(openPR) Mehrere Technologien sind derzeit im Gespräch, die es ermöglichen sollen, dem Mobiltelefon nützliche Zusatzfähigkeiten zu verleihen; beispielsweise das Öffnen elektrischer Türen bzw. Schlösser oder Bezahlen an Automaten. Aus heutiger Sicht hat Bluetooth die größten Chancen, diese Funktionen einem breiten Publikum zugänglich zu machen.
Generell sollte eine Handy-Technologie zur Steuerung von Türen oder Geräten folgende Voraussetzungen erfüllen, um auf dem Markt erfolgreich zu sein:
- Hohe Verbreitung: möglichst viele Endgeräte sollten mit dem System ab Werk ausgestattet sein.
- Sicherheit: Niemand anderer als die berechtigte Person darf Zugriff auf die Daten haben.
- Schnelligkeit und Einfachheit: Die Handhabung muss unkompliziert und leicht verständlich sein.
- Genügend hohe Reichweite: Der Anwender sollte sein Handy nicht aus der Tasche ziehen müssen, um beispielsweise ein Türschloss zu sperren.
- Komfort: Die Technologie sollte ohne Installation zusätzlicher Software am Handy funktionieren.
- Kostenneutralität: Es dürfen keine zusätzlichen Gebühren für die Transaktion (GSM, Internet, SMS, …) anfallen.
Derzeit gibt es weltweit nur einen Standard, der alle diese Voraussetzungen erfüllt: Bluetooth. Andere Technologien, wie beispielsweise NFC oder WLAN, werden nicht allen genannten Punkten gerecht: So gibt es derzeit kaum Handys am Markt, welche damit ausgestattet sind, während Bluetooth zur mobilen Grundausrüstung zählt. Weitere Bereiche, bei denen Bluetooth Vorteile bietet, sind
- Sicherheit durch 128-Bit-Verschlüsselung
- Einfachheit in der Anwendung
- hohe Reichweite (bis 14 Meter)
- hohe Bandbreite: der neueste Bluetooth-Standard verspricht 300 Mbit / s.
- Stabilität: Bluetooth wechselt 1.600 Mal pro Sekunde die Frequenz, um Störungen von außen zu vermeiden.
Elektronischer Schlüssel im Unternehmen
Ein Beispiel aus der Praxis liefert die in Böheimkirchen bei Wien ansässige Österreich-Niederlassung des großen deutschen Handelsunternehmens Würth. Dort brauchen die Mitarbeiter keine Schlüssel mehr, um das Firmengebäude zu betreten oder in interne Bereiche zu gelangen – sie müssen nur ihr Handy dabei haben. Ein von der Firma Sorex Wireless Solutions aus Wiener Neustadt entwickeltes, weltweit patentiertes System erkennt jedes Mobiltelefon an seiner eindeutigen MAC-Adresse (Bluetooth-Adresse) und gibt die jeweilige Tür frei, soferne sich ein dafür autorisiertes Handy nähert. Das gesamte System ist in das Active Directory von Würth integriert und kann somit zentral über das Unternehmensnetzwerk verwaltet werden. Beispielsweise werden neue Handys per Tastendruck autorisiert oder solche von ausscheidenden Mitarbeitern abgemeldet. Ebensoleicht kann ein Mobiltelefon, das verloren gegangen ist, einfach aus dem Active Directory gelöscht werden, um Zugang durch betriebsfremde Personen auszuschließen. Mitarbeiter, deren Handy angemeldet ist, brauchen sich der jeweiligen Tür nur zu nähern, und diese öffnet automatisch.












