(openPR) München 20.02.08: Auch in 2007 findet sich der größte Zuwachs an Neuzulassungen in der Tschechischen Republik. Wie das Europa Konsum-Barometer der Dresdner-Cetelem Kreditbank zeigt, bleiben aber die Italiener mit den absoluten Zahlen spitze. Deutsche halten das Vorjahresniveau und üben Zurückhaltung in ihren Kaufabsichten. “Die südeuropäischen Nationen zählen seit Jahren zu den Kernmärkten der motorisierten Zweiradindustrie. In Nord- und Zentraleuropa bleiben die Motorradfans vergleichsweise überschaubar.“, kommentiert Dirk Weining, Product Manager Automotive bei der Dresdner-Cetelem Kreditbank, die Zahlen des vergangenen Jahres.
Seit mehreren Jahren sind in der Tschechischen Republik besonders hohe Wachstumsraten für Neuzulassungen von Motorrädern und Rollern mit einem Hubraum von über 50 cm³ zu verzeichnen. In 2007 waren es Schätzungen zufolge sogar schon fast 50 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Mit etwa 19.000 Neuzulassungen überholten die Tschechen damit klar die Portugiesen. Das Gesamtvolumen nimmt trotzdem nur einen Bruchteil der beiden Hauptmärkte Italien und Spanien ein.
Italien bleibt die Roller und Motorrad Nation
Mit etwa 435.000 Neuzulassungen in 2007 sind die Italiener mit Abstand die größten Motorrad-Liebhaber unter den Europäern. An zweiter und dritter Stelle folgen Spanien mit rund 283.000 und Frankreich mit 238.000 Neuzulassungen. Während sich der Markt in Italien leicht rückläufig verhält, können für die restlichen südeuropäischen Länder durchgehend Zuwächse verzeichnet werden. In Spanien liegt die Zuwachsrate zwar unter der des Vorjahres, verhilft aber mit zehn Prozent etwa 26.000 Motorrädern zusätzlich auf die Straße. Das sind mehr als in der Tschechischen Republik, Portugal oder Ungarn 2007 insgesamt neu angemeldet wurden. In Frankreich bewegt sich das Wachstum auf europäischem Durchschnitts- und in Portugal über Vorjahresniveau.
In Deutschland bleibt die Nachfrage wie im Vorjahr
Die Nachfrage in Deutschland bleibt stabil, gleiches gilt für die Kaufabsichten. Wie im Vorjahr geben zwei Prozent der Befragten eine Anschaffungsneigung zur Auskunft. Das ist leicht unter europäischem Mittel. Größte Kaufabsichten zeigen die Spanier mit sieben Prozent, gefolgt von den Italienern mit sechs Prozent.
E-Commerce – Entwicklungen und Prognosen
Wie vernetzt ist Europa?
Die Zahl der Internetzugänge steigt weiter und mit ihr auch der Umsatz im E-Commerce. Dieser soll 2010 bereits 15 Prozent des europäischen Handelsvolumens ausmachen. In Deutschland werden dann wahrscheinlich vier von fünf Haushalten über einen Zugang zum Netz verfügen; in Europa voraussichtlich einer von zweien. Dabei wird eine schnelle Verbindung immer mehr zur Selbstverständlichkeit. Bereits jetzt nutzen 85 Prozent der befragten Deutschen und 54 Prozent der Europäer (im Büro oder zuhause) einen Breitbandanschluss. Auch die Anzahl der wöchentlich online verbrachten Stunden wird europaweit auf Kosten der klassischen Medien von 12,4 in 2007 auf voraussichtlich 15 Stunden in 2010 steigen. Immer mehr Menschen benutzen ihre Online-Zeit dazu, sich über Produkte zu informieren oder sie zu kaufen. Mit 62 Prozent geben die Deutschen an, bereits online eingekauft zu haben. Sie liegen damit an der Spitze dieser Bewegung in Europa.
Wer kauft im Internet?
Online-Shopping ist in fast allen Ländern der Studie vor allem eine Domäne junger, gut verdienender Männer. In der Altersgruppe über 65 Jahre geht der Anteil der Befragten, die schon online eingekauft haben, in den meisten Ländern gegen null. Deutsche Rentner sind die modernsten: mehr als jeder vierte gibt an, schon im Internet gekauft zu haben.
Wo und wie wird online eingekauft?
Vor allem beim ersten Einkauf über das Internet werden gerne Shops von Anbietern ausgewählt, die auch über ein stationäres Ladengeschäft verfügen. Der Kunde hat bereits Vertrauen zum Unternehmen gefasst und rechnet so auch bei diesem neuen Verkaufskanal mit dem ihm schon bekannten Service. In Deutschland und in Portugal kauften signifikant mehr Befragte bei einem solchen Online-Shop als bei einem reinen Internetanbieter. Europaweit verliert das Kriterium der stationären Präsenz von Online-Anbietern zunehmend an Bedeutung.
Wie viel und wie wird gezahlt?
Die Bereitschaft online bei einem Einkauf 1.000 Euro oder mehr auszugeben, ist unter den deutschen Online-Käufern hoch. Knapp jeder vierte zieht dies in Betracht. In der Wahl ihres Zahlungsmittels sind die Deutschen dagegen vorsichtig. Mit einem Kauf auf Rechnung wissen sich die meisten Online-Shopper auf der sicheren Seite. Die Mehrheit der Deutschen empfindet Zahlungssicherheit im Internet mittlerweile als gewährleistet. Trotzdem beziehen sich die gängigsten Befürchtungen in Zusammenhang mit dem Einkaufen im Netz immer noch auf dieses Thema. Durch optimalen Service im Bereich Lieferung und Zahlungsabwicklung können virtuelle Händler mögliche Vertrauensdefizite ausgleichen. Gleichzeitig erhöhen sich damit die Chancen auf eine langfristige Kundenbindung. „Der Faktor Kundenbindung wird analog zum Point-of-Sale auch in der virtuellen Verkaufswelt immer mehr an Bedeutung gewinnen.“, bringt Dr. Anja Welsch, Leitung Sales Support bei der Dresdner-Cetelem Kreditbank, das Potenzial für Online-Händler auf den Punkt.
In den meisten west- und südeuropäischen Ländern wird bereits bevorzugt mit Kreditkarte bezahlt. Spanier und Briten nutzen auch den Verbraucherkredit schon als gängige Zahlmöglichkeit.
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