(openPR) Volkswagen Marken-Botschafter Hans-Joachim Stuck äußerte sich im Gespräch mit ausgewählten Pressevertretern anlässlich einer Veranstaltung des Wolfsburger Autozubehörspezialisten KAMEI unter anderem zu seinen Vorstellungen über die Formel-1.
Frage: "Was die Formel-1 als mögliche künftige Stoßrichtung angeht, gab es aus Wolfsburg ja vor gar nicht allzu langer Zeit wieder einmal ein klares Nein zu hören..."
Stuck: "Es ist im Konzern im Moment kein Thema und ich würde es im Moment auch nicht wirklich empfehlen, weil hier einfach die Reglementstabilität fehlt. Wenn man auf einen Schlag alle Windkanäle abschafft, die die Teams vorher um 100 Millionen Euro gebaut haben, dann muss man das einem Konzernvorstand erst einmal erklären. Zumindest wär´s ein bisserl blöd, wenn man die sündhaft teuren Windkanäle plötzlich nur mehr zum Wäschetrocknen verwenden dürfte. Die Formel-1 muss einfach generell umdenken..."
"...auch in Sachen Umweltschutz?"
"Absolut. Ich war ja zuletzt sieben Jahre bei Premiere und habe Bernie Ecclestone heuer beim vorletzten Rennen die Frage gestellt, wann er denn endlich einmal das Thema Energie in Angriff nehmen und zum Beispiel Katalysatoren vorschreiben wird. Er hat nur mit "F... you"! geantwortet, was vor laufender Kamera natürlich eine coole Ansage war, aber er wird sich natürlich auch noch umschauen. Das Thema Umweltschutz ist eines, dem sich der Motorsport nicht verschließen kann und genau darum werden wir uns bei Volkswagen neben vielen anderen Dingen in Zukunft kümmern."
Frage: "Was müsste man also ändern, damit die Formel-1 in das Konzept des Konzerns passen würde?"
Stuck: "Mit dem Wegfall der Traktionskontrolle wird zumindest in sportlicher Hinsicht etwas geschehen, das die Sache wieder spannender macht. Es wird der Popometer wieder gefragt sein und wir werden auch wieder viel mehr qualmende Reifen sehen. Dann müssen auch die Kosten drastisch reduziert und, wie gesagt, das Energiethema berücksichtigt werden. Die FIA hat schon einige Dinge in Planung, aber mir persönlich geht das alles einfach viel zu langsam."
Frage: "Gibt es für Sie eine Alternative zur Königsklasse..."
Stuck: "Ich trage da seit zwei, drei Jahren eine Idee mit mir herum, die hausintern bereits positiv angenommen wurde. Und zwar denke ich da an eine weltweite Tourenwagenserie mit bärenstarken V8 Motoren, Einheitschassis und neuen Technologien unter der Haube. Es gibt insgesamt 17 Automarken, für die dieses Konzept hervorragend passen würde. Selbst wenn nur zehn mitmachen, wäre das schon eine Riesengeschichte. Es geht jetzt allerdings darum, dass zwei, drei Konzernbosse einmal den Anfang machen und ihre Kollegen dann mitziehen. Wir wollen den Motorsport ein bisserl umdrehen und wir sind zuversichtlich, dass uns das auch gelingen wird."
Frage: "Der neue Tiguan und edle Corvara-Dachbox von KAMEI stehen im Mittelpunkt der Aktion, die sich wahrscheinlich keinen besseren Paten wünschen könnte, als den künftigen Motorsportrepräsentanten des Volkswagen-Konzerns. Welche Schwerpunkte werden Sie in Ihrer Arbeit setzen?"
Stuck: "Vielen Dank! Ich finde die Idee mit dem KAMEI SnowShuttle einfach toll - und bin hier auch gerne mit dabei, zumal mich mit KAMEI eine langjährige Freundschaft verbindet. Was meinen neuen Job angeht, war dieser Wechsel in den VW-Konzern für mich sicherlich das schönste Weihnachtsgeschenk, weil ich hier meine 37 Jahre Erfahrung im Motorsport wirklich mit einbringen kann. Wir haben zunächst einen Vertrag auf drei Jahre abgeschlossen, wobei ich es als meine Hauptaufgabe ansehe, mittel- bis langfristige Konzepte zu entwickeln und dabei insbesondere auch das Thema Energie anzugehen. Es wird dabei um Dinge gehen wie Energierückgewinnung, und auch die Hybridtechnik und Erdgas könnten Optionen sein, die man ernsthaft diskutieren muss. Im Dieselbereich ist Audi mit seinem Engagement in Le Mans und in der American Le Mans Series ja bereits ein Vorreiter im Rennsport."
Frage: "Motorsportler denken in ihrem täglichen Beruf oft sogar mehr über Sicherheit nach als der Otto-Normalverbraucher. Einmal Hand aufs Herz: Hat sich der ´Striezel` Stuck auch schon einmal seine Gedanken über die Risiken beim Ski-Transport gemacht?"
Stuck: "Selbstverständlich. Man muss sich nur einmal vor Augen führen, was bei einer Vollbremsung passieren kann, und man darf auch etwas anderes nicht vergessen: Wenn man die Skiausrüstung nicht in einer Dachbox, sondern offen transportiert, ist natürlich alles inklusive der Bindung dem aggressiven Salz ausgesetzt. Eine Dachbox gehört für mich zur Winterausrüstung einfach dazu - und dass KAMEI die besten baut, braucht man eigentlich gar nicht separat dazu erwähnen."
Danke für das Gespräch!
Das Interview wurde anlässlich des Auftakts der KAMEI SnowShuttle Aktion geführt. Vier brandneue VW Tiguan, die mit eleganten "Corvara" Dachboxen vom Wolfsburger Autozubehör-Spezialisten Kamei "getoppt" sind, stehen den Gästen vom Kitzbüheler "Biohotel Stanglwirt" zwei Wochen lang samt Chauffeur exklusiv zur Verfügung. Volkswagen Marken-Botschafter Hans-Joachim Stuck schwenkte am 27. Dezember zusammen mit dem ehemaligen Formel 3000-Europameister Norbert Siedler die Startflagge.
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