(openPR) Langfristig angelegte Kooperationen gewinnen an Bedeutung
Berlin. Im Jahr 2007 wurden in Deutschland 140 Genossenschaften gegründet. Damit hat sich die Anzahl an neuen Genossenschaften im Vergleich zum Vorjahr verdoppelt. Die Schwerpunkte lagen in den Bereichen Gesundheitswesen, Energie und IT-Dienstleistungen. Der Trend zur Gründung von Ärztegenossenschaften und Gesundheitsnetzen hat sich fortgesetzt. Im zersplitterten Gesundheitsmarkt erweist sich die Rechtsform der Genossenschaft mit ihren kooperationsförderlichen Merkmalen als besonders vorteilhaft, wenn beispielsweise Ärzte in Einkaufsgenossenschaften Größenvorteile erzielen oder im Rahmen der integrierten Versorgung mit anderen Leistungsanbietern zusammenarbeiten. Auch im Bereich Energie werden zunehmend Ressourcen gebündelt. Beispiele hierfür sind die Errichtung von Solaranlagen oder der Zusammenschluss von Bürgern für den preiswerten Bezug von Gas oder Strom. Die neuen Möglichkeiten des im Jahr 2006 novellierten Genossenschaftsgesetzes wurden ebenfalls genutzt: Immer häufiger werden kulturelle und soziale Einrichtungen genossenschaftlich organisiert.
Der DGRV und die regionalen Genossenschaftsverbände unterstützen umfassend die Gründung von Genossenschaften. Auf der gemeinsamen Internetplattform www.neuegenossenschaften.de können sich Gründungsinteressierte über die Genossenschaft, verschiedene Konzepte und erfolgreiche Geschäftsmodelle informieren. Dort findet der Besucher auch den Gründungsberater in seiner Nähe. Zudem kann über diese Internetseite die CD-ROM „Genossenschaften Gründen“ kostenlos bestellt werden, die gerade in zweiter Auflage erschienen ist. Sie enthält viele betriebswirtschaftliche und rechtliche Tipps. Für die Gründungsidee können anhand einer Score-card die Vorteile der eG gegenüber anderen Rechtsformen überprüft werden. Checklisten und Arbeitsunterlagen bieten Hilfestellung für die Gespräche mit Beratern und Banken. In leicht nachvollziehbaren Schritten wird die Gründung einer Genossenschaft dargestellt.







