(openPR) Die Festspiele Bergen, 1953 in Edvard Griegs Geburtsort gegründet, sind das älteste und wichtigste Festival für Musik und Theater in Norwegen. Seit 2006 stehen sie unter dem Motto „Nordische Impulse“. Als das „bedeutendste Bühnenfestival Skandinaviens“ (Die Zeit) haben sich die Festspiele Bergen binnen kürzester Zeit zu einem der wichtigen Zentren der nordeuropäischen Kunstszene entwickelt. Höhepunkte des vielseitigen Programms sind die Eigenproduktionen aus den Bereichen Oper, Theater und Tanz. Die Festspiele Bergen finden in diesem Jahr vom 21. Mai bis 4. Juni 2008 statt.
Den Auftakt der Festspiele Bergen 2008 bildet ab 21. Mai die Neuproduktion der Oper „L’amour de loin“ der finnischen Komponistin Kaija Saariaho. Für Regie und Bühnenbild der Bergener Festspielproduktion zeichnet das renommierte, dänisch-norwegische Künstlerduo Michael Elmgren und Ingar Dragset verantwortlich. „L´amour de loin“ wurde 2000 bei den Salzburger Festspielen uraufgeführt und ist eines der wichtigen Opernwerke des beginnenden 21. Jahrhunderts. Mit Arnold Schönbergs „Gurrelieder“ klingen am 4. Juni 2008 die Festspiele Bergen 2008 aus. Chefdirigent Andrew Litton leitet den Chor und das Philharmonische Orchester Bergen. Die Aufführung des Oratoriums nach einem Text von Jens Peter Jacobsen unter Verwendung dänischer Mythologie und mittelalterlicher Geschichte besticht durch seine hochkarätige Besetzung: Stig Andersen als Valdemar, Eva Johansson als Tove und Dietrich Henschel als Erzähler.
In der Sparte Schauspiel kehrt ein spektakulärer Regisseur nach Bergen zurück: Bereits 2006 sorgte Calixto Bieito mit seiner Inszenierung von Henrik Ibsens „Peer Gynt“ international für Furore. Mit einer Neuproduktion von Ibsens „Brand“ (ab 22. Mai) widmet er sich nun dem Werk, das dem norwegischen Dichter zum weltweiten Durchbruch verhalf. In den Händen des Katalanen erfüllt die Inszenierung alle Voraussetzungen, um eine der aufsehenerregendsten Neuproduktionen des Jahres 2008 zu werden. Nach der Premiere und vier weiteren Aufführungen in Bergen geht die Produktion anschließend an das Nationaltheater Oslo.
Im Bereich Tanz manifestiert sich ebenfalls das nordische Profil der Festspiele Bergen. Am 1. und 2. Juni wirken in einer gemeinsamen Produktion der Festspiele und des Reykjavik Art Festival zwei der Bahn brechendsten nordischen Kompanien des Gegenwartstanzes zusammen: In „Ambra“, einer Choreografie von Ina Christel Johannessen, vereinigen Bergens Carte Blanche und die Iceland Dance Company ihr Können zu neuer Musik der isländischen Komponistin und Cellistin Hildur Gudnaðottir.
Die Festspiele Bergen gehören auch im Bereich Zeitgenössische Musik aus dem Norden und Baltikum zu den wichtigsten Impulsgebern. 2008 präsentiert das Festival Uraufführungen von Magnus Lindberg, unter Mitwirkung des Komponisten, Lasse Thoresen, Ruben Sverre Gjertsen und Ricardas Kabelis. Unter Leitung seines Chefdirigenten Jukka-Pekka Saraste spielt das Philharmonische Orchester Oslo das Violinkonzert von Magnus Lindberg (Solistin Lisa Batiashvili) und ein Orchesterwerk von Kaija Saariaho. Mit Andrew Litton am Pult des Philharmonischen Orchester Bergen erklingt der erste Akt von Richard Wagners „Die Walküre“ mit Päivi Nisula, Ain Anger und Stephen Gould als Solisten.
Die Festspiele Bergen bezeichnen mit Stolz einige der hochrangigsten Musiker der Welt als feste Gäste. Zu den wiederkehrenden Gesichtern des Festivals zählen der Pianist Leif Ove Andsnes, der Cellist Truls Mørk, die Sopranistin Solveig Kringlebotn und der Violinist Julian Rachlin. In diesem Jahr stehen ein Kammermusikabend mit Leif Ove Andsnes und dem Violinisten Christian Tetzlaff mit Sonaten von Brahms, Schostakowitsch und Mozart auf dem Programm (23. Mai), Truls Mørk und Kathryn Stott widmen sich Cellosonaten von Beethoven, Chopin und Brahms (25. Mai), Julian Rachlin und Itamar Golan spielen alle Violinsonaten Beethovens in einer Serie von drei Konzerten (27., 28. und 31. Mai) und die Sopranistin Solveig Kringlebotn bittet am 28. Mai zu einem Liederabend.
Festspielmusiker des Jahres 2008 ist der norwegische Barockviolinist Bjarte Eike. Mit seinem Ensemble Barokksolistene und weiteren musikalischen Mitstreitern lässt er u. a. an drei Abenden mit Werken von Gabrielli bis Vivaldi Venedig in Bergen aufleben. In drei weiteren Nachtkonzerten entführt er mit Hilfe von Heinrich Biber sein Publikum in die musikalische Welt des 18. Jahrhunderts.
Festspielkünstler 2008 sind Ingrid Book und Carina Hedén. Das schwedisch-norwegische Künstlerduo stellte u. a. bei den Biennalen in Sao Paulo und Berlin sowie in mehreren bedeutenden europäischen Kunstinstitutionen aus. Die in Oslo lebenden Künstlerinnen setzen sich in ihrem Werk mit den aktuellen gesellschaftlichen und ethischen Fragen unserer Zeit auseinander. Ab 21. Mai ist die Festspielausstellung in der Kunsthalle Bergen zu sehen.
Stadt und Menschen bilden eine gigantische Bühne für das „OiOi-Festival“ – ein Openair-Programm, das seinesgleichen sucht und nur im Rahmen der Festspiele Bergen zu erleben ist. Gesang, der von den Dächern schallt, und Musik aus Winkeln, wo man sie am wenigsten vermutet, verwandeln die Zuhörer gleichzeitig in Publikum und Mitwirkende.
Das Festspielhaus Logen im Herzen von Bergen ist mehr als ein Festspielort. Nach Konzerten und Veranstaltungen geben sich viele Künstler, Produzenten und Besucher in dem stimmungsvollen Haus ein Stelldichein. Ebenso präsentieren sich die Festspielsterne im ungezwungen Rahmen: In den Late Night Logen-Konzerten ab 22.30 mit offener Bar.
Auch für junge, vielversprechende Künstler aus dem Norden und den baltischen Ländern bieten die Festspiele Bergen unter dem Motto „Ungt fra Norden“ eine Plattform. Fast täglich wird der hochmalerisch gelegene Konzertsaal auf Edvard Griegs Anwesen Troldhaugen für sie zum unbezahlbaren Podium, um ihr Können vor einem breiten Publikum zu erproben und unter Beweis zu stellen.
Die mehr als 160 Veranstaltungen der Festspiele Bergen finden auf den zahlreichen Bühnen Bergens und in den Konzertsälen der Häuser Edvard Griegs und Ole Bulls auf Troldhaugen, Lysøen und Valestrand statt. Sie erheben die wohl schönste Stadt Norwegens zu einem Zentrum der Kunstszene des Nordens und der baltischen Länder.
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