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Ted Anspach gewinnt mit Arte-Doku den schwul-lesbischen Felix-Rexhausen-Preis

28.01.2008 • 02:08 Uhr • Medien & Telekommunikation
Ted Anspach (hinten links): Gewinner des Felix Rexhausen-Preis 2007 zusammen mit Nail Al Saidi (Nominierter), Kerstin Kilanowski (Sonderpreis) sowie den Jury-Mitgliedern Carmen Kaminsky, Petra Werner,
Ted Anspach (hinten links): Gewinner des Felix Rexhausen-Preis 2007 zusammen mit Nail Al Saidi (Nominierter), Kerstin Kilanowski (Sonderpreis) sowie den Jury-Mitgliedern Carmen Kaminsky, Petra Werner,

(openPR) Für seine Fernsehdokumentation „Homosexualität – genetisch bedingt?“ ist der Journalist Ted Anspach (31) mit dem Felix-Rexhausen-Preis ausgezeichnet worden. Der Bund Lesbischer und Schwuler JournalistInnen (BLSJ) verlieh den mit 500 Euro dotierten Journalistenpreis am Samstagabend in Köln. Anspach beziehe „auf verantwortungsvolle Weise Stellung für eine unvoreingenommene Anerkennung lesbischer und schwuler Lebensweisen“, lobt der BLSJ. Die Dokumentation wurde am 13. Februar 2007 auf Arte gesendet.

Ted Anspach zeigt in seiner Dokumentation, dass Homosexuelle noch immer ausgegrenzt werden, indem beispielsweise Forscher in den USA weiterhin nach einem „Homosexualitäts-Gen“ suchen. Diese Frage ist allerdings längst überholt: Sie lässt sich nicht beantworten und hilft Homosexuellen in der Gestaltung ihres Lebens auch gar nicht weiter. Ted Anspach gelang es zudem, eine „Therapiesitzung“ fundamentaler und evangelikaler Christen zur „Heilung“ von Homosexualität zu filmen. Dabei wird der Zuschauer zum Beobachter einer offenkundig menschenunwürdigen Situation. Der Filmemacher verliere „niemals die politische Brisanz des Themas aus dem Blick“, lobt Jury-Mitglied Dr. Jürgen Bräunlein. Anspach liefere „eine ebenso informative wie spannend aufbereitete Dokumentation, die sich jeden reißerischen Ton verbietet“.

Ted Anspach ist Franzose und lebt in Paris. Nach seinem Jura-Studium an der Elite-Universität Sorbonne kam er zum Journalismus. Für Arte und den französischen Bildungssender France 5 dreht er Dokumentarfilme zu sozialen und historischen Themen. Zurzeit arbeitet er an einer Ronald-Reagan-Biographie für Arte. Das Preisgeld in Höhe von 500 Euro spendet Anspach an die lesbisch-schwule Hilfs- und Beratungsorganisation Lambda im polnischen Kraków.

Neben Anspach zeichnet der BLSJ Kerstin Kilanowski mit dem undotierten Sonderpreis des Felix-Rexhausen-Preises aus. Damit wird ihr dreistündiges Radio-Feature „Tanz auf der Grenze – Was ist Mann, was ist Frau?“, gesendet auf WDR3 am 30. Juni 2007, gewürdigt.

Der lesbisch-schwule Medienpreis wurde zum zehnten Mal vergeben. Der BLSJ würdigt damit ein besonderes publizistisches Engagement bei der Berichterstattung über Lesben und Schwule.

Felix Rexhausen, der Namenspatron des Preises, wurde 1932 in Köln geboren und starb 1992 in Hamburg. Er war gemeinsam mit Gerd Ruge und Carola Stern Mitbegründer der deutschen Sektion von Amnesty International und arbeitete für den Rundfunk sowie für Zeitungen und Zeitschriften. Rexhausen war noch zu Zeiten des alten Paragrafen 175 ein selbstbewusster Journalist, der die Lebensumstände schwuler Männer eindringlich thematisierte.

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Hinweis für Journalistinnen und Journalisten:
- Unter www.felix-rexhausen-preis.de finden Sie ab Montag Fotos der Gewinner, die Sie dort in Druckauflösung zur honorarfreien Nutzung anfordern können.
- Außerdem können Sie dort die ausführliche Begründung der Jury abrufen.
- Für Anfragen zu Interviews stehen wir Ihnen gerne zur Verfügung. Ted Anspach spricht englisch und französisch.

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