(openPR) Vier Düsseldorfer Studenten haben das Webportal blogage.de gegründet. Das Neue daran: blogage.de bietet nicht nur die zur Zeit populärsten Funktionen des Web 2.0 aus einer Hand, sondern verknüpft sie sinnvoll miteinander. Als Reaktion auf die vieldiskutierten Geschäftsmodelle sozialer Netzwerke wie das StudiVZ oder Facebook, die Daten ihrer Benutzer kommerziell verwerten wollen, hat sich das Start-Up außerdem von vorne herein eine strenge Unternehmensethik auferlegt. Dazu gehört nicht nur ein strikter Datenschutz, sondern auch regelmäßige Spenden. Ganz im Sinne des Mitmachnetzes sollen die Nutzer des Portals über die Verteilung der Spendengelder entscheiden.
"Die bestehenden Angebote sind oftmals sehr umständlich in der Bedienung" schreiben die vier Gründer des Start-Ups, "unser Ziel ist es, dass auch Internet-Laien die Angebote des Web 2.0 nutzen können". In zwei Minuten ist der erste Blog erstellt, versprechen die Macher. Jede Funktion wird durch eine Direkthilfe erläutert und kurze Videoeinführungen erklären die auf dem Portal angebotenen Möglichkeiten. "Auf Anglizismen haben wir so weit wie möglich verzichtet", sagt Psychologiestudent Frederik Aust, der sich um die Grafiken kümmert und auf die Umsetzung von Ergonomieprinzipien achtet. "Was bei anderen als Tag Cloud bezeichnet wird, nennen wir einfach Schlagwortsuche".
Um im Dschungel der Inhalte das zu finden, was den Benutzer interessiert, können mit einem Klick Beiträge empfohlen werden. Anhand dieser Empfehlungen können sich die Besucher des Portals dann die beliebtesten Artikel anzeigen lassen. "So erleichtern wir den Besuchern unseres Portals die Suche nach interessanten und qualitativ hochwertigen Texten, Videos, Audiodateien und Bildern".
Das Portal vereint die zur Zeit populärsten Funktionen des Web 2.0 auf einer einzigen Plattform: Die Benutzer können einen kostenlosen Blog führen, Dateien hochladen oder sich beispielsweise als Musiker präsentieren. Selbsterstellte Musik und Videos können direkt auf einem Blog eingebunden oder über das Profil aufgerufen werden. Dabei überrage die Auflösung der Videostreams derzeitige Angebote wie Youtube oder Myvideo.de, so Informatik-Student Mutwin Kraus, der die gesamte Software für das Projekt schrieb.
Die in Deutschland vor allem durch das StudiVZ bekannt gewordenen Funktionen sozialer Netzwerke sind ebenfalls vorhanden und wurden in das Gesamtkonzept integriert: So ist es nicht nur möglich, sich über ein persönliches Profil selbst darzustellen und ein Netzwerk von Freunden aufzubauen. Für jede hochgeladene Datei, jeden Blogartikel und jede Angabe des Profils können die Benutzer einzeln einstellen, ob diese jeweils für alle oder nur die eigenen Freunde sichtbar sein sollen. Auch das Führen eines gänzlich privaten Online-Tagebuchs ist möglich. Den eigenen Blog können sich die Benutzer ganz nach ihren Wünschen anpassen. Sie können nicht nur aus zwölf individuell gestaltbaren Designs auswählen, sondern auch das Menü ihres Blogs um verschiedene Funktionen erweitern. Einen besonders hohen Stellenwert räumt die junge Firma nach eigenen Angaben dem Schutz der Daten ein. Anders als das jüngste Negativbeispiel StudiVZ, möchten die Düsseldorfer keinerlei Daten an Dritte weitergeben oder kommerziell nutzen. Jeder Benutzer hat die volle Kontrolle darüber, welche einzelnen Angaben öffentlich oder nur für Freunde sichtbar sein soll.
"Wir sagen von vorne herein klipp und klar: Uns geht es nicht um die Nutzerdaten", so die Studenten. Geld verdienen wolle man vielmehr über dezent eingeblendete Textwerbung und kostenpflichtige Zusatzangebote für professionelle Blogger, bei denen beispielsweise mehr Platz für die hochgeladenen Dateien zur Verfügung steht. "Nervige Werbe-Popups oder Flash-Werbung, die sich über Inhalte legt, wird es bei uns definitiv nicht geben", versichern die Gründer.
Unter dem augenzwinkernd an Google angelehnten Motto "Do no evil 2.0" wollen die Jungunternehmer 20 Prozent vom Gewinn der Firma am Ende jedes Geschäftsjahres an gemeinnützige Organisationen spenden. Die prozentuale Verteilung dieser Summe bestimmen die angemeldeten Nutzer - ganz im Sinne der neuen Mitmachnetze - selbst: Jeder angemeldete Benutzer wählt von amnesty international bis zum WWF aus, welche Organisationen er persönlich unterstützen möchte.
Presseinformationen und Grafiken: http://blogage.de/home/press
Beispiel für einen Videostream: http://blogage.de/help/screencasts/1
17. Dezember 2007
(Zeichen: 6.536)
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