(openPR) 14. IIR-Einkaufsleiterforum EPCON, 16. und 17. April 2008, Hyatt Regency Mainz
Mainz/Frankfurt am Main, 27. Februar 2008. Die Anforderungen der Vorstände an ihre Einkaufsabteilungen steigen weiter: Wie eine aktuelle Studie der Managementberatung BrainNet zeigt, soll der Einkauf in den kommenden fünf Jahren dazu beitragen, die Kosten von Unternehmen zu reduzieren, Innovationen zu sichern und Risikoprofile zu optimieren. Das Prekäre: Nur drei von zehn befragten CEOs gaben an, den Einkauf strukturell ausreichend mit anderen Abteilungen verknüpft zu haben. Und nur in zehn Prozent der befragten Unternehmen ist der Einkaufsverantwortliche auch Mitglied des Vorstands oder der Geschäftsführung. (brainnet.de, 27.12.2007)
Auf dem 14. IIR-Einkaufsleiterforum EPCON (16. und 17. April 2008, Mainz) zeigen Einkaufsverantwortliche von unter anderem Daimler, BASF, Hugo Boss, Trumpf Werkzeugmaschinen und Continental, wie Einkaufabteilungen aufgestellt sein sollten, damit sie den Unternehmen einen nachhaltigen Mehrwert bieten.
Globale Beschaffungsstrategien sind einer der Schwerpunkte der Jahrestagung, aufgegriffen unter anderem in einem Beitrag der KION Group: Der Anbieter von Gabelstaplern und Lagertechnikgeräten, mit weltweit 21.000 Mitarbeitern in mehr als 100 Ländern vertreten, setzt ein spezielles Synergie- und Verbesserungsprogramm ein, um den Einkauf, den Vertrieb und die Fertigung zu optimieren. 2008 werde das Programm zusätzliche Verbesserungen bringen, konzernübergreifend die Abläufe verbessern und die Effizienz weiter steigern, heißt es bei KION. Christian Harm, Leiter des KION-Konzerneinkaufs, stellt auf dem Forum sein Einkaufsportfolio vor, erläutert die Bedeutung von Global Sourcing und zeigt Organisationsalternativen auf. Über den Aufbau und die Pflege eines globalen Beschaffungsnetzwerkes für indirektes Material informiert zudem Klaus Saalmann von der Daimler AG.
"In Zeiten des Abschwungs ist der Exportweltmeister Deutschland zwar herausgefordert, aber auch gut positioniert", so die Einschätzung von Deutsche Bank-Chefvolkswirt Prof. Dr. Norbert Walter gegenüber IIR. Auf dem Einkaufsleiterforum beschreibt er die Herausforderungen durch Subprime-Krise und Dollar-Schwäche und erläutert, warum Schwellenländer der globalen Ökonomie als Rettungsanker dienen werden.
Laut Angaben des Hamburgischen Weltwirtschaftsinstituts (HWWI) hatte der andauernde Stahlboom dazu geführt, dass sich die Rohstoffe zur Stahlerzeugung in den letzten Jahren deutlich verteuerten. Und auch künftig werden die Preise für Stahlrohstoffe weiter steigen. (HWWI, 21.01.2008) Über den strategischen Einkauf von Stahlrohstoffen in Zeiten steigender Rohstoffpreise referiert Lars Bertram von der Salzgitter Flachstahl GmbH. Wie die Energiebeschaffung aufgestellt sein muss, damit Unternehmen trotz galoppierender Strom- und Gaspreise profitabel am Standort Deutschland produzieren können, verdeutlicht Dr. Markus Hauser, Geschäftsführer vom Hydro Energie Deutschland.
Der Spezialchemieanbieter Cognis beschäftigt rund 7 700 Mitarbeiter an Produktions- und Servicestandorten in 30 Ländern und ist in über 100 Ländern tätig. Erst Anfang Februar eröffnete das Unternehmen ein Büro im indischen Mumbai. "Zu den Funktionen des Büros gehören unter anderem die Analyse von Markttrends und -entwicklungen, die Stärkung der Zusammenarbeit mit indischen Unternehmen sowie die Prüfung zum Aufbau möglicher Produktionskapazitäten vor Ort", heißt es bei Cognis. Dr. Jürgen Scherer, Group Vice President der Cognis GmbH, zeichnet auf dem Einkaufsleiterforum ein Bild vom Einkauf im 21. Jahrhundert und beschreibt die kommenden größten Herausforderungen für Einkäufer.
Vertreter von BASF und Hugo Boss geben außerdem ihre Erfahrungen mit dem Lieferantenmanagement wieder. Kennzahlen und Controlling im Einkauf, der Beitrag des Einkaufs zur Innovationsförderung des Unternehmens und Korruptionsbekämpfung sind weitere Themen der Veranstaltung.
Weitere Informationen sind abrufbar im Internet unter:
http://www.konferenz.de/dn-einkaufsleiter08









