(openPR) Kommunikation – das Zukunftsthema
Mit dem Wertewandel kommen neue Themen auf, die sich eindeutig in den Wohnprodukten zeigen. Am Beispiel von Sitzmöbeln konnten wir sehen, dass die Firmen und Designer der IMM dem Thema Kommunikation einen wichtigen Stellenwert geben. Kommunikation im Sinne von Miteinander, von Nähe, von Partnerschaft, von Zugehörigkeit.
Das spektakulärste Beispiel ist die „Stuhlhockerbank“ von Kraud. Hier trifft sich die Familie oder Freunde in lockerer Formation, fest verbunden über die schlicht designte Bank aus edlem Holz. Trotzdem hat jeder der Gruppe einen festen Platz auf den Vintage-Stühlen, die in der Bank eingewachsen zu sein scheinen. So trifft die Gruppe auf die Gemeinschaft von Tradition, Design, Natur und Trend, der 4 unterscheidbaren Wohnstile, die hier zu einem Produkt zusammenwachsen.
Kommunikation bedeutet auch Vernetzung und Miteinander verschiedenster Stile.
Sinnlicher Designkunde
Der Design-orientierte Kunde wird sinnlicher. Seine Formensprache wird runder und weicher und die Oberflächen seiner Produkte haptischer. Auch die Muster sind nun nicht mehr nur grafisch geometrisch sondern geschwungen. An die Wand darf nun sogar eine Tapete - allerdings Weiß-in-Weiß schillernd. Zusätzlich zu seinen Hauptfarben Weiß, Schwarz und die Grau- und Silbertöne dazwischen greift er nun auch für einzelne Produkte zu Rot- und Violett-Tönen als Eyecatcher. Vor allem die Farbe VIOLETT zeigt, dass sich der Designkunde Emotionen erlaubt. Gilt doch diese Farbe als religiös geistige Prototypefarbe. Dass sie so stark wiederkommt im Wohnbereich und sogar den Designkunden erreicht, bedeutet die Hinwendung zur emotionalen Intelligenz, weg vom rein Sachlichen und weg von der Überbetonung der Ratio, des reinen Wissens-Verstandes.
An diesen sichtbaren Symptomen können wir auch eine Aufwertung der Wohnkultur festmachen. Familie und Freunde sind wieder wichtig. Wir nehmen uns mehr ZEIT für sie und holen neue Produkte ins Haus, die die neuen Themen deutlich sichtbar werden lassen.
Glamouröser Naturkunde
Beim Natur-orientierten Kunden darf es nun auch glitzern. Seine Materialien werden edler und glamouröser und besonders die Metallfarben Gold und Kupfer bringen in seine Welt eine neue Optik. Die Muster sind von der Natur inspiriert und werden authentisch gezeigt oder stilisiert interpretiert. Kuschelige Pelze und Felle, echt oder wie echt aussehend, finden sich als Kissen, Decken und Teppiche wieder. Natur wird als Abbildung ins Haus geholt, und die Wohnambienten nach draußen gebracht. Die bisherigen Trennungen - hier Indoor, dort Terrasse, Balkon und Garten, verschwinden und machen einem Gesamt-Lifestyle Platz, der in seiner Verzahnung wie selbstverständlich wirkt.
Farbreduzierter Traditionskunde
Schwelgte noch vor 2 Jahren der Traditionskunde in intensiver Farbigkeit und in massiven Goldtönen, so nimmt er jetzt Farbe zurück. Wir sehen viel Weiß, zarte Beige und Brauntöne, viel Silber und das neue Kupfer. Auf allen Messen zeigen sich dieselben Tendenzen. Tradition wird bewahrt in Dessinierungen, Mustern, Materialien, sowie in Formen und alten Techniken.
So wird die Technik des Polsterns mit Heftknöpfen hochgehalten, kommt aber in weißem glänzenden Hightech Material zum Tragen. So werden alte traditionelle Häkelmuster für Vorhänge und Kissen verwendet, jedoch in Schneeweiß. Wände werden voluminös aufgepolstert, mit Glitzersteinen nach alten Dekorvorbildern geschmückt, aber ebenfalls in Weiß gezeigt und in Silber. Bis hin zum Teppichboden formt das traditionelle Wohnambiente eine neue Modernität. Ein altes ornamentales Muster blüht dreidimensional silbergrau auf einem kühlen hellsilbernen Taftgrund. Eine nie da gewesene neue Dimension des Wohnens.
Nostalgischer Trendkunde
Bisher mixte der Trendkunde alle Stile und schaffte sich dadurch ein individuelles, unverwechselbares Stilambiente. Auf allen Messen wurde deutlich, dass er sich nach wie vor gerne Elemente vom Designkunden, vom Naturkunden und aus der Tradition holt. Neu ist, dass er vermehrt zu Gegenständen greift, die wie schon gebraucht aussehen, die eine Geschichte erzählen, obwohl sie u. U. nagelneu sind. Er scheint sich auf Flohmärkten zu bedienen, zaubert mit ethnischen Dessins oder Mustern aus dem letzten Jahrhundert gemütliche Ecken, und verfremdet gleichzeitig seine Umgebung mit virtuellen Elementen. So lässt er seine Freunde Widmungen oder Geistesblitze an die Wände schreiben, die er vervollständigt mit virtuell dargestellten Möbelstücken. Die Ideen für seine Möbel „borgt“ er sich überall - aus dem Sanitärbereich, aus Getränkefabriken, oder aus antiken Gärten. Seine Fußböden aus gutem Holz streicht er hochfarbig und lackiert sie schillernd glänzend.
Die Produkte für den Trendkunden zeigen auf den Messen, wie sich der Stilmix in der Zukunft zu neuen, nie gesehenen Produkten entwickeln wird.













