(openPR) Die neue Show der Berliner Strychnin Gallery zeigt neue Werke des kanadischen Zeichners Richard Kirk im spannenden Zusammenklang mit Bildobjekten des Belgiers Ralf Veulemans. Vernissage am 14. März ab 19:00 Uhr.
Es ist schon verwunderlich, was für unglaubliche Geschichten das Unterbewußtsein manchmal im Schlaf an die Oberfläche spült. Woher kommt diese bildgewaltige Flut nächtlicher Träume? Dieses oft rauschhafte Durchwandern irrealer Landschaften, das – einem Labyrinth gleich – zu entlegenen Lagerplätzen ureigener Ängste und verschütteter Triebe führt?
Diese lebendigen Bruchstücke der eigenen Seinsgeschichte haben den Zeichner Richard Kirk seit jeher fasziniert. Seine filigranen, detailverliebten Zeichnungen, die die Auseinandersetzung mit seinen Traumwelten zu Tage fördert, sind im englischsprachigen Raum durch unzählige Buchillustrationen (wie z.B. für Clive Barker) weithin bekannt. Kirks irreale, phantasievolle Bilder gewähren Einblicke in Welten mit eigenen Regeln und Gesetzen, die der Betrachter intuitiv erfahren kann.
Die Begeisterung für Kirks stilbildende Illustrationen erlebte nicht zuletzt durch seine Gestaltung des Albumcovers für die Band KORN im Jahr 2007 zusätzlichen Auftrieb. Strychnin bietet jetzt erneut die Möglichkeit, Kirks Zeichnungen auch in Deutschland für sich zu entdecken.
Das Labyrinth als übergreifendes Motto der hier gezeigten Blätter, will als Metapher für die Reise zu den Traumwelten verstanden sein, die uns unser Unterbewußtsein allnächtlich ermöglicht – der Eingang des Labyrinths als Schwelle zu REM-Schlaf, Halluzination und Vision. Zentrum oder Ausgang dieses Labyrinths bleiben freilich unerreicht.
Auch der belgische Künstler Raf Veulemans beschäftigt sich schon seit Jahren mit der Idee des Labyrinths – ein guter Grund, seine Arbeiten im Zusammenklang mit Kirks Werken zu zeigen. Er fühlt sich jedoch stärker dem Mythos des Minotaurus oder den labyrinthischen Strukturen altägyptischer Pyramiden verbunden: das Labyrinth als Wegstruktur, die über Leben und Tod entscheidet – oder die Lebenden von den Toten trennt. Die geglückte Wiederkehr hängt dabei oftmals am seidenen Faden.
Veulemans arbeitet in seine oft verstörenden Bildobjekte mit immer wieder biblischem Bezug Tierskelette und -schädel, Felle und Klauen auf meisterliche Weise ein. Dazu hat er sich neben seiner fundierten grafischen Ausbildung auch die Fähigkeiten eines Taxidermisten (Tierpräparators) angeeignet.
Umrahmt wird die Eröffnung von Soundscapes des Klangdesigners Jörg Hüttner. Er ist Mitarbeiter des weltbekannten Filmmusikers Hans Zimmer in Hollywood, der mit seinen Oscar-gekrönten Musikscores zu Blockbustern wie „König der Löwen“, „Gladiator“, „Fluch der Karibik“, oder „Cat Woman“ wohl auch den Soundtrack der Träume einer ganzen Generation von Kinogängern prägte.












