(openPR) Die gutartige Prostatavergrößerung (benigne Prostatahyperplasie BPH) betrifft mehr als die Hälfte der Männer über dem 50. Lebensjahr und ist damit die häufigste Urologische Erkrankung des Mannes. Typische Symptome der Erkrankung sind häufiges Wasserlassen, besonders nachts, unaufschiebbarer Harndrang, schwacher Harnstrahl, Restharnbildung (die Blase entleert sich nicht vollständig) bis zum kompletten Harnverhalt (Wasserlassen nicht mehr möglich). Häufig wird diese Prostata-Krankheit immer noch als Tabuthema betrachtet und eine Einschränkung der Lebensqualität in Kauf genommen, obwohl es für die verschiedenen Stadien der Erkrankung effektive Behandlungsmöglichkeiten gibt.
In den frühen Stadien gibt es verschiedene medikamentöse Behandlungsmöglichkeiten. Bei der regelmäßigen Kontrolluntersuchung durch den Urologen, bei der auch die Abgrenzung zum Prostatakrebs vorgenommen wird, kann rechtzeitig die Notwendigkeit zur operativen Behandlung erkannt werden.
Die verschiedenen operativen Behandlungsmöglichkeiten, die am Hamburger Klinikum Eilbek angeboten werden beinhalten die schonenden Operationsverfahren durch die Harnröhre. Die am meisten angewandte und effektivste Methode ist weiterhin die sog. „Transurethrale (durch die Harnröhre) Resektion (Entfernung) der Prostata (TUR-P). Dabei wird nur das Gewebe der Prostata entfernt, welches die Harnröhre zuwuchert und das Wasserlassen behindert. Zum Einsatz kommt auch ein sog. Greenlight Laser (Grünlicht Laser), der das störende Prostatagewebe verdampft. Es ist keine Entfernung der ganzen Prostata, wie beim Prostatakrebs.
Denn Prostatakrebs ist die häufigste Krebserkrankung beim Mann. Da der Prostatakrebs erst bei fortgeschrittener Erkrankung zu Beschwerden führt, kommt den Krebsvorsorgeuntersuchungen eine besondere Bedeutung zu. Die Vorsorgeuntersuchung wird ab dem 45. Lebensjahr jährlich empfohlen. In erster Linie gehört zur Vorsorgeuntersuchung das Abtasten der Prostata mit dem Finger über den Enddarm. Neben der Tastuntersuchung kann eine Blutuntersuchung durchgeführt werden. Dabei wird das prostataspezifische Antigen (PSA) bestimmt. Diese Untersuchung wird als Vorsorgemaßnahme nicht von der gesetzlichen Krankenkasse abgedeckt. PSA ist ein Eiweiß, das von Prostatazellen gebildet wird.
Bei Nachweis eines Prostatakrebses kommen verschiedene Behandlungsmöglichkeiten in Frage: Operation, Bestrahlung (äußerlich – innerlich) und Hormonbehandlung. Die richtige Wahl der notwendigen Behandlung richtet sich nach dem Alter des Patienten, evtl Vorerkrankungen und dem Tumorstadium. Das Fachzentrum für Urologie bietet eine Prostatakrebssprechstunde zur ergänzenden Beratung in Zusammenarbeit mit den betreuenden niedergelassenen Urologen an.
Zu den Operationsverfahren gehören verschiedene Verfahren, welche sich durch ihren Zugangsweg unterscheiden. In Frage kommen der retropubische (Bauchschnitt), perineale (Dammschnitt) und der laparoskopische (sog. Schlüsselloch-Chirurgie) Zugang. Abhängig von den Voruntersuchungen kann auch die Entfernung der Lymphknoten im Becken nötig sein.
Zu den Spezialisierungen der Abteilung von Prof. Busch gehört die Perineale Prostataentfernung. Dabei wird die Prostatakrebsoperation über den Dammschnitt (zwischen Anus und Hodensack) durchgeführt. Die Operation ist auch nervenerhaltend (bedeutet Erhaltung der Erektionsfähigkeit) möglich. Der Patient wird in bestimmter Weise gelagert (sog. Extreme Steinschnittlage). Der Vorteil dieser Operationsmethode liegt in dem geringeren Blutverlust und deutlich schnellerer Erholung mit geringeren Schmerzen nach der Operation.
Alle Behandlungsmethoden haben spezielle Komplikationsmöglichkeiten. Zu den gefürchteten Komplikationen der Operation gehört das unkontrollierte Urinverlieren (Inkontinenz). Das Risiko hierfür liegt mittlerweile bei weniger als 10%.
Zum Zentrum für Urologie am Hamburger Klinikum Eilbek:
Der Chefarzt Prof. Dr. Rainer Busch leitet die Abteilung für Urologie seit 1990. Das Fachzentrum für Urologie behandelt jährlich ca. 2100 Patienten stationär und 2000 Patienten ambulant. Es wird das gesamte Behandlungsspektrum urologischer Erkrankungen von Frauen und Männern angeboten. Hierzu gehören sowohl Erkrankungen der Niere, der harnableitenden Wege mit Harnleiter, Harnblase und Harnröhre als auch Genitalerkrankungen von Prostata, Hoden und Penis.
Zu den Schwerpunkten der chirurgischen Behandlung gehören die Eingriffe bei Nierentumoren, Harnblasenkarzinomen und Prostatakarzinomen. Eine große Anzahl der Patienten wird minimal-invasiv endoskopisch bei Blasentumoren, der gutartigen Prostatavergrößerung, Harninkontinenz und Harnsteinleiden behandelt. Bei Nieren- und Harnleitersteinen besteht die Möglichkeit der Steinzertrümmerung mit Stoßwellen und Laser.
Informationen
- Telefon (040) 20 92 - 17 42
- Internet www.schoen-kliniken.de/eil









