(openPR) In der Galerie Degenhartt in Berlin-Mitte versteigert Arthur Schmidt alias GVOON Bilder mit dem Materialwert (ab 18 Euro) als Startpreis. In der Ausstellungsaktion vom 13. bis 17. Januar 2009 zeigt GVOON aktuelle und Arbeiten der letzten Jahre mit einer abschließenden silent auction. Aufbau und Vorbesichtigung sind vom 13. bis 16. Januar von 13 bis 18 Uhr. Die silent auction findet am 17. Januar von 16 bis 21 Uhr statt.
Die ausgestellten Arbeiten, eine Auswahl aus den aktuellen Arbeiten von 2007 / 2008, werden nicht wie in einer normalen Austellung verkauft, sondern in einer silent auction („stillen Auktion“ bzw. Versteigerung) einem interessierten Publikum zugänglich gemacht, wobei sich das Anfangsgebot zu jedem Bild auf den tatsächlichen Materialwert bezieht. Dieser bewegt sich je nach Größe und verwendeter Farbe zwischen 18 und 360 Euro. Dieses Verkaufsprinzip will GVOON künftig mehrmals im Jahr an verschiedenen Orten veranstalten. Bereits jetzt sind alle Arbeiten von GVOON, die in der Ausstellung zur „stillen Versteigerung“ kommen werden, vorab im Web auf der Seite der Galerie Degenhartt zu sehen.
Es gibt seit Jahresanfang ein von GVOON im Internet betriebenes Auktionssystem unter der Adresse www.auktion.gvoon.de, wo Bilder vom Künstler selbst versteigert werden. Vom 5. bis 18. Januar haben hier Interessierte die Möglichkeit, Bilder mit dem Materialwert von 18 Euro als Startpreis direkt über das Internet zu ersteigern, die nicht in der Galerie erhältlich sind.
Die Vorgehensweise dieser Ausstellungskonzeption und des Auktionsystems im Internet ist eine mehr als konsequente Fortführung der eigenwilligen künstlerischen Arbeiten von GVOON. Ziel ist es, seine Arbeiten Interessenten ohne Teilnahme an den üblichen kommerziellen Vertriebswegen zum „gefühlten Wert“ zugänglich zu machen. Dabei ist es für Gvoon auch wichtig, über das Loslassen der Werke Impulse für die weitere Arbeit zu erhalten. Zur Ausstellung erscheint ein Katalog mit den Arbeiten aus 2008, dessen Bestandteil auch die ausgesetzten Bilder sein werden.
GVOON alias Arthur Schmidt, geboren 1961 in Essen, aufgewachsen in der DDR, 1981 nach Inhaftierung wegen versuchter Republikflucht ausgewiesen, studierte 1982 bis 1988 an der Hochschule der Künste Berlin freie Malerei bei Prof. Martin Engelmann. GVOON steht für „Global Visions of other natures“ und spielt auf den Grenzbereich an, in dem sich Arthur Schmidt seit jeher bewegt hat. In den 90er Jahren zählte er zu den Internetpionieren und beschäftigte sich unter Anderem mit digital erzeugten, interaktiven Bildern. Von seinen zahlreichen Ausstellungen und interaktiven Installationen war am erfolgreichsten wohl die langjährige Zusammenarbeit mit dem Musiker Holger Czukay, die in mehreren gemeinsamen Aufführungen als czukay/gvoon:magazine Teil der „can solo live projects“ waren. Weitere Projekte von GVOON waren unter anderem in der Hamburger Musikhalle (Laeiszhalle) sowie in der Bonner Kunst- und Ausstellungshalle der Bundesrepublik Deutschland zu sehen. Nach den Aktivitäten der 80er und 90er Jahre hat er die Malerei für sich neu entdeckt und bleibt darin vor allem vom Deutschen Informel und Tachismus beeinflusst.
Die Langzeit-Kunstaktion „Ausgesetzte Bilder“ des Künstlers, um die sich in den letzten beiden Jahren in Köln, Hamburg und Berlin eine ganz eigene Kunst-community gebildet hat, schafft im Frühjahr den Sprung in die USA. Sie wird im Februar und März in New York fortgesetzt.












