(openPR) Aufgrund der überaus interessanten staatlichen Anreize sowie der Realisierung von ähnlichen größeren Photovoltaikprojekten in den Nachbarländern mit ähnlich hohen Sonneneinstrahlwerten (z.B. Spanien), befindet sich Italien derzeit in einem wahren Photovoltaik-Boom. Die liegt auch insbesondere daran, dass, bedingt durch die Änderung des italienischen Gesellschaftsrechts, seit dem 01.01.2004 Gesellschaftsgründungen in Italien einfacher, schneller und günstiger als bisher durchzuführen sind. Hinzu kommt auch, dass Nachbarländer mit einem vergleichsweise ähnlich hohen Sonneneinstrahlfaktor, wie beispielsweise Griechenland, einen höheren Risikofaktor bei der praktischen Umsetzung gerade bei größeren Photovoltaik Projekten (ab 1 MW) aufweisen.
Generell ist für eine Projektentwicklung in Italien ein Zeitraum von jedenfalls 6 Monaten einzukalkulieren. Die Baureife (einschließlich des Vorliegens sämtlicher Genehmigungen) für das angestrebte Projekt in Süditalien könnte somit, bei einer Projektierungsphase einschließlich der Sicherung der Grundstücke und der Gründung der notwendigen italienischen Gesellschaften im Frühjahr, bereits im Herbst sichergestellt werden. Wichtig ist hierbei, wie bei allen umfangreicheren Projekten, mit erfahrenen und kompetenten Partnern, die dem Unternehmer oder Finanzierungsfond bei der Projektentwicklung helfen, zusammen zu arbeiten.
Die von den meisten Photovoltaikentwicklern oder Projektfinanzierern genannten Renditeerwartungen von 15-20 % sind für neue Photovoltaikprojekte in Italien durchaus realistisch.
Umfangreiche Planungssicherheit über einen Zeitraum von 20 Jahren hinsichtlich der Förderung derartiger Projekte bietet insbesondere das neue, für ganz Italien gleichermaßen verbindliche Solar- Fördergesetz „Conto Energia“, welches für Freifeldanlagen eine Förderung von 0,36 €/kwh zzgl. ca. 0,08 €/kwh vorsieht.
Für diejenigen jedoch, die noch auf den staatlich geförderten „Photovoltaik-Zug“ in Italien aufspringen wollen, ist Eile geboten, da die Förderung mit der Einspeisegarantielaufzeit von 20 Jahren im Jahre 2009 auslaufen soll.
(RA und Avv. Dr. iur. Jürgen Reiß, Frankfurt am Main/Bologna-Italien;
Infos unter: www.kanzlei-reiss.de; link: aktuelles und seminare)













