(openPR) Rottaler U23 Bundesliga Team in Cottbus auf Platz 14
Trotz eisiger Kälte und starken Schneefällen starteten die U23-Radsportler des Rottal-Teams „Mangertseder-Bachmeier“ beim Bundesligarennen bei Cottbus in die Saison. Bundestrainer Patrick Moster sah die Bedingungen bei der Veranstaltung als „absolut grenzwertig“ an.
„Zum Glück kommen wir aus einem Bundesland mit Wintersport“, meinte Teamcoach Richard Herrmann sarkastisch, als er seine fünf bayerischen Fahrer, die die weite Reise nach Brandenburg angetreten hatten, aus dem Mannschaftsauto entließ. Zu dem Zeitpunkt waren schon 50 der 188 geplanten Rennkilometer im Auto zurückgelegt worden. „Wir hätten noch weitere 30 bis 40 Kilometer verkürzen können“, so der Bundestrainer, als der Radsport-Klassiker Cottbus-Görlitz-Cottbus auf teils recht matschigem Parcours freigegeben wurde.
Nach gut einem Drittel der Distanz löste sich eine 14-köpfige Gruppe aus dem Feld und sehr zur Freude von Richard Herrmann war Team-Neuzugang Maximilian Hornung dabei. Die Gruppe arbeitete schnell eine Minute Vorsprung heraus.
Dann passierte ein organisatorischer Fehler, den der sportliche Leiter als „katastrophal und unentschuldbar, gerade bei diesen Verhältnissen“ bezeichnete. Während die Spitze richtig geleitet wurde, beorderte man das Peleton an einer großen Kreuzung auf eine falsche Straße. Nach zwei Kilometern erkannte man den Lapsus, Rennfahrer und Fahrzeugkonvoi wurden angehalten und mussten umdrehen. Die Spitzengruppe düste derweil in richtiger Richtung weiter. Die Führenden waren zehn Minuten voraus, bis sie per Funk gestoppt wurden. Nass und durchgefroren mussten sie auf die Verfolger warten und anschließend ging das Rennen neu los.
Einer der Leidtragenden aus der Führungsgruppe war Maximilian Hornung, der danach von Krämpfen geplagt und enttäuscht im Hauptfeld mit 29 Sekunden Rückstand hinter dem Sieger ins Ziel kam.
Die Organisationspanne hatte für den „Mangertseder-Bachmeier“-Akteur eine durchaus mögliche Überraschungsplatzierung zunichte ge-macht. Der Massensprint nach 138 Kilometer war für das Quartett aus dem Rottal aus mangelnder Ortskenntnis nicht ganz optimal verlaufen. Dennoch konnten Jan Herrmann (46.Platz), Markus Schwarzhuber (53.) Martin Gaber (88.) und Maxi Hor-nung (95.) in die Bundesliga-Ränge fahren und den 14.Platz in der Mannschaftswertung unter den vielen Continental-Teams erkämpfen.
Pech hatte Patrick Ottilinger, der nach einem Hinterrad-Defekt den Anschluss ans Hauptfeld nicht mehr herstellen konnte und deshalb das Rennen vorzeitig beendete. Mit seinen Schützlingen, nicht aber mit der Organisation, war am Ende der sportliche Leiter der U23-Truppe zufrieden. „In guter körperlicher Verfassung und mit starker moralischer Einstellung haben sie die Strecke und die widrigen Verhältnisse bezwungen“, stellte er fest. Nun hofft Herrmann wie seine Fahrer auf bessere Bedingungen beim bayerischen Saisonauftakt am Sonntag in Zusmarshausen.
Geschrieben: Sepp Gruber, Dashub 1, 84579 Unterneukirchen, Telefon 08634/8819











