(openPR) Leipzig, 14. April 2008: Die Galerie „Hoch+Partner“ im Leipziger Tapetenwerk eröffnet am Mittwoch, 30. April um 19 Uhr die Ausstellung „VERSUS – Frühjahrsauslese“, die Holzschnitte und Arbeiten in Hochdrucktechnik von 12 Künstlern miteinander in Beziehung setzt.
In ihrer neuen Ausstellung reagieren die Mitglieder der Leipziger Künstlergruppe Hoch+Partner mit druckfrischen Arbeiten auf Werke von Kollegen, die ebenfalls in der Technik des Hochdrucks entstanden sind. In sechs voneinander getrennten Abteilungen treten einzelne Arbeiten, Werkgruppen oder Zyklen von je zwei Künstlern in ein kontrastreiches oder sich ergänzendes formales Zusammenspiel. Aber auch inhaltliche, emotionale oder persönliche Beziehungen können Ausgangspunkt des jeweiligen künstlerischen Mit- oder Gegeneinanders sein.
So hat sich Susann Hoch den Holzschnitt „Lauter Liebe“ von Angela Hampel als Ausgangspunkt für ihre Auseinandersetzung gesucht und begründet diese Wahl so: „Angela Hampels Arbeiten gehören zu jenen, die wichtig waren für meine eigene künstlerische Entwicklung. Nach wie vor sprechen mich die erotische Körperlichkeit und die emotionale Aufladung ihrer Bilder sehr an. Einen Ausdruck für die Ambivalenz von Verletzlichkeit und starker seelischer Energie zu finden – das war es, was mich in meiner Arbeit interessierte.“
In den anderen Zweierkonstellationen dieses Ausstellungsprojektes stehen sich die farbintensiven Arbeiten von Gabriele Sperlich und Susanne Werdin gegenüber. Stephanie Marx lässt ihre Mischwesen aus Tier und Maschinen mit den zeichnerisch verspielten Phantasiefiguren von Robert Schmiedel in Beziehung treten. Stefan Knechtel setzt sich mit dem Werk eines unbekannten Meisters aus dem Japan des 17. Jahrhundert auseinander und Harald Alff stellt den figurativ-poetischen Bildwelten von Anke Theinert seine skurrilen, abstrakten Comics entgegen.
Neben diesen Konstellationen zwischen den Mitgliedern der Künstlergruppe Hoch+Partner und ihrem jeweiligen VERSUS-Partner wird es auch eine mit zwei Gastkünstlern geben. Knut Müllers „Koordinaten“-Zyklus, eine Sammlung von Landkarten zu imaginären Orten, wird dabei den „Metamorphosen“ von Andreas Kramer gegenüberstehen. „Dabei hat uns vor allem das gekonnte Austarieren von transparenten, lasierenden und deckenden Farbschichten beeindruckt, die den Holzschnitten der beiden eine jeweils unverkennbare Intensität gibt.“ - erklärt Susann Hoch.
Über die einzelnen spannungsreichen Zweierkonstellationen hinaus, gestattet diese Ausstellung dem Betrachter einen umfangreichen Einblick in die inhaltliche und formale Vielfalt des zeitgenössischen Hochdrucks.





