(openPR) Im Rheinland brummt die Konjunktur nach wie vor, auch wenn sich die große Euphorie langsam dem Ende zuneigt. Eine nochmals verbesserte Geschäftslage melden das Ernährungsgewerbe, die Bauwirtschaft und die Logistikbranche in den jüngsten Umfragen der IHKs Aachen, Bonn/Rhein-Sieg, Düsseldorf, Köln und Mittlerer Niederrhein. Doch ist die Stimmung auch in den meisten anderen Branchen noch überdurchschnittlich gut. In vielen Industriezweigen, aber auch im produktionsnahen Großhandel und den unternehmensnahen Dienstleistungen sind über die Hälfte der befragten Unternehmen mit ihrer Geschäftslage zufrieden. Dies ist das Ergebnis des zweiten Branchenreports, der von den IHKs des Rheinlandes gemeinsam veröffentlicht wird und ein Stimmungsbild über die wichtigsten Branchen der Region widerspiegelt.
Bei den Erwartungen sind sich fast alle Branchen einig: „Es wird künftig schwieriger werden, das derzeitig hohe Niveau zu halten“, stellt IHK-Geschäftsführer Rainer Növer fest. Lediglich die Unternehmen der Logistikbranche blicken mehrheitlich optimistischer als noch im Frühjahr in die Zukunft und gehen von deutlich steigenden Umsätzen und Erträgen aus. „Denn die Internationalisierung der Arbeitsteilung hält an und dies bringt einen noch intensiveren Austausch von Gütern und Vorleistungsprodukten mit sich“, erklärt Növer.
Die leichte Stimmungsabschwächung schlägt natürlich auch auf die Investitions- und Beschäftigungspläne der befragten Unternehmen durch. Bis auf die Ausnahmen Kredit- und Versicherungsgewerbe, Bauwirtschaft, Metallbe- und -verarbeitung sowie die Chemische Industrie haben die Unternehmen der übrigen Sektoren eher gleichbleibend hohe Investitionen und Beschäftigungsabsichten. Größere Revisionen nach unten sind allerdings im konsumnahen Großhandel, in der Elektroindustrie sowie bei den Medienunternehmen geplant.
Erstmals stellt der Branchenreport Rheinland Herbst 2007 die Gesundheitsbranche und deren Geschäftslage sowie Erwartungen vor. Die Gesundheitswirtschaft mit ihren weit über 6.000 Unternehmen im Rheinland wird sich zu einer der Boombranchen der Zukunft entwickeln – nicht zuletzt aufgrund des weiter steigenden Anteils älterer Menschen an der Bevölkerung. „Entgegen dem negativen Trend der vergangenen Jahre konnte die Branche ein kontinuierliches Beschäftigungswachstum verzeichnen. Und von den rund eine Million Beschäftigten der Gesundheitswirtschaft Nordrhein-Westfalens arbeitet immerhin etwa jeder Fünfte im Rheinland“, so Növer. Da der Gesundheitsmarkt jedoch politisch stark reglementiert ist, stehen die optimistischen Wachstums- und Beschäftigungsprognosen immer unter dem Vorbehalt, dass auch in diesem Wirtschaftsbereich der Wettbewerb nicht weiter behindert wird.
Der Branchenreport Rheinland steht zum Herunterladen zur Verfügung unter www.mittlerer-niederrhein.ihk.de (Standortpolitik: Regionalwirtschaftliche Veröffentlichungen/Konjunkturberichte).








