(openPR) „Was mich interessiert, ist: das, was ist. Nicht, warum es ist. Auch nicht, wie es besser sein könnte“, sagt Hubert Kaltenmark über seine Arbeiten. In der Ausstellung werden Werke aus drei Arbeitsfeldern des Künstlers gezeigt: Fototransfers auf Beton, Steinarbeiten und Giftarbeiten.
Kaltenmark zeigt in seinen Fototransfers das, was ist: Alltag. Menschen, in der Nähe seines Ateliers in Kressbronn aufgenommen, Mütter mit Kindern. Die Menschen seines persönlichen Alltags bieten Anlass für Portraits, die auf dem für die Fotografie fremden Material Beton eine weiche, luftige, fast impressionistische Wirkung entfalten. Das Fragen nach Inhalten bleibt dem Betrachter überlassen. In der Gegensätzlichkeit von Bildinhalt und Material stecken weitere Rätsel, deren Antwort Hubert Kaltenmark nicht zu ergründen sucht: Ihm geht es darum, den Betrachter an eine neue Sichtweise heranzuführen.
Die Stein- und Giftarbeiten, beide Werkgruppen von Kaltenmark lange vor der Fotografie begonnen, zeigen weitere Facetten der gleichen Blickrichtung, in verschiedenen Ausprägungen. Die Steinarbeiten mit Lochreihen stehen für den Versuch das Unendliche hinter dem Endlichen zu entdecken. Die Schriften auf weiteren Steinarbeiten offenbaren erst um 90° auf die Seite gedreht ihren Sinn, lassen sich nur mühsam entziffern. Die Giftarbeiten entziehen sich im Schaffensprozess teils der Kontrolle des Künstlers: Mit Säuren werden Papiere behandelt, deren Farbentwicklung im chemischen und künstlerisch provozierten Prozess erst nach Tagen sichtbar wird und die sich während der gesamten Existenz der Arbeit ständig verändern wird.
Bei Kaltenmark sind Ausschnitte aus der Wirklichkeit stets als Symptom der Realität zu verstehen. Es sind wie mit dem Seziermesser herausgetrennte Teile, die Allgemeines, Zusammenhänge, Prinzipien erahnen lassen. Und so ist das Mittel, die jeweilige Technik, lediglich ein Weg, um die Aufgabenstellung, die jeweilige Frage, zu formulieren.
Hubert Kaltenmark
„Feldarbeit“
Fototransfers auf Beton, Steinarbeiten, Giftarbeiten
Vernissage 12. Januar 2008, 19.00 Uhr
Ausstellung 13. Januar bis 23. Februar 2008
Öffnungszeiten Mi – Sa 12.00 – 19.00 Uhr












