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Salonlöwin oder Ikone der Emanzipation? Salonabend zum 175. Todestag von Rahel Varnhagen

05.03.200814:47 UhrKunst & Kultur
Bild: Salonlöwin oder Ikone der Emanzipation? Salonabend zum 175. Todestag von Rahel Varnhagen
Varnhagen-Experte Dr. Nikolaus Gatter
Varnhagen-Experte Dr. Nikolaus Gatter

(openPR) Eltville, 03/2008. Der 175. Todestag der großen Salonière und Briefeschreiberin der Romantik Rahel Varnhagen (1771-1833) am 7. März 2008 ist Anlass für die Salongesellschaft, die in der Tradition der Berliner Salonkultur steht, den nächsten Salon im Fachwerk der eloquenten Netzwerkerin zu widmen und ihre Position kritisch zu hinterfragen. Ob die wohl „geistreichste Frau des Universums“, wie sie Heinrich Heine bezeichnete, eine Salonlöwin oder eine Ikone der Emanzipation war, darüber wollen die Salondamen Christiane Nägler und Beate Hiller mit dem Varnhagen Experten Dr. Nikolaus Gatter und den Salongästen am Mittwoch, den 12. März diskutieren. Rahel Varnhagen geb. Levin kommt am 19. Mai 1771 in Berlin als älteste Tochter eines reichen preußischen Schutzjuden zur Welt. Höhere Schulen bleiben dem Mädchen verschlossen, dennoch genoss sie eine umfassende Bildung, begeisterte sich für das Theater und die Musik, lernte deutsch und französisch und die hebräische Schrift. Im Alter von 24 Jahren beginnt die wissensdurstige Rahel mit einer Gruppe von vorwiegend männlichen Besuchern über Literatur, Kunst, Philosophie, das Leben, Theateraufführungen und Universitätsvorlesungen zu diskutieren. Dieser intellektuelle Zirkel war es, mit dem sie, neben Henriette Herz, die Berliner Salonkultur begründete und damit die sinnlichste Geschichte der Emanzipation der Frau in Deutschland einläutete. In ihrem Salon, einer „Republik des freien Geistes“ begegneten sich Dichter, Künstler, Philosophen und Staatsmänner, Frauen und Männer auf gleicher Augenhöhe. Besitz und Standesunterschiede bedeuteten hier ebenso wenig wie religiöse Gegensätze. Trotz dieser herausragenden Stellung in der Berliner Gesellschaft, litt Rahel Varnhagen darunter Frau und Jüdin zu sein. Darüber hinaus fand sie sich selbst nicht sonderlich hübsch. Aber sie war eine außergewöhnliche Kommunikatorin, eine Netzwerkerin, und wenn sie sprach, zog sie die Menschen in ihren Bann. Sie setzte sich aktiv für die Emanzipation der Juden und der Frauen ein. „Daß in Europa Männer und Weiber zwei verschiedene Nationen sind, ist hart. Die einen sittlich, die andern nicht; das geht nimmermehr!“ so Rahel Varnhagen. Aber wie weit ging diese Solidarität mit den damaligen Aussenseitern der Gesellschaft in Wahrheit? War ihr Salon sowie überhaupt die Berliner Salonkultur nicht doch nur eine Enklave in einer nicht emanzipierten Gesellschaft, eine Utopie der Geselligkeit? Spielte sie nicht viel lieber die Salonlöwin in einer scheinbaren Welt von Gleichgesinnten? Und vielleicht war ihre Hochzeit mit Karl August Varnhagen von Ense im Alter von 43 Jahren und ihre Taufe ein Eingeständnis an ihre Inferiorität aufgrund ihrer jüdischen Herkunft? Die Gastgeberinnen und Dr. Nikolaus Gatter laden zum Gespräch über Rahel Varnhagen - zeitlose Feministin heute oder nur eine mutige Frau ihrer Zeit?



TERMIN
Salon im Fachwerk:
Salonlöwin oder Ikone der Emanzipation – zum 175. Todestag von Rahel Varnhagen mit Varnhagen-Experte Dr. Nikolaus Gatter - www.varnhagen.info
Musik: Talib Richard Vogl an der Biedermeier-Gitarre. Mehr über den Künstler unter: www.talibrichardvogl.de
Beginn: Mittwoch, 12. März 2008, ab 19:3o Uhr, Einlass 19.oo Uhr
Eintritt: 10,- EUR incl. Programm, Thee und Butterbroten, exkl. Wein
Veranstaltungsort: Hauptstr. 1-3, 65344 Eltville / Martinsthal
Anmeldung: Die Salongesellschaft, Telefon: 06123 / 709 830, Email: E-Mail, Internet: www.salongesellschaft.de

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