(openPR) Das beschauliche Tübingen mit seinen Straßen und Gassen, den kleinen Läden und besonde-ren Lokalitäten bietet ein ganz eigenes Ambiente für Heiger Ostertags neuen Kriminalroman Fließende Nebel. Schauplatz der Handlung ist primär das Universitäts- und Studentenmilieu der Stadt. Eine Serie von Morden an Studentinnen muss geklärt werden und die Spuren ver-weisen direkt in den Lehrbereich der alten Alma Mater!
Die Eurythmistin Anna Tierse, dem Leser aus den ersten beiden Bänden der Trilogie bekannt, ist diesmal über ihre Tochter Eva-Maria mit dem Geschehen verbunden. Eva-Maria bezieht zum Semesterbeginn ein Zimmer in einer WG, in der das erste Opfer wohnte. Die Tote selbst stand unter dem Pseudonym „Dio-tima“ in einem literarischen E-Mail- und Chatkontakt mit einem gewissen „Hyperion“. Wer ist „Hyperion“? Bei der Beantwortung dieser Frage wie bei der Suche nach dem oder die Täter spielen literarische Verweise auf Hölderlin, Hesse und ihre Spuren in Form von Denkmälern, Manuskripten und städtischen Baulichkeiten eine entscheidende Rolle. Ein bis dahin unbekanntes Hesse-Manuskript wird entdeckt und veröffentlicht.
Bald darauf findet man seinen Publizisten erschlagen auf. Nach diesem Mord scheint alles auf seinen universitären Konkurrenten, einem Hölderlinspezialisten, hinzudeuten. Andere Indizien weisen jedoch auf das weniger literarische Burschenschaftsmilieu; Studenten aus dem Umfeld der WG, die Kontakte zu einer Verbindung pflegen, werden zusehends belastet. Die Kriminalinspektorin Kathrin Schröders ermittelt vor Ort, ein Kollege erlebt undercover einen typischen Kneipabend. Neue Spuren werden entdeckt, die Hinweise verdichten sich – und führen zu einem fatalen Irrtum! Erst durch einen Anschlag auf ihre Tochter im Hölderlinturm findet Anna Tierse die Wahrheit heraus. In einer nächtlichen Verfolgungsjagd auf dem Neckar (im Stocherkahn!) gelingt endlich die Entlarvung des Täters.
Bereits im ersten Teil der Trilogie „Fallender Schatten“ klärte das Duo Anna Tierse und ihre Freundin, die Kriminalinspektorin Kathrin Schröder, einen mysteriösen Todesfall in einer bekannten Stuttgarter Waldorfschule. Die Tat erwies sich als der Anfang einer Reihe von Verbrechen, deren Ursache in einem fernen „Früher“ lag. Mit den ganz eigenen und neuen Methoden ihres Berufes durchdrang die Eurythmistin Anna Tierse die schwarzen Schatten der Vergangenheit und brachte am Ende Licht in das gefährliche Dunkel.
Im zweiten Band „Fliehende Zeit“ entführte der morgendliche Lauf eines Sportlers den Leser in eine Welt, in der seltsame Dinge passieren. Eine gesichtlose Leiche treibt im See, in dunklen Zirkeln entstehen düstere Pläne. Stuttgart und seine politischen Schaltzentren werden zum Schauplatz einer bewegten und aktionsgeladenen Handlung. In dieses turbulente Geschehen geraten wieder Anna Tierse und Kathrin Schröder. Erst in buchstäblich letzter Minute gelingt es ihnen, mit ihrem Team der "fliehenden Zeit" zuvorzukommen und den Fall vor dem geplanten, schrecklichen Finale zu lösen.
Leser müssen allmählich befürchten, es gebe keine neuen exotischen Milieus mehr, in denen finstere Intrigen gesponnen und blutige Morde begangen werden. Umso dankbarer muss man den Autor Heiger Ostertag sein, der eine ganz neue Welt für den Kriminalroman erschließt. SÜDWESTRUNDFUNK, Buchtipps













