(openPR) Leipzig, 20. März 2008: Die Galerie „Hoch+Partner“ im Leipziger Tapetenwerk eröffnet am Freitag, 28. März um 19 Uhr die Ausstellung „Schnitte von der Hellerauer Schrankwand“ mit Holzschnitten des Leipziger Malers und Grafikers Johannes Eckhardt.
„Schnitte von der Hellerauer Schrankwand“, der Titel der Ausstellung ist zugleich das künstlerische Programm von Johannes Eckhardt. Denn als Druckstöcke dienen ihm eigens aus gebrauchten Möbeln zugeschnittene Platten. Je nachdem, ob es sich dabei um Massivholz, Spanplatten, Furniere oder Importe aus tropischen Regenwäldern handelt, verändert das die Struktur und Ausdruckskraft der Blätter. „Ich bin halt immer darauf angewiesen, was die Oberfläche zu bieten hat, welche Kraft sie mir entgegensetzt“, sagt der 45jährige Künstler, dem es bei seiner Arbeit mit dem Holzschnitt vor allem auf eins ankommt:„Ich wollte den Respekt vor dem Material verlieren, das Holz einfach als Zeichenblock begreifen, auf dem ich mich austoben kann.“ Und das hat er getan. Fast 200 Werke, die in den letzten fünf Jahren entstanden sind und größtenteils noch nie in der Öffentlichkeit zu sehen waren, wird er präsentieren und damit auch einen alten Wunsch seines Lehrers Prof. Ulrich Hachulla erfüllen, der einmal gesagt hat: „Was man Johannes Eckhardt freilich wünschen kann: diese seine ausgeprägte Arbeitsweise beizubehalten, einen guten Ort ab und zu, wo man seine Arbeiten in einem Umfang zeigen kann, der ihnen adäquat ist.“ Die Galerie „Hoch+Partner“ bietet den Raum, den er nun mit Porträts, Landschaften, Tanzbildern, Akten, Herbarien und einem Rotkäppchen-Zyklus füllt. Eckhardt setzt dabei gezielt auf den für ihn typischen Schwarz-Weiß Kontrast und zieht den Betrachter in den Bann seiner auch formal überbordenden Phantasie. „In dieser Ausstellung geht es nicht um die Performance einzelner Bilder, hier soll die Kraft zum Ausdruck kommen, die ich über die Jahre im Kampf mit dem Material eingesetzt habe“, sagt er selbst zu dem Ergebnis, das nun vom Publikum erobert werden kann.
Die Eröffnung, zu der Prof. Ulrich Hachulla sprechen wird, findet am Freitag, 28. März um 19 Uhr statt, die Ausstellung ist bis zum 29. April 2008 zu sehen.
Zur Person Johannes Eckhardt: Geboren 1963 im thüringischen Untermaßfeld, 1980 Lehre als Denkmalpfleger, ab 1987 Studium an der Hochschule für Grafik und Buchkunst in Leipzig, Fachstudium Malerei bei Prof. Sighard Gille, 1993 Diplom, danach Meisterschüler bei Prof. Bernhard Heisig und Prof. Ulrich Hachulla, 1995 DAAD-Stipendium an der Nationalen Kunstakademie Sofia/Bulgarien, danach bis 2005 Lehrauftrag für Malerei an der Abendakademie der HGB Leipzig, derzeit als Fachlehrer am Berufsschulzentrum „e. o. plauen“ in Plauen tätig.













