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Wem helfen Schlankheitspillen?

21.01.200814:28 UhrGesundheit & Medizin

(openPR) Neuer Gentest sagt Wirksamkeit und Nebenwirkungen von Reductil® (Meridia™) vorher

Übergewicht und Fettsucht nehmen in allen westlichen Ländern beängstigend rasch zu. Die Betroffenen haben häufig mit Diabetes, Bluthochdruck, Herzinfarkt, Gelenkschäden oder auch Krebs zu kämpfen. Trotz Sport und Ernährungsumstellung gelingt es vielen dicken Menschen nicht, ihr Gewicht dauerhaft zu senken. Medikamente sollen sie dann zusätzlich unterstützen. Aber wem helfen diese Mittel wirklich? Wer bekommt stattdessen eher die Nebenwirkungen wie Herzrasen oder Bluthochdruck zu spüren? Diesen Fragen gingen jetzt Forscher des UK Essen (Dr. Ulrich Frey, Prof. Karl-Heinz Jöckel, Prof. Winfried Siffert) und des Münchener Klinikums rechts der Isar (Prof. Hans Hauner; Direktor der Klinik für Ernährungsmedizin) nach. „Wir konnten zeigen, dass abhängig von den Erbanlagen manche Medikamente keinen Nutzen bringen, sondern sogar gefährlich sein können“, bringt Prof. Winfried Siffert, einer der Studienleiter und Direktor des Instituts für Pharmakogenetik am UK Essen, das Ergebnis auf den Punkt.



G-Protein steuert Fettverbrennung und Herzfrequenz
In ihren Untersuchungen fanden die Wissenschaftler zum ersten Mal im Gen „GNAS“ eine häufige Genveränderung. „GNAS“ steuert die Produktion eines so genannten „stimulierenden G-Proteins“, welches unter anderem an der Fettverbrennung und an der Steuerung der Herzfrequenz beteiligt ist. Menschen mit der GG-Variante, das sind rund 40 Prozent, produzieren am meisten von diesem stimulierenden G-Protein. Diejenigen mit der A-Variante produzieren weniger.

Neue Erkenntnisse in Studie zur Gewichtsabnahme eingebracht: Erstaunliche Ergebnisse
Die Forscher führten daraufhin Genuntersuchungen bei 110 übergewichtigen Patienten durch, die bei einer klinischen Gewichtsreduktionsstudie teilgenommen hatten. In dieser insgesamt ein Jahr dauernden Studie mussten alle Teilnehmer mehr Sport treiben und ihre Kalorienzufuhr einschränken. Die Hälfte der Teilnehmer bekam noch zusätzlich das Medikament Reductil®, die anderen nur ein Scheinmedikament, also Placebo. Reductil®, das auf dem amerikanischen Markt unter dem Namen „Meridia™“ vertrieben wird, enthält den Wirkstoff Sibutramin. Dieser erhöht das Sättigungsgefühl und verstärkt vermutlich auch die Verbrennung von Fett in Fettzellen. Allerdings ist dieses Mittel nicht ungefährlich; es führt zu einem Anstieg des Blutdrucks und zu Herzrasen.

Reductil® eher schädlich für Patienten mit GG-Genvariante
Ziel der Studie war es zu prüfen, ob Reductil® im Vergleich zum Placebo tatsächlich zu einer vermehrten Gewichtsreduktion innerhalb eines Jahres führte. Dabei wurde diese Medikamentenprüfung doppelt blind durchgeführt: weder Ärzte noch Patienten wussten, ob sie das echte oder ein Scheinmedikament bekamen. Die nachträglichen Genanalysen der Wissenschaftler führten zu einem erstaunlichen Befund: Patienten mit der GG-Genvariante konnten bei Lebensstiländerung im Jahr 7,5 kg abnehmen und die Einnahme von Reductil® führte zu keiner weiteren Gewichtsabnahme. Dafür zeigten diese Patienten einen besonders ausgeprägten Anstieg der Herzfrequenz und des Blutdrucks. Die Patienten mit der A-Variante hingegen konnten mit Reductil® 9,4 kg statt nur 4,5 kg ohne Medikament abnehmen und sie zeigten zudem weniger Herz-Kreislauf-Nebenwirkungen. „Gentest können künftig helfen, für jeden übergewichtigen Patienten die optimale Therapie zu bestimmen und gefährliche Nebenwirkungen zu vermeiden“, ist Prof. Siffert nach diesen neuen Erkenntnissen überzeugt.

Forscher fordern weitere Untersuchungen: mehr Arzneimittelsicherheit
Die Forscher halten es nun für dringend erforderlich, dass schnellstmöglich weitere Untersuchungen zur Bestätigung dieses Befunds durchgeführt werden. „Wir sehen hier die Pharmaindustrie in der Pflicht, weitere Untersuchungen zu ermöglichen oder selbst durchzuführen, damit die Arzneitherapiesicherheit erhöht wird“, so Siffert. Die Ergebnisse der Untersuchungen wurden auch in der angesehenen Fachzeitschrift „Pharmacogenetics and Genomics“ zur Publikation angenommen.

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