(openPR) Viertes Arbeitstreffen irakischer und deutscher Kulturschaffender
vom 11. bis zum 17. März in Berlin
Im Rahmen des Netzwerks zur Unterstützung der Kultur im Irak treffen sich vom 11. bis zum 17. März im Theaterhaus Mitte in Berlin Künstler aus dem Irak und aus Deutschland. Unter anderem präsentieren die Kunsthochschulen von Bagdad und Dohuk sowie das Berliner IO-Theater und die Berliner Schauspielerin Ulrike Düregger am 14. und 15. März um 18.00 Uhr vier verschiedene szenische Arbeiten zu Ariel Dorfmanns Stück „Der Tod und das Mädchen“.
Die Künstler, Hochschullehrer und Studenten laden jeweils im Anschluss an die beiden Aufführungen des Abends zu einem Publikumsgespräch über die Inszenierungen, die im Stück behandelten Problematik - die Verarbeitung der Folgen von Gewalt und Terror – sowie die gegenwärtige Arbeits- und Ausbildungssituation von Theaterschaffenden im Irak ein.
Neben den Präsentationen und Diskussionen finden während des Treffens gemeinsame Trainings sowie Besuche von Schauspielschulen
und Theatern statt.
Zum Abschluss des Treffen werden am 16. März um 16.00 Uhr im Theaterhaus Mitte zwei Videodokumentationen über Austauschprojekte im Irak und in Deutschland zu sehen sein und ein Podium wird über die Erfahrungen und Pläne des Netzwerks informieren.
Das Netzwerk zur Unterstützung der Kultur im Irak wurde im September 2006 im Anschluss an das Festival „Iraqi Theatre at home and away“ im Theaterhaus Mitte von irakischen und europäischen Partnern gegründet, um die kulturelle Entwicklung im Irak, besonders im Bereich der darstellenden Künste zu unterstützen.
Im Jahr 2008 hat der Staatssekretär für kulturelle Angelegenheiten des Senats von Berlin, André Schmitz, die Schirmherrschaft für das Netzwerk übernommen. Das Netzwerk wird unter anderem von den Gouverneuren der irakischen Provinzen Suleymania und Dohuk unterstützt.
Nach 30 Jahren Diktatur und Krieg ist der irakische Staat auf dem Weg in eine offene demokratische Gesellschaft. Die Auseinandersetzung mit Verletzungen, Schuld und einer großen Vielfalt ethnischer Bevölkerungsgruppen ist dabei eine wesentliche kulturelle Aufgabe und Chance.
Die Projekte des Netzwerks sollen insbesondere junge irakische Künstler und Künstlerinnen ermutigen, ihre Identität, ihre Probleme und ihre Visionen zu formulieren.
Ariel Dorfmanns Stück „Der Tod und das Mädchen“ behandelt die Begegnung einer jungen Frau mit einem Mann, in dem sie ihren Folterer wiederzuerkennen glaubt. Es setzt sich mit der Problematik auseinander, die Folgen von Gewalt und Terror zu verarbeiten.





