(openPR) Zum Beschluss des Bundeskabinetts vom März 2008, zu einer außerordentlichen Erhöhung der Renten sagt Carsten Röttgers, Vorsitzender des Bundesverbandes der Handwerksjunioren: „Mit der Anhebung der Rente nach Manipulationen an der Rentenformel versucht die Bundesregierung ganz offensichtlich, einmal mehr für eine bessere Stimmung unter den 20 Millionen Rentnern zu sorgen. Dabei ist die Rentenformel kein Selbstzweck und orientiert sich nicht an Verteilungsgerechtigkeit, sondern soll die Generationengerechtigkeit auf lange Sicht garantieren. Sie dient dem Ziel, einen gerechten Ausgleich zwischen Jung und Alt herzustellen. Genau der ist aber jetzt in Gefahr.“
Dabei ist es gut und sinnvoll, auch die Rentner am Aufschwung zu beteiligen. Aber die Kosten der für den einzelnen Rentner marginalen Erhöhung um 0,54 % summieren sich auf rund 12,5 Milliarden Euro. Damit wird der Beschluss der Bundeskabinetts zum Eingriff in die Einkommensverteilung zwischen den großen gesellschaftlichen Gruppen. Denn was die Rentnergeneration gewinnt, müssen die heute Erwerbstätigen aufbringen. Hier wird der Generationenvertrag angetastet, der mit der Rentenformel zukunftsfest gemacht werden sollte. So fällt die Große Koalition all denjenigen in den Rücken, die heute als Erwerbstätige die Hauptlast der Rentenanpassungen tragen müssen. „Nicht nur der jungen Generation, sondern all denjenigen, die heute in die Sozialversicherung einzahlen, werden zusätzliche Beiträge für höhere Zahlungen an die heutigen Rentner zugemutet – obwohl für die Geburtenjahrgänge 1942 – 1996 ein Absinken des Rentenniveaus von derzeit 63 auf dann nur noch 43 % des Nettoeinkommens in den nächsten 30 Jahren prognostiziert wird. Das ist eine erstaunliche politische Fehlleistung auf Kosten der heutigen Beitragszahler,“ so der Vorsitzende der Handwerksjunioren.
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