(openPR) Nebel am Morgen, nasse Straßen und Wege und die Feuchtigkeit zieht durch Kleidung – wahrlich kein Läufertraum. Ich muss zugeben, dass ich erst am Sonntag meine ganzen guten Vorsätze über den Haufen geworfen habe und im warmen Bett geblieben bin, statt im Wald laufen zu gehen. Dennoch: Gerade jetzt sollten wir alle in die Schuhe springen und uns sportlich betätigen. Denn keine Jahreszeiten sind so gut dazu geeignet, Körperspeck anzusetzen wie der Herbst und der Winter. Ideal zur Fettverbrennung ist und bleibt Nordic Walking oder, noch besser, Ausdauerlaufen.
Mit diesen beiden Sportarten senken Sie
• Ihre Thrombosegefahr. Sie verbessern die Fließeigenschaft Ihres Blutes und vermeiden so, dass Ihre Blutplättchen verklumpen.
• Ihren zu hohen Blutdruck. Nur ein regelmäßiges Ausdauertraining macht Ihre Gefäßwände wieder elastisch. Dadurch können sie dem Blutstrom besser nachgeben, Ihr Herz muss nicht mehr so stark pumpen.
• Ihren Cholesterinspiegel. Was Sie mit dem Ausdauersport schaffen, bringen Ihnen weder Medikamente noch eine Diät. Nichts kann Ihre Blutfettwerte so verbessern wie Ausdauersport. Ihr Triglycerid-Spiegel, also das Blutfett, sinkt. Das schlechte LDL-Cholesterin wird abgebaut und kann sich nicht mehr in Ihren Arterien festsetzen. Im Gegenzug steigt das gute HDL-Cholesterin. Dieses arbeitet für Sie, denn HDL ist in der Lage, das schlechte Cholesterin aus Ihren Gefäßen zu entfernen.
• Ihren Insulinspiegel. Ist zu viel Insulin im Blut, transportiert es Fett auf Ihre Hüften und speichert Salz im Körper. Dadurch bleibt zu viel Wasser in Ihrem Körpergewebe und lässt Sie aufgeschwemmt erscheinen. Auf Dauer zu hoher Blutzucker zerstört Ihre Nerven sowie die feinen Gefäßenden und fördert so Arteriosklerose und Herzinfarkt.
Noch ein Pluspunkt des Laufens: Senken Sie Ihren Insulinspiegel durch Laufen, gehen Sie aktiv gegen Altersdiabetes vor. Sie vermeiden ständige Insulinschwankungen, die auf Dauer dafür sorgen würden, dass Ihre Körperzellen resistent gegen dieses Hormon werden.
4 Tipps, wie Sie Ihren inneren Schweinehund überwinden
Regelmäßig Sport zu machen ist ein Ziel von so vielen Menschen. Leider scheitert es so oft an einem recht bösartigen Tier. Die Rede ist vom gemeinen Schweinehund. Er kann sich wahrlich ganz schön groß machen – und ist an vielen gescheiterten Hobby-Sportler-Versuchen schuld. Dabei ist es gar nicht so schwer, ihn in den Griff zu bekommen. Mit meinen Tipps wird er schon bald keine Macht mehr über Sie haben.
1. Lassen Sie nicht zu, dass er wachsen kann. Ein Schweinehund wird mit jedem Morgen immer größer. Verschieben Sie Ihr Training also nicht weiter, denken Sie sich nicht „Morgen mache ich Sport“. Sonst kostet es Sie immer mehr Überwindung, tatsächlich anzufangen.
2. Suchen Sie sich einen zweiten Tierbändiger. Im Doppel klappt alles besser. Wenn Sie sich mit einem Nachbarn, Freund oder Bekannten zum Sport verabreden, ist die Hemmschwelle abzusagen, viel größer. Einmal wird man Ihnen eine faule Ausrede abnehmen, aber kein zweites oder drittes Mal hintereinander.
3. Geben Sie dem Schweinehund keine Zeit. Kommen Sie nach Hause und machen es sich erst einmal auf Ihrem Sofa bequem, wird es Ihnen sehr schwerfallen, sich noch einmal aufzurappeln. Steigen Sie dagegen sofort in Ihre Sportschuhe, haben Sie gar keine Zeit, sich faule Ausreden zu überlegen.
4. Schaffen Sie Gewohnheiten. Wenn Sie immer zur gleichen Zeit die Sportschuhe anziehen, dauert es gerade einmal vier Wochen, danach ist der Sport zu einer neuen Gewohnheit geworden, die Ihnen genauso selbstverständlich ist wie zum Beispiel das Zähneputzen. Und auch wenn dann einmal ein Trainingstag ausfallen muss, vielleicht wegen einer kleinen Erkältung, Ihr Schweinehund hat keine Macht mehr über Sie. Sie laufen, sobald es möglich ist, wieder locker lächelnd los.
Auf das richtige Tempo kommt es an
Aber bevor Sie nun einfach ein paar Turnschuhe schnüren, empfehle ich Ihnen, vorher einen Sportarzt aufzusuchen. Besonders wichtig ist das, wenn Sie lange Jahre keinen Sport getrieben haben oder Ihre Gefäße schon belastet sind. Dann sollten Sie sich gründlich untersuchen lassen. Zudem sollten Sie einen sportmedizinischen Test machen lassen, bei dem Ihr Grenzpuls festgestellt wird. Nur wenn Sie in Ihren Pulsgrenzen laufen, trainieren Sie im so genannten aeroben Bereich, im Sauerstoffüberschuss. Das bedeutet, dass Ihrem Körper so viel Sauerstoff zur Verfügung steht, wie er braucht, um überschüssiges Fett zu verbrennen, so erholen sich nach und nach Ihre Gefäße. Mit einer Pulsuhr können Sie während des Laufens Ihre Pulsgrenzen kontrollieren und so feststellen, dass Sie sich nicht zu schnell bewegen.
Wenn Sie erst einmal vier Monate lang 3- bis 4-mal pro Woche 30 Minuten lang Sport getrieben haben, werden Sie belohnt. Die Enzyme in Ihrem Körper, die bisher nur Zucker verbrannt haben, stellen sich dann um und verbrennen Fett. Das tun sie gleichmäßig, ob Sie nun laufen oder nicht. Auch an einem Tag, an dem Sie nicht gelaufen sind, wird das schädliche Körperfett vernichtet und Ihre Arterien bleiben dauerhaft jung.










