(openPR) Farben zerfließen. Reste von Landschaft, manchmal einem Garten gleich, ordnen die Komposition des Wiener Malers Karl Iro Goldblat. Mitunter verstellt ein surreal anmutender Hund die Sicht. Aber zumeist verliert sich das Auge im vordergründigen Leuchten visueller Effekte. Malerische Gesten und Ornamente verschwimmen. Kontemplation. Wie in einem Traum dringen nach und nach schemenhafte Gestalten aus der Tiefe des Raumes an die Oberfläche. Der deutliche Bruch im Farbfluss durch die im Hintergrund lauernden, teilweise selbstverliebten, frivolen Szenen bestimmt die Bilderzählung. Wie eine Tabula rasa der Seele werden Wünsche und verdrängte Erinnerungen entblößt. Goldblat breitet sie wie in einem Garten aus und appelliert somit an unsere eigene grüne Oase der Sehnsucht, die manchmal auch fatale Züge trägt. Des Künstlers dialektisches Spiel offenbart sich im zur Zeichnung gewordenen Unbewussten mit seinen zarten, unerfüllten und eingegrabenen Einschreibungen, eingehüllt in einem Farbenmeer. Jegliche Assoziationen verharren in diesem menschlichen Dilemma aus Freiheitsdrang und Regression. Ihm zu entkommen wäre der tollkühne Versuch, sich unsere rein affirmativ ausgerichtete Wirklichkeit einzuverleiben und seine Seele dem Teufel anzubieten. Willkommen in Bad Mein Garten. Uwe Goldenstein
Vernissage: Freitag, der 15.02.2008 um 19h
Ausstellungsdauer: 16.02.-29.03.2008
Öffnungszeiten: Di-Sa 14-19h











