(openPR) Strychnin Gallery Berlin, Vernissage am 22. Februar 2008 ab 19:00 Uhr:
Res Pira Lab und Strychnin Gallery präsentieren eine Ausstellung zu Ehren des deutschen Sängers und Performers Klaus Nomi. Der Countertenor wirkte mit seiner visionären Performancekunst und weiß-schwarzem Make-up stilbildend für den New Wave. Auch wenn Nomi insbesondere in Paris und New York zu großer Berühmtheit kam und zum Beispiel David Bowie maßgeblich beeinflußte, starb er weit vor dem Zenit seiner Karriere als eines der ersten prominenten Opfer an AIDS – vor genau 25 Jahren.
Zusammengestellt wurde die Show von Giovanni Cervi für Res Pira Lab. Sie ist die Fortsetzung in einer Reihe von Veranstaltungen, die zu Ehren Nomis bereits im Jahr 2007 in Italien für Furore gesorgt hat, so die Tribute to Nomi Party in Parma im April und eine Ausstellung in der Galerie Aus18 in Mailand im September. Insgesamt sind an dem Projekt bisher mehr als 50 internationale bildende Künstler und Musiker beteiligt; dreizehn ausgewählte Größen zeigen ihre Arbeiten in Berlin.
Hintergrund: Klaus Nomi, mit bürgerlichem Namen Klaus Sperber und 1944 im bayerischen Immenstadt geboren, wanderte nach Konditorenlehre und klassischer Opernausbildung in den frühen 70er Jahren nach New York aus, um im vibrierenden Künstlerumfeld des East Village seinen Stil zu finden: Nomi war Meister der Inszenierung und ein scharfsinniger Performer, der es schaffte, Mode, Oper, Disco-Glam und futuristische Rock-Gebärden in zu vereinen. Sein Stil kann als oszillierende Mischung aus New Wave, Dadaismus und klassischer Oper gelten, komplettiert von kubistischen Kostümen.
Nachdem Nomi von David Bowie bei einer Performance zufällig entdeckt wurde, wuchs sein Bekanntheitsgrad sehr schnell – auch weil Bowie seinen Stil adaptierte. Leider starb Klaus Nomi 1983 an AIDS, den internationalen Durchbruch seiner Ideen vor Augen – New Wave hatte sich inzwischen als Massenphänomen etabliert.
Klaus Nomi war ein Sendbote von einem anderen Planeten, verloren gegangen auf einer Reise zwischen expressionistischem Theater und Kabuki, geprägt von futuristischen Visionen aus den Fritz Lang-Filmen der 20er Jahre. Sein ureigener Stil schürt weiterhin die Phantasie seiner Schüler, die noch heute seiner Ideen gedenken – nicht nur, was die Musik angeht.
Die folgenden Künstler partizipieren an der „Do you Nomi?“ Gruppenausstellung in Berlin: Alexander Sterzel, Ansgar Noeth, Andy, Arianna Carossa, Chris von Steiner, Jan Czerwinski, Japi Honoo, Karin Andersen, Maile Colbert, Squp, Zaelia Bishop und mit freundlicher Genehmigung der Galleria Aus18, Alessandro Giordani und Tamara Ferioli.












