(openPR) Kaum hat sich der Börsenhandel nach dem Jahreswechsel wiederbelebt, sorgt der Ölpreis für neue Schlagzeilen. In New York kostete ein Barrel US-Rohöl (WTI, Light Sweet Crude Oil) gestern Abend erstmals über 100 $. Die europäische Nordseesorte Brent notierte mit rund 98 $ je Barrel knapp darunter. Ein historischer Höchststand, auf den die Börse durch immer neue spekulative Käufe von Finanzinvestoren seit Monaten "systematisch hingearbeitet" hat. Auch heute Morgen ist keine Entspannung absehbar. Fundamental untermauert wurde der Anstieg mit den immer gleichen Begründungen der letzten Wochen und Monate. Neben Rebellenunruhen in Nigeria wurden die weltweit hohe Nachfrage und der schwache Dollarkurs genannt. Dazu kam die Befürchtung von Versorgungsschwierigkeiten im Falle eines strengen Winters in den USA, obwohl es dort momentan eher wärmer ist als im langjährigen Mittel. Chicago beispielsweise meldet für die nächste Woche frühlingshafte Temperaturen bis zu 15 °C.
Bereits heute Nachmittag um 16:30 droht neues Ungemach, wenn in den USA die aktuellen Lagerbestandszahlen für Rohöl, Mitteldestillate (Heizöl/Diesel) und Benzin veröffentlicht werden. Fallen diese schlechter aus als erwartet, ist ein mit einem weiteren Preissprung zu rechnen und der Ölpreis könnte sich längerfristig in Regionen über 100 $ festsetzen. Die Charttechnik weist ohnehin nach oben.
Durch die anhaltende Börsenhausse ist ein Ende der Preisspirale auch bei den deutschen Heizölpreisen nicht absehbar. Anstelle des erhofften Preisrückgangs zu Jahresbeginn sehen wir Heizölpreise weit oberhalb von 70 Euro je 100 Liter. Eine 3000-Liter-Partie Heizöl schlägt im Bundesdurchschnitt mit bitteren 2.200 Euro zu Buche. Heute vor einem Jahr waren es nur rund 1.500 Euro (Preise frei Haus inkl. MwSt. bei Bestellung über www.heizoel24.de). Angesichts der jüngsten Entwicklung ist eine Wiederholung der Ölpreisentwicklung der Vorjahre, mit Schwächephasen im Januar und Februar und den typischen Jahreshöchstständen zu Beginn der Heizperiode im Herbst, in diesem Jahr mehr als fraglich geworden. Die Nachfrage nach Heizöl ist dennoch hoch. Viele Verbrauchauer haben bis zum Schluss mit der Ölbestellung gewartet oder nur kleine Mengen getankt. Die kalte Witterung zwingt nun zum Handeln. In vielen Regionen Deutschlands steigt das Thermometer in den nächsten Tagen auch tagsüber nicht über null Grad.









