(openPR) Gilad Atzmon wurde 1963 in Israel geboren und studierte an der Rubin Academy in Jerusalem. Bis 1994 arbeitete er als Produzent und Arrangeur für diverse Tanz- und Rockacts aus Israel und trat auch in Europa und Amerika mit ethnischer jüdischer Musik auf. Er war an Aufnahmen von Ofra Haza, Yeuda Poliker u.a. beteiligt. Er arbeitete auch mit Memphis Slim, Jack DeJohnette, Michel Petrucciani oder Richie Beirach. 1994 kam er nach Großbritannien. Er gründete in London das Oriental House Ensemble und begann, seine eigenen Wurzeln im Licht der politischen Realität neu zu definieren. Auch Atzmons streitbare Essays fanden weite Verbreitung. Seine Romane "Anleitung für Zweifelnde" (dtv) und "My One And Only Love" (Edition Nautilus) wurden in insgesamt 24 Sprachen übersetzt.
Gilad Atzmons Musik hat sich zu einer ganz eigenen Mischung von Kulturen und Traditionen entwickelt. Als Bandleader und Multi-Instrumentalist (Sopran-, Alt-, Tenor-, Baritonsax, Klarinette, Sol, Zurna, Flöten) verblüfft Atzmon mit einem kraftvollen Personalstil, in dem virtuoser Bebop und nahöstliche Wurzeln auf raffinierte und oft ironische Weise zusammenfinden. Atzmon gilt in England als "lokaler Jazz-Gigant", als ein "unabhängiger und unbändiger Geist in turbulenter Entwicklung" und als "Offenbarung". Sein letztes Album "musiK" (2005) wurde vom Time Out Magazine zum "Jazz-Album des Jahres" gewählt und war für die BBC Jazz Awards nominiert. Fono Forum schrieb: "Ironisch spielt die CD mit Traditionen - Klezmer, Tango, Lili Marleen - und wertet sie um in eine neue fesselnde Art von Jazz. Dieser Jazz hat eine ungewohnte intellektuelle Tiefe, er ist abwechslungsreich und packend, und die Souveränität, mit der Atzmons Musiker das Program meistern, überzeugt."
Über sein neues Album "Refuge" sagt Gilad Atzmon: "Frieden ist nirgendwo.
Jeden zweiten Tag entsteht irgendwo ein neuer Konflikt. Die Welt wird immer
feindlicher, die Musik ist unsere Zuflucht geworden. Musik ist kein Botschafter, sondern die Botschaft selbst." "Refuge", ein Album voller
Wahrheit, Energie, Frieden, Weisheit und Schönheit, ist ein reifes und
faszinierendes Statement, das zwischen orientalisch gefärbter Trauer und
Jazzballaden-Melancholie changiert. Trotz spritziger Einsprengsel aus
Fusion, Latin und Elektronik klangen die Musiker des Ensembles nie beseelter
und ausdrucksvoller. Ein großer Wurf.
Gilad Atzmon alto sax, soprano sax, clarinet, flutes, electronics
Frank Harrison piano, keyboards, Yaron Stavi bass, Asaf Sirkis drums, Paul
Jayasinha trumpet (on 2 tracks)
Tourdaten:
8.3. Bielefeld | 9.3. Klagenfurt - tba | 10.3. Karlsruhe
13.3. Saarwellingen | 14.3. Künzelsau | 17.3. Wien | 18.3. München
Pressestimmen:
The Independent 9/2007, Roger Trapp
"The saxophonist Gilad Atzmon and his Orient House Ensembles's new CD,
Refuge, is a typically wide-ranging effort. At times, Atzmon is almost
mainstream in his boppish solos, at others he veers off into territories all
of his own. Exciting stuff."
All About Jazz 9/2007, Chris May
"By contrast, the band's Albums-Refuge is the fifth-have tended to be more
measured affairs, placing Atzmon's visceral mix of bop,free-bop, fusion,
Jewish and Arabic musics in a more finely nuanced context. Some listeners
have welcomed Orient House's approach to studio albums; others have found it uninvolving. Personally, I love it. If I want to be beaten about the ears with sonic excess, I'd sooner volunteer for the experience in a club than in my own home. But what shouldn't be in dispute is the quality of Refuge, which is certainly Atzmon and Orient House's most assured recorded outing to date, and one of the most satisfying jazz albums to come out of the UK so far in 2007."
Financial Times 10/2007, Mike Hobart
"Israeli-born saxophonist Atzmon wears his left-slanting political convictions on his sleeve, and live gigs usually mix agitprop verbals in with rootsy jazz. Here the finely crafted music is itself the message - deeply felt and strongly melodic. The plangent "Autumn in Baghdad" and the stately "Prayer for Peace" open and close the set; sandwiched between, his quartet deliver lush Ellingtonian clarinet, funky electronica and the title track's Latin romp."













