinnerInnen und der Jury in Hohenems statt.
Einreichung für den Literaturpreis 2009
Die Einreichungen müssen auf dem Postweg erfolgen. Neben dem maximal 10-seitigen Manuskript (Maschinenschrift), das keine Angaben zum Autor/zur Autorin enthalten darf, ist eine Biographie inkl. Adresse, Telefonnummer und E-Mail-Adresse, sowie eine Liste bisheriger Veröffentlichungen beizulegen. Die einzelnen Blätter sind mittels einer beliebigen, aber durchgehend identischen, fünfstelligen Zahl am rechten unteren Seitenrand zu markieren. Die Unterlagen sind in 6-facher Ausfertigung einzureichen. Es kann nur ein Text je Preisverleihung eingereicht werden, unvollständig oder falsch eingereichte Unterlagen finden keine Berücksichtigung. Es erfolgen keine Eingangsbestätigungen oder Rücksendungen. Nach der Entscheidung der Jury werden alle Teilnehmerinnen und Teilnehmer umgehend informiert.
Mit der Einreichung eines Manuskriptes erkennen die AutorInnen die Teilnahmebedingungen an: Sie sind ursprünglich nicht deutscher Muttersprache, haben den Text selbst verfasst und sind bereit, ihn für die Veröffentlichung in einer Anthologie oder im Zuge der Berichterstattung unentgeltlich zur Verfügung zu stellen; als GewinnerInnen werden sie ihn selbst im Rahmen der Preisverleihung lesen. Die Texte dürfen bis zum Zeitpunkt der Preisverleihung in keiner anderen Form publiziert werden. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.
Der Einsendeschluss für den Hohenemser Literaturpreis 2009 ist der 15. September 2008.
Kontakt und Anschrift für Einsendungen
Amt der Stadt Hohenems
Kulturamt, Mag. Martin Hölblinger
Kaiser-Franz-Josef-Straße 4
6845 Hohenems
Österreich
Telefon: +43 (0) 5576 / 7101-1131
E-Mail:









