(openPR) Bevölkerung unzufrieden mit Mangel an Handlungsbereitschaft.
Gelsenkirchen, Dezember 2007 - Zeitgleich zur Veröffentlichung der PISA-Studie liegen seit dem 4.12.2007 die Ergebnisse des Bildungsbarometers vor. Die gemeinsame Aktion vom Zentrum für empirische pädagogische Forschung der Universität Koblenz-Landau (zepf) und der Schülerhilfe macht die Unzufriedenheit der Bevölkerung mit dem geringen Fortschritt in Bildungsfragen deutlich. Die Bildungssituation erhält insgesamt nur die Note ausreichend. Von den Bildungspolitikern wünschen sich die Befragten Ehrlichkeit und aktives Handeln.
„Die Bildungssituation in Deutschland wird von den Befragten des Bil-dungsbarometers mit der Note 3,7 als nur ausreichend bewertet“, formuliert Professor Dr. Reinhold Jäger vom zepf eine zentrale Aussage des Bildungsbarometers. „Dabei sind die Eltern durchweg kritischer und mit der Bildungssituation unzufriedener als die Lehrkräfte.“
Von den Bildungspolitikern wünschen sich die Befragten mehr Investitionen in Bildung – als Signal für den hohen Stellenwert der Bildung. Zugleich zeigten sich die Befragten jedoch resigniert: Dem Bildungsbarometer zufolge rechneten sie damit, dass die Politiker – ungeachtet der Ergebnisse - Zuversicht verbreiten und behaupten würden, dass ihr Bundesland auf dem richtigen Weg sei.
Kritik ernteten die Bildungspolitiker auch aufgrund ihrer geringen Kenntnis des Schulalltags. Viele der Befragten plädierten daher dafür, dass die Bildungspolitiker einmal aus eigener praktischer Anschauung den Schulalltag erleben sollten.
„Wie wichtig solche Erhebungen wie PISA sind, zeigt die breite Zustimmung, die sie bei der Bevölkerung finden“, konstatiert Norbert Milte, Geschäftsführer der Schülerhilfe. „Viele der positiven Veränderungen führen sie auf die Ergebnisse der PISA-Studien zurück.“





