(openPR) Das Thema Bindung ist en vogue. Vor kurzem fragten sich die Teilnehmer der TV-Talkrunde im Nachtcafé „Wie viel Bindung braucht der Mensch?“, und der Spiegel titelte eine Woche davor „Wie viel Mutter braucht das Kind?“ Kein Wunder, denn ob Lust oder Last, Freud oder Leid – die Verfassung unserer nahen Beziehungen hat weitgehende Auswirkungen auf die Lebensqualität und das Glücksempfinden des modernen Menschen. Das gilt jedoch nicht nur für das Privatleben, sondern auch für die Arbeitswelt, wie der Geschäftsführer des Instituts für BioLogik in Heidelberg Dr. Klaus Dehner aus seiner langjährigen Erfahrung in der Zusammenarbeit mit vielen Unternehmen weiß.
Eine unerwartete Erkenntnis spielt in diesem Zusammenhang eine besondere Rolle: Das Urmodell der Bindung ist die Beziehung zwischen Mutter und Kind. Sie beginnt mit Sympathie, z.B. dem ersten Anlächeln, führt über ein vertieftes Kennenlernen, vor allem durch die Synchronisierung der Gefühlswelten, und baut schließlich eine sichere Basis des Vertrauens auf; dieses stabile Band zur Mutter setzt das Kind erst in die Lage, seine Umwelt aktiv zu erkunden.
Dehner überträgt das evolutionäre Programm im Aufbau der Mutter-Kind-Bindung auf die Unternehmen, wo es immer wichtiger wird, dass Spezialisten und Entscheider rasch und effektiv zusammenarbeiten. Das „Managementmodell Mutterliebe“ setzt dabei zuallererst auf die emotionale Stabilisierung der Beziehungen nach dem bewährten Ablauf Sympathie entwickeln – vertieft kennen lernen – Vertrauen bilden. Nach Einschätzung Dehners steht die Beziehungsarbeit im Dienst der zielorientierten Sacharbeit und stellt die oft ungenutzte Grundlage für das erfolgreiche Management des gemeinsamen Handelns dar.
Der Bindungs-Experte macht klar: In ihrer Entwicklungsgeschichte mussten Menschen schon immer in Gruppen zusammenarbeiten, um in der harten, von Mangel geprägten Umwelt zu überleben. Das Motiv für das gemeinsame Handeln hat die Evolution in Form des Bindungsprogramms entwickelt; es ist verbunden mit intensiven Gefühlen, die nicht nur im Privaten eine Rolle spielen, sondern auch im Arbeitsumfeld, nämlich als viel zu wenig beachteter Beweggrund für Einsatzbereitschaft und Lust an Teamleistung.









