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Stefan Niggemeier und Friedrich Sieburg

07.04.200812:43 UhrKunst & Kultur

(openPR) Gegengift über die schwindende Macht der Meinungsverleiher und die Demokratisierung des Journalismus durch das Internet

Bonn/Pfaffenhofen – Einige etablierte Journalisten können es einfach nicht fassen. Da erdreisten sich doch in der Tat Blogger und ähnliches Volk und tun ihre eigene Meinung im Internet kund. Das ist augenscheinlich zu viel für diejenigen unter den Journalisten, die gern von oben herab dem Volke sagen, was es zu denken hat und welche Themen wichtig sind. Michael Ludwig widmet sich in der aktuellen Ausgabe der Zeitschrift Gegengift gegengift-verlag.de den so genannten „Meinungsverleihern“. So ließ Hans-Ulrich Jörges vom Stern stern.de, eigentlich ein recht vernünftiger Mann und bissiger Kommentator, verlauten: „Die guten Redaktionen sollten ihre Siele geschlossen halten, damit der ganze Dreck von unten nicht durch ihre Scheißhäuser nach oben kommt.“ Mit dieser etwas unfeinen Wortwahl argumentierte Jörges gegen die Möglichkeit, dass „stinknormale“ Leser auf den Online-Seiten der Zeitungen, Zeitschriften und Magazine Kommentare schreiben. Geht ja auch nicht, schließlich haben die keine ordentliche Journalistenschule besucht, schnorren nicht bei Buffets und nutzen ihren Journalistenausweis nicht für allerlei Vergünstigungen.



Stefan Niggemeier von der Frankfurter Allgemeinen Sonntagszeitung (FAS) http://www.faz.net sind – so berichtet Ludwig – die teilweise wütenden Kommentare über Ausländerkriminalität und den Islam zuwider. Es stellt sich nur die Frage, ob es besser ist, das Ganze unter dem Deckel zu halten. Beim Thema Ausländerkriminalität hatten sich bekanntlich viele Medien sehr lange zurück gehalten, angeblich, um kein Wasser auf die Mühlen der Rechtsradikalen zu laden. Doch irgendwann bahnen sich Themen einfach ihre Bahn, da kann auch Niggemeier nichts dran ändern, der mit seiner Seite Bildblog http://www.bildblog.de auch mal gern den Hausmeister gibt, der darauf achtet, dass bei Deutschlands größter Boulevardzeitung auch ja keine Fehler gemacht werden.

Henryk M. Broder hat zu dieser Art des „Medienjournalismus“ in der Welt http://www.welt.de schon alles Nötige gesagt: „Die alte Geschichte fiel mir wieder ein, als ich vor kurzem bei einer Preisverleihung in Berlin zufällig Stefan Niggemeier kennen lernte, den ‚Medienjournalisten’ und Mitherausgeber des Bildblog. Während ich Bild beinah täglich lese, habe ich den Bildblog noch nie besucht. Jetzt habe ich es doch getan und das Prinzip schnell verstanden. Es ist nicht ‚Medienkritik’, es ist gelebtes Junkietum. Niggemeier ist von Bild fasziniert, so wie die Volkswartbund-Rentner von dem ‚Schweinkram’ fasziniert waren, dem sie nachstellten. Man könnte auch von einer Frustration sprechen, die nach einem Ventil sucht.“

In früheren Zeiten hatte man all diese Probleme noch nicht. Es gab noch kein Internet, keine Blogger, und auch der Boulevardjournalismus sah noch ganz anders aus. In der mehrteiligen Reihe über in Vergessenheit geratene Journalisten porträtiert Ansgar Lange den Publizisten Friedrich Sieburg. Dieser sei ein „Lebemann, politischer Dilettant und Wortkünstler“ gewesen. Im vergangenen Jahr hat Cecilia von Buddenbrock eine Art Biographie des FAZ-Literaturpapstes der 50er Jahre vorgelegt. Bekannter dürfte der Frankreich-Freund, dessen Verhältnis zum „Dritten Reich“ als hochproblematisch gelten muss, dadurch nicht geworden sein. Heute schreiben eben in der „Zeitung für Deutschland“ Redakteure vom Format eines Stefan Niggemeier. Kein Sieburg, nirgends.

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