(openPR) „Geiz ist nicht immer geil! - Angebote für Schnäppchensucher macht die Tourismusbranche reichlich: Urlaubsgeld, Partner- und XXLbonus, online- und lastminute-Rabatte, Bonuspunkte und Meilen, Frühbuchervorteile, Aktionspreise, Kinderfestpreise und Gratisnächte gibt es fast überall,“ sagt Dr. Gunnar Joachimsohn, managing director von „inexsu“ und ergänzt „Aber welcher Kunde will den Seniorenrabatt? – Welcher Kunde möchte wirklich als „Senior“ angesprochen werden und das häufig schon mit 50?“
„Seit der „Brand Power Studie“ [Roland Berger] weiss man, dass mit zunehmendem Alter die „Geiz ist geil“- und „thrill & fun“-Mentalität einem eher konservativen Konsumprofil weicht,“ konstatiert Dr. Alfons Niebuer, Mitglied des Vorstands der Strategieberatung SMP AG und Partner im Netzwerk „inexsu“. Niebuer fährt fort: „50plus weist durchschnittlich eine geringere Preissensitivität auf und favorisiert Leistungskriterien wie „Service“ und „Qualität“. Laut einer Untersuchung von Prof. Bloching waren 2007 nur 7% der Marken gut oder sehr gut an die Erwartungen und Bedürfnisse der älteren Konsumenten
angepasst, 71% hingegen schlecht oder sehr schlecht.“
„Dies erklärt die Existenz des Seniorenrabattes ein wenig, aber macht auch deutlich, dass viele Unternehmen die zukünftige Bedeutung der Zielgruppe noch nicht erkannt haben,“ stellt Joachimsohn fest und ergänzt: „Testierte Qualitätssicherung in der Touristik, beispielsweise Prüfzeichen wie „Medical Wellness“ und „Certified Cruise Quality“des TÜV Rheinland und community-Plattformen wie „holidaycheck.de“ werden zukünftig häufiger die Kaufentscheidung von 50plus-Kunden beeinflussen.“
„Mit einem Seniorenrabatt wertet man das Produkt gegenüber der lebenserfahrenen und kritischen Konsumentengruppe 50plus faktisch ab. Für Konsumenten stellt der Preis auch immer ein Äquivalent für den Nutzen bzw. Wert des Produktes dar. Zunehmende Finanzstärke der Zielgruppe 50plus wird zukünftig die Wirksamkeit von Preisnachlässen reduzieren. Dies gilt auch, aber nicht nur für die Tourismuswirtschaft“, sagt Niebuer.
„Das gehobenere Preissegment zu erreichen und sich damit von der „Geiz ist geil“-Mentalität abzuwenden, machen Modeketten mit ihren Flagshipstores vor. Aber das geht noch weiter, bis Aldi & Co.“, sagt Joachimsohn voraus und weist u.a. auf die Premium-Strategie von Tchibo hin, deren neues Designer-Label „Mitch & Co.“ gezielt auch 50plus-Kunden ansprechen soll.












