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Arzneitherapie im Krankenhaus auf dem Prüfstand

31.03.200811:15 UhrGesundheit & Medizin

(openPR) Pilot-Studie zeigt: 25 Prozent der Verordnungen bergen Gesundheits-Risiken für Patienten - Verordnungssoftware TheraOpt® bietet mehr Sicherheit

Die fehlerhafte Gabe von Arzneimitteln in Krankenhäusern birgt für rund 25 Prozent der Patienten ein hohes gesundheitliches Risiko. Das hat eine Pilot-Studie auf einer internistischen Station mit 123 Patienten mit einem Durchschnittsalter von 70 Jahren und insgesamt 1.811 Medikamenten-Verordnungen ergeben. Die Studie wurde von Monique Völkel, Anke Bußmann und Prof. Jürgen Frölich von der Firma Atheso Arzneimittelsicherheit unter Verwendung der Verordnungssoftware TheraOpt® im Sommer 2007 durchgeführt und liegt nun ausgewertet vor. „Rechnet man die Ergebnisse dieser Pilot-Studie auf ein Krankenhaus mit 500 Betten und 16.000 Patienten pro Jahr hoch, so werden täglich irgendwo im Krankenhaus drei Medikamente verordnet, die durch Interaktionen mit anderen Medikamenten beim Patienten für gesundheitlichen Schaden sorgen können,“ sagte Prof. Dr. Jürgen Frölich, emeritierter Direktor des Instituts für Klinische Pharmakologie der Medizinischen Hochschule Hannover (MHH), anlässlich der Tagung der Deutschen Gesellschaft für Innere Medizin (DGIM) in Wiesbaden, bei der die Ergebnisse der Studie vorgestellt wurden. Auch werde täglich ein Medikament verordnet, das bei Patienten für eine allergische Reaktion sorgen könnte, obwohl entsprechende Warnhinweise in den Patientenakten vorhanden seien. Ebenso werden an jedem Tag in einem solchen Krankenhaus rund 150 Verordnungen angeordnet, bei denen die Dosierungen um über 50 Prozent von den empfohlenen Dosierungen abwichen. Mit der Verordnungssoftware TheraOpt® können derartige Risiken für die Patienten stark reduziert werden. Fazit: Die Arzneitherapiesicherheit steigt und die Liegezeit wird verkürzt.



Die Studie verglich, welche Medikationen von behandelnden Ärzten ohne Verwendung der TheraOpt®-Verordnungssoftware zur Arzneitherapie angeordnet wurden und welche Empfehlungen die Verordnungssoftware gegeben hätte. Dabei wurden die Medikationen auf drei Risiken hin analysiert: Arzneimittelinteraktionen, Allergien sowie Über- und Unterdosierungen.

Zunächst analysierte die Software die Interaktionen zwischen den Medikamenten. TheraOpt® zeigt die Interaktionsrisiken zwischen den beteiligten Arzneimitteln nach Schweregrad differenziert an. Insgesamt wurden in der Studie 474 Interaktionswarnungen, also bei 25 Prozent aller Verordnungen, identifiziert. Rund 30 Prozent davon waren von mittlerem oder schwerwiegendem Grad.

Ebenso zeigt TheraOpt® an, ob ein Allergierisiko für den Patienten bei der Gabe von Medikamenten besteht. Diese Informationen gehen im klinischen Alltag mit papierbasierten Patientenakten oftmals unter. Dokumentierte Allergien werden dem Anwender der neuen Software jederzeit im Blickfeld angezeigt, bei neuen Verordnungen werden Warnmeldungen ausgelöst. In der Studie waren bei 17 der 123 Patienten Allergien in der Patientenakte dokumentiert. Bei vier der 17 Patienten wurden Therapien angeordnet, die bei Überprüfung mit TheraOpt® zu einer oder mehreren Allergiewarnungen führten. Das bedeutet, bei drei Prozent aller Patienten entstanden im Stationsalltag erhebliche Therapierisiken, die nur durch den Einsatz des elektronischen Systems aufgedeckt wurden und durch erneute Prüfung bzw. Änderung der Therapie begrenzt werden konnten.

TheraOpt® bietet bezogen auf Wirkstoff und Indikation die Möglichkeit, eine patientenspezifische Dosis zu berechnen. Eine eingeschränkte Nierenfunktion und andere Patientendaten werden dabei automatisch berücksichtigt. In der Studie wurden insgesamt 995 Verordnungen mit TheraOpt® nachberechnet. Dabei wurden in 57 Prozent der Verordnungen erhebliche Abweichungen im Sinne einer „Unterdosierung“ oder einer „Überdosierung“ der ärztlichen Verordnung gegenüber der TheraOpt®-Empfehlung gefunden. Bei 42 Prozent der berechneten Verordnungen wich die Dosis um über 50 Prozent ab. Häufigste Erklärung für diese erheblichen Dosisabweichungen war eine fehlende Anpassung der Dosis an die Nierenfunktion.
Fazit: Mit TheraOpt® steigt die Arzneitherapiesicherheit, die Liegezeit wird verkürzt.

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