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Bayerns größte Obstpresserei eingeweiht - 750.000 Liter Apfelsaft pro Tag

02.01.200823:02 UhrFreizeit, Buntes, Vermischtes

(openPR) „Spitze in Bayern“: Lindauer Bodensee-Fruchtsäfte GmbH investiert in die Zukunft

Lindau - Mit vier neuen vollautomatischen Fruchtpressen der neuesten, computergesteuerten Generation rückt die Lindauer Bodensee-Fruchtsäfte GmbH an die Spitze der Obstkeltereien in Bayern. Rund 750.000 Liter Fruchtsaft werden in Lindau künftig täglich produziert. Mit einer kirchlichen Weihe wurden die neuen Pressen feierlich in Betrieb genommen. Viel Prominenz hatte sich zur Einweihung eingefunden, darunter auch Bayerns Landwirtschaftsminister Josef Miller, Oberbürgermeisterin Petra Meier to Bernd-Seidl, Landrat Dr. Eduard Leifert und Landtagsabgeordneter Eberhard Rotter.



Zukunftsweisende Investitionen haben sich ausgezahlt
Für Geschäftsführer Klaus Widemann, dessen Familie den traditionsreichen Fruchtsaftbetrieb 1999 übernommen hat, ist die Inbetriebnahme der neuen Pressen der letzte von drei Schritten, in denen er durch zukunftsweisende Investitionen das Unternehmen auf Erfolgskurs gebracht hat. Eine neue Abfüllanlage und neue Edelstahltanks in einem gekühlten Tanklager, die eine Lagerkapazität von 16 Millionen Litern bieten, gingen der Beschaffung der neune Universalpressen in den letzten Jahren voraus. 750.000 Liter Saft kann das Unternehmen täglich von nun an produzieren. Pro Stunde befüllt das Unternehmen 20.000 Mehrweg-Glasflaschen.

Die neuen Pressen können alle gängigen Fruchtsorten verarbeiten. Meist handelt es sich um Äpfel, Birnen, Kirschen, Zwetschgen und Johannisbeeren, die die vielen Obstbaubetriebe im Großraum Lindau anliefern. 1000 Tonnen Obst können künftig pro Tag verarbeitet werden. Die ergeben 750.000 Liter-Flaschen Fruchtsaft.

Die Lindauer Fruchtsäfte setzen dabei ganz bewusst auf heimische Qualitätsprodukte. Während sich 20 % der Fruchtsafthersteller, die ca. 90 % des deutschen Marktes beherrschen, verstärkt in den osteuropäischen und asiatischen Märkten mit Konzentraten eindecken, teilen sich 400 kleinere Betriebe die restlichen 10 % Marktanteil. Anders als die „Großen“ füllen die Lindauer Fruchtsäfte in Mehrweg-Glasflaschen und nicht in Tetrapacks ab. In Bayern zählen die Lindauer Fruchtsäfte zu den zehn größten Fruchtsaftherstellern und sind der größte Obstkeltereibetrieb.

16 Millionen Liter Direktsaft können in den Kühltanks gelagert werden
Jahr für Jahr werden die Säfte der Lindauer Bodensee-Fruchtsäfte GmbH mit Medaillen und Auszeichnungen prämiert. Seit 2000 hat das Unternehmen 146 DLG-Medaillen errungen. Die Unternehmensphilosophie setzt somit zurecht auf allererste Qualität. In 59 Tanks, die zwischen 50.000 und 150.000 Liter fassen und in Kühlhallen aufgestellt sind, lagern 16 Millionen Liter Direktsaft. Dazu kommt noch sogenanntes Fruchtkonzentrat. Der Direktsaft kann so auch bei monatelanger Lagerung so frisch wie direkt nach der Verabreitung verwendet werden.

Widemann ist stolz auf seine treuen Zulieferbetriebe, die – oft in langjähriger Verbundenheit und Treue – erstklassige Qualität liefern. Dass die Produktion auch sehr stark ökologisch ausgerichtet ist, beweist die Tatsache, dass der BUND Naturschutz Bayern mit dem Lindauer Fruchtsafthersteller das erste Streuobstprojekt realisiert hat.

Ökologischer Kreislauf garantiert
Das angelieferte Obst wird gewaschen und dann auf einem Sortierband kontrolliert. Dann folgt der Mahlvorgang. Die so gewonnene Maische wird dann den großen Pressen zugeführt. Rund 75 % kann so z.B. bei den Äpfeln zu Saft verarbeitet werden. Der ausgepresste Rest des Fruchtfleisches ergibt den Trester. Dieser wird in einer speziellen Anlage getrocknet. Durch den hohen Anteil an Apfelpektin eignet sich der Trester als Grundlage für Geliermittel bei Marmeladen und Joghurt. 3 % beträgt der Anteil an Stielen und Schale, die kompostiert werden. So ergibt sich ein zu 100 % ökologischer Kreislauf.

Die Lindauer Bodensee-Fruchtsäfte GmbH produziert 13 verschiedene Sorten von Direktsäften. Dazu kommen 43 verschiedene Fruchtsäfte, Nektare, Frucht-Schorlen, Wellness-Getränke und Apfelwein.

Tradition seit 1936 – Qualität vom Bodensee geschätzt
Die Fruchtsaftproduktion in Lindau hat seit 1936 Tradition. 1999 hat Widemann den Betrieb übernommen und als Familienunternehmen mit höchsten Qualitätsansprüchen weitergeführt. Heute beliefern die Lindauer Fruchtsäfte einen Kundenkreis, der die Qualität vom Bodensee zu schätzen weiß. Kunden sind in erster Linie Getränkemärkte und –händler, Brauereien, Fachgroßmärkte und Gastronomiebetriebe im gesamten süddeutschen Raum. Beliefert werden aber auch Abnehmer in Nordrhein-Westfalen, Berlin und Sachsen.

Zum Unternehmen gehört auch ein eigener Fuhrpark mit sechs modernen Getränke-LKWs, die, wie sollte es bei Widemann auch anders sein, den modernsten Schadstoffgrenzwerten genügen.

Viel Prominent bei der Einweihung der neuen Pressen
Am Mittwoch, 12. September 2007 wurden die neuen Pressen nach der kirchlichen Weihe feierlich in Betrieb genommen. Unter den Gästen waren auch Bayerns Landwirtschaftsminister Josef Miller, Lindaus Oberbürgermeisterin Petra Meier to Bernd-Seidl, der Lindauer Landrat Dr. Eduard Leifert, der Landtagsabgeordnete Eberhard Rotter, die Apfelprinzessin vom Bodensee, Verena Hakspiel, sowie die Repräsentanten der Fachverbände, Erzeugergemeinschaften und die hiesigen Obstbauernvertreter.

Miller: „Lindauer Bodensee-Fruchtsäfte können sich am Markt sehr gut behaupten“
Josef Miller betonte in seiner Begrüßung die Bedeutung des Obstbaus am Bodensee. Die Obstbauern am Bodensee könnten heuer mit einer Rekordernte rechnen. Mit rund 281.000 Tonnen Äpfeln liege das Ergebnis rund 25 % über dem Vorjahres. Der Minister freute sich besonders darüber, dass sich die Lindauer Bodensee Fruchtsäfte GmbH trotz harter Konkurrenz ausgezeichnet am Markt behaupten könne. Die Übernahme des traditionsreichen Fruchtverarbeitungsunternehmen durch die Familie Widemann sei ein Glücksfall gewesen, sei doch die gesamte Mostobstaufnahme am bayerischen Bodensee in Gefahr gewesen. Widemann habe nicht nur die Produktion fortgeführt, sondern auch umfangreiche Investitionen vorgenommen und den Betrieb durch eine kluge und vorausschauende Geschäftspolitik auf Erfolgskurs gebracht.

Fördermittel bei den Lindauer Bodensee-Fruchtsäfte GmbH bestens angelegt
Miller betonte ausdrücklich, dass die Erweiterung und Modernisierung der Lindauer Bodensee-Fruchtsäfte GmbH vom Freistaat Bayern über das Programm „Förderung der Entwicklung des ländlichen Raumes“ gefördert worden sei. Bundes- und Landesmittel seien auf diese Weise bestens angelegt. Sein Ministerium trete für eine nachhaltige, wettbewerbsfähige Land-, Forst- und Ernährungswirtschaft ein. Der Lindauer Bodensee Fruchtsäfte GmbH versprach der Minister, auch weiterhin seine Unterstützung. Dies gelte insbesondere für die neuen Fruchtsaftpressen. Nach der kirchlichen Weihe durch Pfarrer Andreas Lay hatten die Gäste Gelegenheit, sich bei einer Betriebsbesichtigung ein Bild des – so Josef Miller - ausgezeichnet geführten und erfolgreichen mittelständischen Unternehmen zu machen.

Eine gute Nachricht hatte der Minister am Ende für die Obstbauern in Lindau und Umgebung: Der Erhalt der Versuchsstation für Obstbau in Schlachters sei gesichert. Kürzungen der jährlichen Mittel seien nicht beabsichtigt. Zusammen mit den Kreisfachberatern des Landratsamtes stünde den Obsterzeugern ein qualifiziertes und umfassendes Beratungsangebot zur Verfügung. Diese Unterstützung käme indirekt auch den Lindauer Bodensee-Fruchtsäfte GmbH wieder zugute.

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